Freitag, 12. Januar 2018

SCHNELLER KOCHEN MIT DER COOK4ME VON KRUPS

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht?!

Nach der Testwelle, die mich im November und Dezember überrollt hatte, ist es derzeit ruhiger geworden. Was gar kein Schaden ist, konnte ich so doch eine wohlverdiente Schreibpause einlegen, die ich auch gebraucht habe. Im Hinterkopf habe ich aber immer behalten, dass ich euch noch einen Bericht über die Cook4Me von Krups schuldig bin, eine Schuld, die ich heute einlösen möchte. Cook4Me?



WAS IST DAS ÜBERHAUPT?

Wie es bei mir fast nicht anders sein kann und wie auch der erste Teil des Namens sagt: ein Küchengerät. Genauer gesagt ein Multifunktionskochtopf, der Slowcooker, Kochtopf und Dampfdrucktopf in sich vereint und das Kochen schneller und einfacher machen soll.

6 Liter Gartopf


Vor etlichen Wochen durfte ich diesen "Wunderkessel" für vier Wochen beim Reviewclub testen und hatte dann noch das Glück, bei einem Gewinnspiel eine Cook4Me+ zu gewinnen. Beim Reviewclub gibt es nichts gratis, es kann höchstens passieren, dass man das Testgerät verbilligt behalten darf - nun musste ich mir keine Gedanken mehr darüber machen, ob ich das will. Denn ehrlich gesagt habe ich bei diesem Gerät eine ganze Weile gebraucht, um damit warm zu werden. Das lag nicht an der

OPTIK

Die ist gelungen, die runde Form ist angenehm anzusehen, die Kombination von weißem Kunststoff mit Elementen in Edelstahloptik wirkt elegant und hochwertig. Das Display ist groß und gut abzulesen, der Drehknopf zum Anwählen von Programmen und dem Menü ist leichtgängig und präzise.


Der Topf hat eine gute Größe für Mengen, die auch für meine 5-Köpfige Familie locker ausreichen. Die Griffe haben abgerundete Kanten und liegen gut in der Hand, ein Transport von der Arbeitsplatte zum Tisch lässt sich so gut bewerkstelligen, ohne dass man sich die Finger verbrennt.

DIE MÖGLICHEN GARMETHODEN

lassen eigentlich nichts zu wünschen übrig. Zunächst gibt es das manuelle Kochen, bei dem man zwischen verschiedenen Methoden wählen kann:

-        Garen unter Druck: dies hat mich überzeugen können. Ich habe zum Beispiel Pulled Pork ausprobiert, das ja normalerweise stundenlang vor sich hin garen muss. In 90 Minuten hatten wir feinstes Pulled Pork auf dem Teller. Etwas weniger Zeit sparte ich bei meinem klassischen Gulasch, das mit 30 Minuten angeben war, aber erst nach weiteren 15 Minuten wirklich zarte wurde. Ich hatte die doch feinere Rinderhüfte dafür geschnitten, die auf dem Herd als Vergleich ca. 1 Stunde braucht. Braten gelingen wiederum wirklich schneller, genau wie Rouladen oder Geschnetzeltes mit frischem Gemüse und Schweinefleisch... insgesamt gesehen habe ich mit dieser Funktion die besten Erfahrungen gemacht und nutze sie sehr viel. 👍
      Das Ganze kann man übrigens auch zeitverzögert startet, was ich nicht brauche, aber für Berufstätige zum Beispiel sicher praktisch ist.

Pulled Pork

-      
           Klassisches Garen mit drei Hitzestufen (Slow Cooking, Schmoren, Braten): 
d    Das Braten funktioniert bestens, wobei ich aber bei Schnitzeln den Vorteil im Gegensatz zur Pfanne aber nicht erkennen kann. Unwichtig ist es aber dennoch nicht, da man damit die Röstaromen erhält, die man beim reinen Dampfgaren nicht bekommen würde. Vor dem Garen unter Druck brate ich also immer erst einmal an. 👍

      Schmoren habe ich bisher nicht ausprobiert, beim Slow Cooking, das ja über mehrere Stunden gehen soll, muss man den Prozess immer wieder von vorne starten, weil die höchste einzustellende Zeit nur 30 Minuten beträgt. Verzichte ich dankend drauf. 👎

-        Aufwärmen: habe ich einmal versucht mit einem Reistopf. Nach einer dreiviertel Stunde mit mehrfachem Umrühren war dieser ungleichmäßig lauwarm mit kalten Stellen, so dass wir dann doch noch auf die Mikrowelle umstiegen. Funktioniert leider gar nicht gut. 👎

-        Warmhalten funktioniert dagegen, da mein Mann sehr unregelmäßig nach Hause kommt und man nie genau weiß wann, ist das durchaus praktisch. Nach dem Dampfgaren schaltet die Cookie automatisch ins Warmhalten-Programm, da muss man sich keinen Kopf machen. 👍   

Rouladen in der halben Zeit


      KOCHEN NACH ZUTATEN      

Neben diesen manuellen Möglichkeiten gibt es das Menü „Zutaten“ , es soll dem Koch/der Köchin helfen, automatisch die richtige Garmethode und – zeit zu wählen. Unter diesem Menü kann man bestimmte Zutaten wie Fleisch oder Gemüse aussuchen, die Menge angeben und bekommt nach dem Start dann Anweisungen, wie vorzugehen ist bzw. die empfohlene Gardauer angezeigt. Ob diese immer so richtig ist, ist fraglich, denn bei meinem Gulasch (das ich über dieses Menü gekocht habe) war die Garzeit definitiv zu kurz. Meines Erachtens ist das auch einfach zu wenig unterteilt, Rindfleisch ist ja zum Beispiel nicht gleich Rindfleisch, zwischen Teilen zum Schmoren und Filet besteht ein himmelweiter Unterschied. Ich nutze dieses Menü daher nicht, auch nicht für Gemüse.😐

150 REZEPTE

in der Cook4Me+ bzw. 50 in der einfachen Cook4Me sind einprogrammiert, wählt man ein solches an, bekommt man Schritt für Schritt angezeigt, was zu tun ist. 



