ZU FEUCHTE LUFT IM RAUM? KLARSTEIN DRYFRY 10 TROCKNET

Hallo ihr Lieben,

unser Bad ist nach fast 25 Jahren in Nutzung nicht mehr so ganz taufrisch. Mittelfristig steht sicher eine Komplettrenovierung an, kurzfristig bin ich damit beschäftigt, es bis dahin in einem akzeptablen Zustand zu erhalten. Ein kleines Problem, das ich dabei ständig zu bekämpfen habe, ist leider Schimmel.
Grundsätzlich ist unser Bad nicht zu feucht, allerdings sind drei der vier Männer im Haus regelrecht "badesüchtig" und liegen stundenlang in der Wanne. Wenn dann mal am Wochenende alle drei hintereinander baden und über Stunden hinweg ständig heißes Wasser nachlaufen gelassen wird... nun ja, ihr könnt euch vorstellen, was für ein Dampf dann herrscht, eine Dampfsauna ist ein Witz dagegen. Und leider ist so eine Unmenge an Dampf auch mit anschließendem Lüften nicht besonders schnell wieder verschwunden.



Von daher habe ich mich gefreut, einen Luftentfeuchter testen zu dürfen in der Hoffnung, dass dieser Abhilfe schaffen würde:

DER DRYFRY 10 VON KLARSTEIN

ist laut Hersteller "der ideale Weg zur perfekten Luftfeuchtigkeit". Doch was ist in dieser Hinsicht eigentlich perfekt?
Allgemein wird eine Luftfeuchtigkeit von 50% und eine Raumtemperatur von 20 Grad als ideales Raumklima erachtet.
Der DryFry ist daher auch standardmäßig auf 50% eingestellt, kann aber über die %-Taste am Display oben am Gerät auch auf andere Werte zwischen 30 und 80 % reguliert werden. Für meinen Test, der im Schlafzimmer startete, habe ich 40% eingestellt, da die am Gerät angezeigte Luftfeuchtigkeit bereits die 50% anzeigte.



Das schlichte Design in neutralem Anthrazit passt optisch in jeden Raum, die geringe Größe von 29,5 X 41 X 21cm (B/H/T) lässt den DryFry auch in unserem relativ kleinen Badezimmer nicht im Weg stehen. Der Wassertank befindet sich unten an der Vorderseite und verfügt über ein schmales Sichtfenster, über das man den Wasserpegel im Tank prüfen kann. Der Tank kann aber auch ohne Prüfung nicht überlaufen: er fasst 1,5 Liter und sollten die erreicht sein, stoppt der DryFry automatisch und meldet sich mit einem Signalton. Im Inneren des Geräts läuft ein Ventilator, dessen Geschwindigkeit man zwischen Low und High regulieren kann, an der Rückseite ist ein Nylonfilter integriert, der gleichzeitig mit der Trocknung Staub aus der Luft beseitigt. Gestartet wird der Trockner manuell sofort oder per Timer.



So viel zur Theorie, doch wie schlägt er sich

IN DER PRAXIS

Zunächst versuchte ich nach der Bedienungsanleitung den Timer zu programmieren. Ich sage es ganz ehrlich: ich habe es nicht geschafft. Man soll die Timer-Taste drücken und anschließend mit der %-Taste die Zeit einstellen. Geht nicht. Weder wenn ich die Timer-Taste gedrückt halte noch wenn ich beide Tasten hintereinander bediene, es blinkt zwar wie vorgeschrieben, aber Stunden lassen sich nicht einstellen. Entweder hat mein Gerät eine Macke oder die Bedienungsanleitung stimmt nicht. Ich müsste nun wohl beim Kundenservice nachfragen, aber da mir der Timer nicht so wichtig ist, habe ich bisher darauf verzichtet.

Beim sofortigen Start im Schlafzimmer stellte sich nach kurzer Zeit eine Verringerung der Luftfeuchtigkeit ein, nach einer Stunde lag sie bei 42% und im Tank war eine deutlich erkennbare Wassermenge angelangt. Auf die eingestellten 40% kam die Anzeige aber auch nach mehreren Stunden nicht.

Im Bad startete ich dann eine ganze Versuchsreihe. Zunächst duschte ich angenehm warm, ohne den DryFry laufen zu lassen. Angezeigt wurden anschließend 77% Luftfeuchtigkeit. Ich schaltete das Gerät ein und bereits nach einer halben Stunde lag die Feuchtigkeit bei knapp über 50%, was mich absolut zufrieden stellt.



Wenn nach einer kurzen Dusche schon 77% herrschen, wie hoch kommt der Wert dann bei einem ausgiebigen heißen Bad? Hier liegt er zwischen 80 und 90% (ich sag doch, meine Männer machen Dampfsauna 😉). Natürlich braucht der DryFry nun etwas länger, um die Luftfeuchtigkeit wieder auf um die 50% gedrückt zu haben, aber auch geht es schneller als beim normalen Lüften.
Bei der nächsten Baderunde eines meiner Söhne ließ ich das Gerät bereits währenddessen laufen und siehe da: der DryFry ließ eine Luftfeuchtigkeit über 60% erst gar nicht zu. Soll erfüllt!

WASSERSCHADEN

hatten wir leider in den letzten Jahren zweimal. Schön wäre es gewesen, ich hätte damals den DryFry schon gehabt. Allerdings muss ich sagen, dass er mit einem professionellen Bautrockner natürlich nicht mithalten kann und bei Räumen über 20qm auch überfordert ist. Eine unterstützende Hilfe wäre der Raumtrockner aber allemal gewesen.

In so einem Fall würde man den DryFry permanent laufen lassen und nicht über die Automatik. Um dann nicht ständig den Tank leeren zu müssen, kann man an der Rückseite auch den im Lieferumfang enthaltenen Ablaufschlauch anbringen und das Wasser anderweitig (z.B. in einer größere Wanne) ablaufen lassen.



FAZIT

Der DryFry 10 ist nicht perfekt, das Timer-Problem ließe sich aber sicher lösen und warum die 40%-Marke bisher nie erreicht wurde... ich weiß es nicht, vielleicht liegt das auch an meinen Räumen. Im Bad hatte ich bei laufendem Gerät nämlich 42%, schaltete eine Weile ab und es wurden dann 66% angezeigt. Ich lass dann mal weiterlaufen, Strom verbraucht der DryFry nämlich mit 240W nicht allzu viel.


Für meine Zwecke stellt der DryFry jedenfalls die perfekte Problemlösung dar und ist mir somit eine Empfehlung wert.

Habt ihr auch irgendwo das Problem mit zu feuchten Räumen? Was tut ihr dagegen?
Liebe Grüße
Eure Kerstin

(Werbung)