Zunächst erhält man die Zutatenliste gezeigt, die man entweder abschreibt oder im mitgelieferten „Kochbuch“ abliest (die Gänsestriche deswegen, weil in diesem Buch auch nur die Zutaten stehen, aber keine Rezepte im eigentlichen Sinn) – später kann man die Zutaten nämlich nicht mehr einsehen, am besten bereitet man sowieso alles vorher vor. Es sind hundert Rezepte, dies ist auch nicht erweiterbar oder mit eigenen Rezepten zu ergänzen. Vieles davon ist doch eher exotisch, oft wird Dosengemüse verwendet, was gar nicht meins ist. Zu Schweinefleisch gibt es gerade mal ein Rezept, das ist für meine Küche zu wenig. Ausprobiert habe ich Boeuf Bourgignon, das zugegebenermaßen sehr lecker wurde. Auch die Bolognese kam gut an. 

Rezept Kalbsschnitzel mit Oregano-Zitronensauce... na ja...


Wie ich das nun zu bewerten habe, ist ein Problem. Für mich sind da wenig Rezepte dabei, die ich gerne umsetzen würde, zumal ich auch eine absolute Frei-Schnauze-Köchin bin. Ich bräuchte das also gar nicht, zum ersten Einstieg war es aber hilfreich. Letztendlich mache ich es einfach wie die Schweiz und bleibe neutral 😐

Von den Rezepten her würde mir persönlich die Cook4Me (ohne +) also reichen, allerdings hat diese nur 4 Liter statt 6 Liter Fassungsvermögen und 1200 statt 1600 Watt, also weniger Power.

DIE REINIGUNG

Ist einfach genial, den Topf stellt man in die Spülmaschine, das Innere des Deckels kann man ganz einfach abschrauben und ebenfalls in die Maschine geben, der Rest wird feucht abgewischt.

Leckerer Schweinebraten



WUNDERKESSEL?

So nennt Krups die Cook4me, das Wunder kann ich aber nicht so ganz erkennen. Dafür hat das Gerät für meinen Geschmack doch zu viele Schwächen und bringt wenig Arbeitserleichterung. Als negativ empfinde ich folgende Punkte:

  • Das Aufheizen dauert ewig, da bin ich mit der Pfanne auf dem Herd erheblich schneller dran. Im Prinzip könnte man beim Braten zum Beispiel schon nach der halben Aufheizzeit das Fleisch einlegen, nur kommt dann das ganze Anweisungsprogramm durcheinander.



  •            Man kann keine Temperaturen einstellen. Soßen sind nach dem Programmende immer extrem flüssig, so dass ich sie auf alle Fälle noch einkochen muss. Mache ich das manuell mit Braten, wird zunächst wieder ewig „Aufheizen“ angezeigt (da kann man mit dem Andicken schon locker beginnen), anschließend ist es aber zu heiß und blubbert extrem. Ich muss das noch mit „Schmoren“ ausprobieren, das ja wohl nicht ganz so heiß wird.

  •           Die Rezepte sind nur bedingt tauglich, zum Teil sehr exotisch und eben nicht erweiterbar. Die Zutaten sollte man alle vorbereiten und hat so sehr viel mehr Schüsseln zum Abwaschen wie beim Kochen im Topf.

  •           Außer beim Garen unter Druck muss man genauso rühren wie beim Kochen im Topf, da kann ich gleich einen Topf nehmen und brauche kein solch teures Gerät.

  •           Bei den Zutaten kann ich zwar die Fleischart wählen, dabei auch „am Stück“, „Geschnitten“ oder „mit Knochen“, aber nicht die Qualität – Filet braucht kürzere Garzeiten als Rücken, große Würfel länger als kleine… wie wird das korrekt gemessen? Eben, gar nicht und ich muss doch am Ende selber schauen, ob die Garzeit passte oder noch was drangehängt werden muss.
Lachs-Garnelen-Sauce in Nullkommanix


      Was für mich dagegen positiv ist, erfahrt ihr im


FAZIT

Die Cook4me ist kein schlechtes Gerät, hochwertig, nützlich und sehr gut verarbeitet, zudem in der Menüführung einfach zu bedienen. Mittlerweile bin ich auch damit warm geworden und nutze wie mit Vorliebe als Schnellkochtopf für Fleischgerichte, da jegliches Fleisch in kürzerer Zeit einfach butterzart und superlecker wird. 



Bei allen anderen Garmethoden sehe ich als versierte Köchin den Vorteil zum Kochen auf dem Herd nicht wirklich. Auch bei der Eignung für Kochanfänger, die sich keine Gedanken machen möchten, bin ich etwas skeptisch, da man für ein perfektes Ergebnis doch noch sehr viel nachjustieren und selber denken muss und die Rezeptauswahl wenig „Alltagsküche“ beinhaltet. 



Wer wirklich einen „Wunderkessel“ haben möchte, der sollte lieber noch etwas sparen und zur Prep & Cook derselben Firma greifen, die einem das (Küchen)Leben in der Tat einfacher macht. Als Ergänzung ist die Cook4Me genial, müsste ich auf eines von beidem verzichten, wäre es aber definitiv diese. Die Cook4Me + ist im Netz ab 179 Euro zu finden, das Vorgängermodell ohne Plus habe ich gar nicht gefunden, ist aber im Handel natürlich günstiger zu haben. Interessant sind auch die Outletpreise in den Home & Cook Stores (zum Beispiel in Metzingen oder Soltau).

Gulasch vom Feinsten :-) 


Im Großen und Ganzen muss jeder für sich selber entscheiden, ob er dieses Küchengerät "braucht" (Küchengerätejunkies werden sicher "ja" rufen 😉) - wie ist das bei euch? 

Liebe Grüße
Eure Kerstin


(Werbung?!)

Mittwoch, 27. Dezember 2017

PIZZA AUS DEM HOLZOFEN - KLARSTEIN PIZZAIOLO PERFECT


Hallo ihr Lieben,

eigentlich wollte ich zwischen den Feiertagen ja eine kleine Blogauszeit nehmen, aber am zweiten Feiertag hatten wir so viel Spaß und Genuss mit einer Neuanschaffung, dass ich euch das nicht lange vorenthalten möchte.
Am Freitag schneite nämlich ein Outdoor-Pizzaofen von Klarstein bei uns herein, den mein Sohn sofort aufbaute:

Schweres Paket, toller Inhalt


KLARSTEIN PIZZAIOLO PERFECT

nennt sich der Grillofen, mit dem man dank eines im Zubehör enthaltenen Schamottsteins genauso gut Holzofenpizza statt Würstchen und Steaks zubereiten kann.

Mittelteil


Nachdem wie bei Klarstein leider öfter der Fall die Anleitung, in dem Fall die Aufbauanleitung, nicht immer ganz optimal gestaltet ist, dauerte es eine ganze Weile, bis Sohnemann den Ofen komplett zusammengebaut hatte, doch dann zeigte er sich in seiner ganzen Pracht (der Ofen, nicht der Sohn *g*)

Pizzaiolo Perfect 

Er besteht aus 1,2mm dickem Stahl mit hitzeresistenter Pulverbeschichtung, hat einen Abluftkamin und eine Brennkammerbelüftung in der Klappe vor der Brennkammer (unten), ist dank der Räder links sehr gut zu versetzen und verfügt über eine 50X35cm große Grillfläche aus verchromten Edelstahl sowie ein integriertes Thermometer mit einer Skala von 0 - 370 Grad.

Ausprobieren konnten wir ihn noch nicht sofort, die nächsten beiden Tage gab es auswärts zu Essen, an Heilig Abend Würstchen mit Kartoffelsalat. Eigentlich wollte ich zum übrigen Kartoffelsalat am anderen Tag Fisch machen, da aber bereits am selben Abend noch der letzte Rest von 2kg auf seltsame Weise verschwunden war, wurde umgeplant auf

PIZZA PIZZA

und die Ofeneinweihung.

Grillkammer mit Schamottstein


Einer meiner Söhne ist der weltbeste Pizzabäcker und bekam die Verantwortung für die Herstellung der rohen Pizzen übertragen. Auch ein Schürmeister ist in unserer Familie vorhanden, mein Mann liebt es, zu zündeln und im Gartenkamin ein Feuerchen zu machen. Bereits am Nachmittag hatte er unbehandelte Holzscheite vorbereitet und begann nun, den Grillofen einzuheizen.



Fall ihr euch wundert, warum es dunkel auf den nächsten Bildern ist: wir essen üblicherweise abends und hatten nicht bedacht, dass es derzeit nicht gar so praktisch ist, abends outdoor zu kochen. Aber mit einer Taschenlampe bewaffnet und warm eingepackt, hielt mein Mann draußen die Stellung und hatte die Sache perfekt im Griff.



Die richtige Temperatur war schnell erreicht, die erste Salamipizza vorbereitet und dank der großen Klappe ganz leicht und ohne Verbrennungsgefahr (ein bisschen aufpassen muss man natürlich schon, kleinen Kindern sollte man das nicht überlassen) auf den Schamottstein geschoben.
Dank der hohen Temperatur ist so eine Pizza viel schneller fertig als im Backofen, mit wunderbar knusprigem Boden und saftigem Belag.

Die erste Pizza


Was soll ich noch sagen? Die Pizza war soooo lecker und während meine Söhne und ich in der Küche quasi eine Stehparty mit Pizzastücken veranstalteten, bewachte der Göttergatte bereits Pizza Nummer 2. Aber bevor ihr ihn bemitleidet: ich habe ihm natürlich auch ein Stück rausgebracht ;-)

Salamipizza

Durch die Belüftungsklappen lässt sich die Temperatur recht gut regulieren, man muss aber doch dabei bleiben und im Bedarfsfall Holz nachlegen, denn so schnell die Hitze ansteigt, so schnell lässt sie auch wieder nach, wenn man dem Thermometer Glauben schenken darf. Doch wie gesagt, hat unser Schürmeister ja Spaß daran, mit dem Feuer zu spielen ;-)

Thunfisch-Zwiebel-Pizza


Auf diese Weise wurden nach und nach 5 superleckere Pizzen fertig und die Meute war bappsatt.

DOPPELT GENUTZT

Nachdem der Pizzaiola nun schon einmal so richtig schön heiß war, wollte ich die Gunst der Stunde nutzen und zum ersten Mal in meinem Leben ein Holzofenbrot backen.



Den Teigrohling für ein Zwiebel-Roggenmischbrot hatte ich bereits vorbereitet und der kam nun bei einer Resthitze von ca. 250 Grad einfach auf den Schamottstein in den Ofen. Dort blieb er ohne Nachschüren ungefähr eine dreiviertel Stunde, dann war das Brot fertig.
Ich war sehr gespannt auf das Ergebnis, war das Ganze doch für mich ein Experiment mit ungewissem Ausgang.

Eine Stunde später hatte ich zwar immer noch nicht wieder Hunger, aber man opfert sich ja für die Wissenschaft gerne und probiert eine Scheibe Brot mit Leberwurst. Die zweite dann nur, um ganz sicher zu gehen, ob es wirklich so gut ist wie der erste Eindruck ;-)

Holzofenbrot


GRILLEN

Kann man mit dem Ofen natürlich auch, dazu lässt man einfach den Schamottstein weg und legt Würstchen oder Steaks direkt auf den Grillrost. Dieser ist zweigeteilt und lässt sich dadurch zum Reinigen leicht herausnehmen. Gegrillt haben wir im Pizzaiola nun noch nicht, aber ich wüsste nicht, was da nicht funktionieren sollte.

Die Reinigung ist kein Problem, den Schamottstein habe ich im Spülbecken mit etwas Spüli gesäubert. Schwarze Flecken bleiben zwar zurück, aber das ist normal, der eigentliche "Dreck" geht bestens weg. Zum Entnehmen des Steins sollte man Handschuhe anziehen, da die Unterseite natürlich heftig verrußt ist. Die Asche lässt sich durch die Schublade unterhalb der Brennkammer ebenfalls leicht entsorgen.

FAZIT

Für die große Party kann man natürlich nicht unbedingt Pizza mit diesem Ofen machen, dazu ist die Fläche des Steins zu klein. Aber ein paar Gäste kann man durchaus mit Pizza versorgen, so nach und nach eben - wir hatten zu fünft viel Spaß auf unserer "Pizzaparty". Zum Grillen für viele ist der Pizzaiolo problemlos geeignet, mir gefällt eben seine Vielseitigkeit.
Ich zweifle nicht daran, dass er bei uns noch sehr oft zum Einsatz kommt.

Wie gefällt dieser Grill- und Pizzaofen euch, wäre der was für euch? Hier KLICK könnt ihr ihn euch nochmal genauer ansehen, mitsamt Bedienungsanleitung und sämtlicher technischer Daten.
Ich wünsche euch einen guten Rutsch in ein tolles 2018

Liebe Grüße
Eure Kerstin



(Werbung) 







Donnerstag, 21. Dezember 2017

FLEISCH ONLINE SHOPPEN - EIN ONLINE-METZGER-CHECK

Hallo ihr Lieben,

eigentlich wollte ich meinen nächsten Bericht der Cook4me von Krups widmen, aber die muss warten, denn aus einem ganz aktuellen Anlass (dazu später mehr) stelle ich dies hinten an.

Ich kaufe unser Fleisch hauptsächlich im Großmarkt, in unserem Edeka oder beim Metzger, hin und wieder bestelle ich aber auch online, vor allem, wenn ich etwas Spezielles suche, das ich vor Ort nicht so schnell oder einfach bekomme. Oft werde ich gefragt: "Fleisch online? Kann man das machen? Ist das dann wirklich gut?" und ich kann mit Fug und Recht antworten: "Ja!" Ich habe mittlerweile aus den verschiedensten Quellen Fleisch bezogen und mit der Qualität immer hervorragende Erfahrungen gemacht.

Nix für Vegetarier und Veganer


Wichtig ist dabei vor allem eines: die Kühlkette! Fleisch darf auf dem Lieferweg ja absolut nicht warm werden, das ist keine Frage. Die Versender achten darauf akribisch, meine Pakete kamen immer bestens isoliert auf schnellstem Wege (meistens Express) und mit zahlreichen Kühlpacks versehen an, Fleisch und Wurst waren immer absolut in Ordnung. Da braucht man selbst im Sommer keine Angst vor verdorbener Ware haben.

Nachdem diese Befürchtung aus der Welt geschafft ist, möchte ich euch die diversen Metzger vorstellen. Über kaufnekuh.de, die über ein spezielles Crowdbutching-Konzept Rindfleischpakete mit hochwertiger Ware von artgerecht gehaltenen Kühen vertreiben, habe ich euch bereits im Oktober etwas erzählt. Wer den Artikel noch nicht kennt, findet ihn HIER!

Weiter geht´s mit 

FEINKOST PUM

Die Feinkostmetzgerei Pum hat ihren Sitz in Freiburg und liefert zum Beispiel Fleisch von ausschließlich freilaufenden Hühnern, Hohenloher-Weiderind und -Weidelamm oder artgerecht gehaltenem schwäbisch-hällischem Landschwein. Neben dem "puren" Fleisch gibt es auch eingelegte Grillspezialitäten und gemischte Grillpakete, Wurst und Würstchen, Balkanspezialitäten und Original Schwarzwälder Spezialitäten. Auch kann man sich einen Edelbrand oder Weine vom Markgräferland gleich mitbestellen.


Quelle aller Bilder: pixabay.de


Pum ist nicht gerade der billigste Onlinemetzger, was das Wort "Feinkost" im Namen ja bereits vermuten lässt. Zudem sind die Versandkosten mit 8,90 Euro, die erst bei einem Bestellwert von 98 Euro wegfallen, sehr hoch, so dass ich hier nur sehr selten bestelle. Aber Pum hat die weltbesten Merguez-Würste, so dass ich mir im Sommer ein großes Paket gönne.

CLICK AND GRILL

Bei ClickandGrill habe ich noch nie direkt bestellt, da es neben dem dem eigenen Shop auch eine Kooperation mit allyouneedfresh gibt. Hier fallen für mich keine gesonderten Versandkosten an, auch wenn die Waren von ClickandGrill in einem gesonderten Paket geliefert werden. Bei Bestellungen über den eigenen Shop zahlt man 6,90 Euro. Das Angebot ist dafür bei allyouneedfresh viel kleiner und irgendwann werde ich mich sicher auch mal im Shop umsehen, was es da sonst noch so gibt.



Auch wenn der Name so klingt, gibt es nicht nur Grillgut zu kaufen, sondern alles, was man sich an Fleisch und Wurst denken kann, dazu Spezialitäten wie Wagyu-Rind, Fisch oder Zutaten wie Gewürze und Grillsaucen. 

Hinter ClickandGrill steht die fränkische Spezialitätenmetzgerei Lindner, die selber schlachtet und Fleisch aus der Region und artgerechter Haltung bezieht. Preislich befinden wir uns hier wieder etwas höher als bei fertig abgepacktem Supermarktfleisch, mein immer wieder bestellter Favorit hier sind dennoch die Spare Ribs vom Deutschen Landschwein.

METZGER BÖBEL

nennt seinen Shop umdiewurst und ist der besagte - leider negative - Anlass für diesen Post. 
Im Fränkischen beheimatet bietet diese Metzgerei ein riesengroßes Angebot an Fleischwaren, Wurst und Spezialiäten, die wie überall sonst auch frisch und bestens gekühlt geliefert werden. Zudem ist Herr Böbel sehr rührig, bietet in seiner Metzgerei "Wursterlebnisse" an und gibt "Wurstkurse".
Und er hält Vorträge über den Weg zu einem erfolgreichen Onlineshop... ich hoffe, er bringt seinen Zuhörern da nicht bei, wie man Kunden möglichst unfreundlich behandelt. 

Ich hatte schon mehrfach dort bestellt und war immer zufrieden gewesen. Die Lieferungen hatten nie lange auf sich warten lassen (1-3 Werktage), letztes Jahr zu Weihnachten gab es Fränkische Bratwurst von Böbel und weil die so gut waren, wollte ich dieses Jahr erneut solche servieren. Bis zum 15. solle man netterweise bestellen, damit Böbel besser planen kann, später ginge aber auch noch. Also habe ich am 14.12. bestellt, Bratwurst und Fleisch dazu im Gesamtwert von ca. 70 Euro, bezahlt per Kreditkarte.



Die Bestellbestätigung kam prompt, mit dem Hinweis, dass nach Versand eine Versandbestätigung käme. Die Tage vergingen, heute am Mittwoch wurde mir etwas mulmig... keine Ware, keine Versandbestätigung und nur noch drei mögliche Liefertage bis Hl. Abend. In aller Frühe schrieb ich deswegen eine Email, hätte ja sein können, dass die Bestellung irgendwie untergegangen war und ich wollte das rechtzeitig klären, damit die Sendung noch rechtzeitig rausgehen könnte. 

Stundenlang keine Antwort und so beschloss ich gegen Mittag, den direkten Weg zu nehmen und anzurufen. Ich grüßte freundlich und begann ebenso freundlich, mein Anliegen vorzutragen, da wurde ich unterbrochen und rüde angeraunzt: wenn ich keine Versandbestätigung erhalten habe, dass deshalb, weil die Ware noch nicht im Versand sei, man könne auch nicht mehr als schaffen und wenn die Kunden einen in Ruhe lassen würden, ginge es schneller. Wenn ich es eilig hätte, hätte ich halt keine Hähnchenleber mitbestellen dürfen (aha, man hat meine Mail also gelesen, im Shop steht übrigens nirgendwo, dass Hähnchenleber eine längere Lieferzeit habe).

Häh? Falsch verbunden? Falscher Film? Falsch irgendwas? Immer noch ruhig und freundlich meinte ich, ich hätte nur die eine kleine Frage, ob die Bestellung bis Weihnachten ankäme, für Anrufe anderer Kunden könne ich nichts und fände es etwas unangebracht, dass er mich so anschnauzt. Eine Entschuldigung und Antwort auf meine Frage? Bekam ich nicht, stattdessen erneutes Anschnauzen mit der Schlussbemerkung "Wenn es Ihnen nicht passt, können Sie es ja lassen!" Mit einem "Genau, dann lassen wir es" legte ich auf und schickte die Bestellung mit Stornovermerkung und der Bitte um Rücküberweisung auf mein Konto per Email zurück. Das war´s für mich mit Böbel.

Ihr versteht sicher, dass ich diesen Shop weder verlinke, noch mehr über die Produkte etc. erzähle, noch empfehle, oder?

Stattdessen rief ich bei einem anderen Online-Metzger an, nämlich bei

METZGER ALBER

Meine Anfrage, ob eine heute aufgegebene Bestellung von fränkischen Bratwürsten und Co. zum Wochenende noch ankäme, wurde von der netten Dame am Telefon freundlich beantwortet. Sie meinte, von ihnen aus wäre das kein Problem, die Bestellung würde morgen zur Post gehen, sie könne aber nicht garantieren, dass die Post derzeit auch am nächsten Tag liefern würde. Sie ginge aber davon aus, das das schon klappen würde. So geht´s also auch, selbst in der stressigen Vorweihnachtszeit.



Bei Metzger Alber handelt es sich um ein bodenständiges Familienunternehmen aus dem oberbayerischen Marktl am Inn (dem Geburtsort "unseres" Papstes, aber das nur nebenbei), das bereits seit 90 Jahren existiert und neben dem Onlineshop und der Hauptfiliale noch drei weitere Filialen betreibt. Auch hier gibt es eine eigene Produktion, verarbeitet werden Tiere aus umliegenden Höfen. Das Sortiment ist nicht so "exotisch" wie bei Pum und kleiner als bei Böbel, aber ausreichend, die Qualität lässt dabei nichts zu wünschen übrig. Es gibt keine Innereien, kein Hähnchenbrustfilet und kein Dry Aged Beef, dafür leckere Grillspezialitäten und tollen Schinken sowie eine perfekte Lammkeule ohne Knochen. 

So bodenständig wie der ganze Shop sind auch die Preise - wie beim "Metzger um die Ecke" eben. Der Hammer im positiven Sinne sind die Versandkosten: bis 19,99 € sind das 6,90 €, ab 20 - 34,99€ Bestellwert 5,90€ und bei gerade mal 35 Euro ist der Versand frei. 

Genauso bodenständig und mit langer Tradition arbeitet 

MEIN METZGER

Die Metzgerei Fries befindet sich in Bad Orb im Spessart und kann ebenfalls auf eine lange Familientradition zurückblicken, gegründet wurde sie 1880. In der 4. Generation wurde die Metzgerei für den Frischeversand umgerüstet, seit 1999 gibt es neben dem Ladenlokal auch einen Onlineshop mit Komplettsortiment.





Dieses Sortiment, für das wieder einmal Tiere aus der Region verarbeitet werden, ist wirklich riesig. Hier bekommt man alles, was man möchte, vom "normalen" Schweinebraten und Schinken, über Lammkeule, Grillgut und Innereien bis hin zum Hirschbraten. Die Preise sind dabei human, bei 23 Euro für 1kg feinstes Hirschgulasch oder knapp 30 Euro für 1500 Gramm Lamkeule ohne Knochen kann man nicht meckern. Ab hundert Euro wird frei Haus geliefert, ansonsten kostet der Versand 6,90 Euro.

Das Besondere und Witzige bei diesem Shop ist die Aufmachung: man befindet sich auf der Startseite nämlich hinter einer virtuellen, detailgetreuen Fleischtheke, hinter der der Chef persönlich steht. Natürlich kann man auch über die Suchfunktion das Gewünschte finden, aber es macht richtig Spaß, diese Theke zu durchstöbern und zu schauen, was es Leckeres gibt.

FAZIT

Ihr seht, ich habe mittlerweile durchaus Erfahrung mit dem Bestellen von Fleisch und Wurst im Internet und bis auf die eine Ausnahme in Bezug auf Kundenfreundlichkeit (bei einem anschließenden Schriftverkehr kam übrigens auch nichts weiter heraus, als dass ich nervig und aufdringlich gewesen sei) sind diese Erfahrungen durchweg positiv.
Die Qualität der Waren war bisher bei allen Online-Metzgereien top und die Kühlkette perfekt gehalten. Von daher werde ich auch weiterhin, vor allem bei "Besonderheiten" wie Wild, Lamm oder Leber, immer gerne zwischendurch online einkaufen.



Könnt ihr euch das Einkaufen von Fleisch im Netz für euch vorstellen? Die meisten haben damit ja ein Problem, aber vielleicht konnte ich euch ein bisschen etwas von den Befürchtungen, die bei diesem Thema vorhanden sind nehmen.

Nun gehe ich in die (wie ich meine verdiente) Blogpause bis zum nächsten Jahr, die Cook4me darf dann das Bloggerjahr 2018 eröffnen ;-)

Ich bedanke mich bei euch für all eure Lesungen, bei manchen noch für die netten Kommentare und wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch

Liebe Grüße
Eure Kerstin





Freitag, 15. Dezember 2017

ZWIEBELHACKEN UND MEHR IM TURBOGANG - EMSA TURBOLINE

Hallo ihr Lieben,

bevor ich in die verdiente Weihnachtspause gehe, muss ich euch noch von ein paar Dingen berichten, heute über ein kleines aber feines Küchenutensil, das mir wirklich Freude und das Kochen einfacher macht: der

TURBOLINE KRÄUTER- UND GEMÜSESCHNEIDER VON EMSA




Fragt mich nicht, wie viele unterschiedliche Kleingeräte ich zum Hacken im Laufe der Zeit ich schon hatte. Da gab es die, die mit Kurbel zu bedienen waren, solche, bei denen man den Deckel drehen musste... letztendlich bin ich zum Zerkleinern von Zwiebeln, Kräutern & Co. immer wieder zur guten alten Messermethode zurück gekehrt. Ich habe aber nie die Hoffnung aufgegeben, irgendwann einmal das ultimative Hackgerät zu finden und habe mich daher sehr gefreut, als ich von Emsa als Teilnehmerin bei diesem Test ausgewählt wurde.



Der Turboline besteht aus einer durchsichtigen Schüssel, einem Messerbaum mit zwei felxiblen und superscharfen Edelstahlklingen und einem weißen Deckel mit Seilzugsystem. Er fasst 900ml, da geht ordentlich was rein. Geliefert wird er in einem Karton, auf dem die Zusammensetzung und auch verschiedene Anwendungsvorschläge abgebildet sind, auf einer kleinen Beilage findet man ein paar Rezeptvorschläge.



Der Turboline eignet sich für etliche ganz unterschiedliche Zwecke, die ich euch nun im Einzelnen vorstellen möchte.

ZWIEBEL UND KNOBLAUCH HACKEN

Mein erster Versuch mit dem Turboline, der mich sofort überzeugen konnte. Zwei geschälte und geviertelte Zwiebeln waren nach nur wenigen Seilzügen wunderbar klein und gleichmäßig gehackt. Einer meiner Söhne kocht sich regelmäßig Spaghetti Carbonara, wofür er Zwiebeln und Knoblauch braucht: dies schmeißt er zusammen in den Turboline und hackt alles sehr fein. Sein Statement dazu: "Ich mache das nicht mehr anders, das klappt super!"



Natürlich kann man auch Karotten, Paprika, Stangensellerie und und und so zerkleinern und zwar ohne großen Kraftaufwand und ratz fatz.

Zu den Spaghetti gehört natürlich auch

KÄSE

Hier kann ich mich kurz fassen: ob Emmentaler oder Gouda, Käse für Aufläufe, Pizza oder zu Nudeln mit Sauce kommt bei uns in groben Stücken in den Kräuterschneider und wird mit wenigen Zügen perfekt gehackt. Auch mit hartem Parmesan gibt es keine Schwierigkeiten, was mich aber mehr erstaunt hat war, dass sogar Mozzarella perfekt gehackt wird und nicht irgendwie kleben bleibt (Sohn hat das für seine Pizza getestet).



DIPS UND SALSA

Braucht man keine riesige Menge Tsatsiki, kann man dieses schnell im Turboline herstellen. Ich hacke zuerst ein Stück Salatgurke, gebe griechischen Joghurt und Quark dazu, pressen 2-3 Knoblauchzehen hinein und mixe das Ganze mit etwas Salz und Pfeffer.



In einem anderen Versuch habe ich Paprikasalsa hergestellt. Dafür habe ich eine große Paprikaschote geputzt und in grobe Stücke geschnitten, eine Tomate und eine Zwiebel geviertelt, alles mit einer Knoblauchzehe, Gewürzen und Öl in den Behälter gegeben und ein paar mal am Seil gezogen - fertig!

Auch bei diesem Thema bewährt sich der Turboline absolut.

KRÄUTER

Da war ich skeptisch, bin davon ausgegangen, dass Petersilie wohl gut gehen würde, bei Salbei oder Basilikum der Turboline aber Probleme bekommen würde. Ich durfte dann aber die Erfahrung machen, dass Petersilie wie angenommen sehr schnell und gleichmäßig gehackt wird, der Turboline aber auch bei Salbei nicht versagt. Nur Schnittlauch wird nix, das ist seiner Form geschuldet und kein Wunder. 



NÜSSE UND MANDELN


Kann man machen, muss man nicht. Für Kuchen brauchte ich ganze Haselnüsse sehr fein gemahlen, was im Turboline leider nicht wirklich gut funktionierte. Ich habe um die 150 Mal am Seil gezogen, da braucht man kein Fitnessstudio mehr. Die Nüsse waren danach immer noch nicht wirklich fein (siehe Bild). Für ein Müsli würde es vielleicht so reichen, ich habe das Ganze dann aber doch in den Mixbehälter zu meinem Pürierstab gegeben und fertig gehackt. Mit Mandeln geht es etwas besser, aber insgesamt würde ich für dieses Thema den Turboline nicht empfehlen.



SMOOTHIES UND DESSERTS

Hier wiederum kann man den Turboline toll einsetzen. Ich habe gefrorene Heidelbeeren zu ca. einem Drittel in den Behälter gegeben, einen Becher griechischen Joghurt, einen Schuß Kirschsirup und einen Esslöffel Agavendicksaft  dazu gefüllt und ca. 15 Mal am Seil gezogen. Die gefrorenen Beeren bereiteten dabei überhaupt kein Problem, größere Früchte würde ich aber antauen lassen.

Das Ergebnis war ein eiskalter, dünnerer Fruchtjoghurt (oder dickflüssigerer Smoothie, je nachdem wie man es sehen will) - hätte ich ihn noch kurz in die Gefriertruhe gestellt, wäre es ein tolles Sorbet geworden. Ich hab es aber noch etwas wärmer werden lassen und als Smoothie genossen, bei den derzeitigen Temperaturen ist mir nicht so nach Kaltem.



An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die doch stark färbenden Heidelbeeren am Turboline keine Verfärbungen hinterlassen haben.
Alles in allem ist der Kräuter- und Gemüseschneider ausgesprochen effizient und vielseitig, doch wie sieht es aus mit der

REINIGUNG

Kein Problem, das Messer und den Deckel spüle ich schnell unter dem Wasserhahn ab, der Behälter kommt in die Spülmaschine. Dort landete auch der Deckel einmal aus versehen, wovon ich abrate: er geht zwar nicht kaputt, im Inneren sammelt sich aber Wasser und es braucht eine Ewigkeit, bis das wieder raus gelaufen und der Deckel trocken ist.

Wie gewohnt schaue ich mir zuletzt noch an, ob es denn wirklich nichts zu meckern gibt. Da wäre eine Sache...

DIE INNENSEITE DES BEHÄLTERS

ist nicht absolut glatt, sondern an manchen Stellen geriffelt. Ich verstehe nicht, warum das immer wieder bei solchen Behältern so ist, denn es erschwert die komplette Entnahme feingehackter Zutaten. Vielleicht soll es die Stabilität des Behälters verstärken, aber mein Mixbehälter vom Pürierstab ist nicht geriffelt und geht auch nicht kaputt, obwohl da durch die Elektrik ganz andere Kräfte einwirken.


Ich fände es schön, wenn solcher Behälter immer glatt wären, man kann dann mit dem Spatel einfach viel besser entlangfahren und auch das letzte Fitzelchen Zwiebel und Co. herausholen.

FAZIT

"Ist doch nur bei Tupperware abgekupfert!, meinte kürzlich jemand zu mir. Mag sein, dass Tupper dieses Seilzugsystem als Erster auf den Markt gebracht hat, irgendjemand muss ja anfangen ;-)
Dennoch würde ich den Emsa Turboline Kräuter- und Gemüseschneider vorziehen. Warum? Er funktioniert bestens, ich denke nicht, dass der von Tupper noch besser sein kann. Er kostet gerade mal die Hälfte und er hat das dreifache Fassungsvermögen.

Ich bin wirklich zufrieden mit meinem kleinen neuen Küchenhelfer und emfpehle ihn gerne wieder, die Messermethode kommt bei mir zum Hacken nur noch seeeehr selten und bei ausgewählten Lebensmitteln (z.B. Schnittlauch) zum Einsatz.

Wie hackt ihr Kräuter, Gemüse & Co.? Wäre der Turboline von Emsa etwas für euch?

Liebe Grüße
Eure Kerstin


(Werbung)

Dienstag, 12. Dezember 2017

HUAWEI MATE 10 PRO - KAMERA, AKKU UND FAZIT (TEIL 2)

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich: im Smartphone-Test des Premiumphones Mate 10 Pro von Huawei will ich euch nicht länger auf die Folter spannen und im zweiten Teil über die beiden absoluten Highlights berichten sowie mein Fazit ziehen.

Morgens halb 8 im Schwabenländle...

Zunächst zur

KAMERA

Die Dual-Kamera verfügt über ein leistungsstarkes Leica-Objektiv und eine KI-Bewegungs- und Motiverkennung, mit der automatisch die beste Einstellung für das jeweilige Motiv gewählt wird. Meine Ansprüche als Hobbyfotografin sind nicht niedrig, ich bin überrascht, welche gute Qualität mit dem Mate 10 Pro aufgenommene Bilder haben. Selbst gezoomt werden Farben naturgetreu dargestellt, Bilder scharf und perfekt ausgearbeitet. Mit einer Blende f/1.6 ist die Kamera erstaunlich lichtstark, lediglich bei sehr schwachen Lichtverhältnissen würde ich meine Systemkamera vorziehen, wenn es ganz hochwertig und ohne Bildrauschen werden soll. Der zuschaltbare Blitz überzeugt mich dagegen nicht so richtig, was aber auch daran liegen mag, dass mir Fotoaufnahmen mit Blitz sowieso meistens nicht gefallen.

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose


Der monochrome 20MP-Sensor und der 12MP-RGB-Sensor verfügen über eine optische Bildstabilisation und eine KI-Bewegungs- und Motiverkennung in Echtzeit. Im Automatikmodus wählt die Kamera dadurch die jeweils passende Einstellung wie zum Beispiel „Landschaft“, „Porträt“, „Sonnenuntergang“ und vieles mehr. Features wie ein interessanter zuschaltbarer Bokeh-Effekt, eine Beautyretusche (interessant bei Selfies mit der 8MP-Frontkamera) und vieles mehr ergänzen das Paket.

Ohne Beautyretusche ;-) 


Neben dem Automatikmodus gibt es auch einen Profimodus, in dem man die Einstellungen manuell und benutzerdefiniert vornehmen kann und in dem es zusätzlich möglich ist, Bilder im RAW-Format abzuspeichern. Ich gebe aber zu, dass ich meistens zu faul bin, selber einzustellen... wozu auch, wenn der Automatikmodus hervorragende Ergebnisse bringt.

Farbfilter


Last not least gibt es natürlich auch diverse Spielereien wie diverse Farbfilter, Monochrom, HDR oder Panoramaaufnahmen und man kann selbstverständlich auch Videos drehen, was ich aber nicht mache - von daher kann ich nur aufgrund eines kleinen für diesen Test erstellten Probevideoschnipsels eine durchaus gute Qualität bestätigen. 

Panorama


Alle hier abgebildeten Fotos (außer dem Screenshot mit den Farbfiltern)  habe ich mit dem Mate 10 Pro fotografiert und tatsächlich überzeugt mich die Bildqualität dermaßen, dass ich sehr viel öfter mit dem Handy fotografiere statt die Kompaktkamera herauszukramen.

Monochrome


Der absolute Hammer ist aber

DER AKKU

Phänomenal ist die Leistung des leider wieder einmal fest verbauten Akkus. Von 2% Restladung aus lud ich per beigelegtem Ladekabel mit USB-C-Anschluss innerhalb von ca. 75 Minuten auf 100% auf, erst am nächsten Abend um 20 Uhr war der Akku bei intensiver Nutzung u.a. mit Spielen und Videogucken auf 17% angelangt. Mit 4000 mAh hat der Akku in der Tat eine sehr große Kapazität, die sich bezahlt macht und auch Menschen, die ihr Smartphone unterwegs viel nutzen nicht enttäuschen dürfte. Um einen solch großen Akku verbauen zu können, verzichtet Huawei allerdings auf die Möglichkeit der Induktionsladung – hatte ich noch nie, vermisse ich nicht, es sei aber erwähnt.

Molly


MEIN FAZIT

das ich hier nun anschließe (ich denke, ich habe im Detail nichts Wichtiges vergessen, falls doch, einfach fragen) lautet: TOP!

Bei meiner intensiven Beschäftigung mit dem Mate 10 Pro habe ich sehr viele positive Eigenschaften entdecken können und nur ausgesprochen wenig, was gegen dieses Premium-Smartphone sprechen würde. Fest verbaute Akkus sind ja leider mittlerweile schon Standard, der Verzicht auf die 3,5mm-Buchse ist schade, aber zumindest für mich „Nicht-Kopfhörer-Nutzer“ leicht zu verschmerzen.

Nahaufnahme Ziermais


Bei der stolzen UVP von 799 Euro stellt sich natürlich immer die Frage, ob man überhaupt ein Premiumsmartphone braucht (eine Frage, die sich iPhone-Fans anscheinend nicht stellen *lach*) und vor einer Weile hätte ich vehement behauptet, dass ICH so viel Geld niemals ausgeben würde. Man gewöhnt sich aber an die ganzen Annehmlichkeiten eines so hochwertigen Handys, es ersetzt mir mittlerweile das Tablet und für so manche Zwecke sogar den Laptop, so dass ich es wirklich nicht mehr missen möchte. Letztendlich muss es jeder für sich entscheiden, meine Empfehlung bekommt das Mate 10 Pro aber auf alle Fälle.

Liebe Grüße
Eure Kerstin


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