HÄPPCHEN FÜR´S BÜFFET - DAS AUGE ISST MIT

Hallo ihr Lieben,

für eine Kunstausstellung meiner Schwägerin habe ich kürzlich zwei kalte Platten gemacht, die wirklich gut ankamen. Nachdem ich nach den Rezepten gefragt wurde, dachte ich mir, dass ich die doch einfach hier im Blog allen Interessierten zur Verfügung stellen könnte. Ich hab nun zwar keinen Foodblog in dem Sinne und bisher Rezepte nur in Verbindung mit einer Produktvorstellung gepostet, aber man ist ja schließlich flexibel, nicht wahr? 😉



Solche Platten machen zwar viel Arbeit, die Rezepte sind aber im Grunde genommen einfach und leicht umzusetzen. Fangen wir an mit der Wurstplatte, die neben einfachen kleinen Broten mit Tiroler Schinkenspeck bzw. Kaiserfleisch folgendes bot:


MINI-HAMBURGER

Ich gebe keine Mengen der Zutaten an, denn erstens habe ich nichts abgewogen und zweitens ist es auch sehr individuell, wie viel man braucht.

Für die Mini-Hamburger habe ich am Tag zuvor kleinen Fleischküchle (Frikadellen, Fleischpflanzerl) aus Rinderhack, Semmelbrösel, Gewürzen (Hackfleischgewürz oder einfach Salz, Pfeffer und Paprika) und Ei geformt und in der Pfanne ausgebraten.
Je mehr man für eine Platte schon am Tag zuvor vorbereiten kann, desto besser und die "Hambuger-Patties" eignen sich da bestens.



Für die fertigen Burger braucht man Baguette oder Ciabatta, das man in Scheiben schneidet, die man dann (je nach Durchmesser des Brots) eventuell nochmal halbiert.
Weitere Zutaten: Salatherzen, Mayonnaise, Ketchup, Salatgurke und Mini-Romatomaten.

Das Brot wird dünn Mayonnaise bestrichen, mit einem in der Größe zurechtgezupften Salatblättchen belegt, darauf kommt das Fleischküchle, es folgt ein Klecks Ketchup und eine Scheibchen Gurke. Eine halbe Tomate oben drauf, das Ganze wird mit einem Zahnstocher zusammengesteckt.

"Dafür brauche ich doch kein Rezept!" werden manche von euch jetzt sagen und vermutlich ist es auch so, genauso wie bei den


MINI-LEBERKÄSWECKEN (SEMMELN / BRÖTCHEN)

Dafür braucht man Leberkäsaufschnitt oder man macht es wie ich, dass man am Tag zuvor einen frischen Leberkäse heraus bäckt, einen Teile davon mit Kartoffelsalat zum Abendessen verwendet und den Rest am anderen Tag fein aufschneidet.

Für die Laugenweckle muss man kein Bäckermeister sein: TK-Laugenstangen werden soweit angetaut, dass man sie in 5 Teile teilen kann, diese werden dann nach Anleitung auf der Packung gebacken.



Unter den Leberkäse kommt eine Senfcreme: eine halbe Packung Frischkäse natur wird mit 2-3 Esslöffeln mittelscharfem Senf verrührt und mit etwas Pfeffer und ganz wenig Salz abgeschmeckt. Die Leberkässcheiben werden in die passende Größe geschnitten, auf jedes Weckle kommen drei Scheibchen, darauf fein geschnittene Cornichons oder dünne Radieschenscheiben.
Deckel drauf - fertig!

Zuletzt habe ich Schnittchen mit Chorizo belegt, die zuvor bestrichen wurden und zwar mit

FETA-PAPRIKA-CREME

100g Fetakäse, 1 gepresste Knoblauchzehe, 100g Frischkäse natur, zwei EL Ajvar, ein Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer werden mit dem Stabmixer püriert.

TIPP: die Creme eignet sich auch hervorragend als Dip, wenn man etwas Créme Fraîche unterrührt, damit sie nicht ganz so fest ist.



Auf die zweite Platte kam Fisch, zum Einen ganz einfache Räucherlachsschnittchen, bei denen das Brot erst mit Kräuter-Frischkäse dünn bestrichen habe, bevor der Lachs drauf kam. Für die weiteren Häppchen hatte ich zwei verschiedene Cremes hergestellt.

LACHSCREME

Dafür verrühre ich Alaska Seelachsschnitzel mit Frischkäse. Da die Seelachsschnitzel sehr intensiv und vor allem salzig sind, bin ich dabei vorsichtig: lieber erst einmal wenig davon nehmen und nach und nach etwas mehr unterrühren, bis die Creme intensiv genug schmeckt.
Abgeschmeckt wird die Creme mit Pfeffer, etwas geriebener Zitronenschale und Kräutern. Man kann natürlich frische Kräuter wie Petersilie oder Dill und Schnittlauch nehmen, aber auch gerne auf TK-Mischungen zurückgreifen.

TIPP: wie bei der Feta-Creme - mit untergerrührer Créme fraîche wird´s zum Dipp.



Besonders gut kam die zweite Creme an:

THUNFISCHAUFSTRICH

Die Zutaten dafür: 250g QimiQ Classic ungekühlt, 1 Dose Thunfisch in Öl, 160g Frischkäse natur, 1 rote Paprikaschote gewürfelt, 1 EL Petersilie (gehackt oder TK), 1 EL Zitronensaft, Salz & Pfeffer.

Das QimiQ wird glatt gerührt, das Öl vom Thunfisch langsam untergerührt. Die restlichen Zutaten mischt man nun dazu und schmeckt die Creme ab. Vor dem Aufstreichen stelle ich sie noch eine halbe Stunde in den Kühlschrank, dann wird sie etwas fester.

Achtung: dieses Rezept ergibt eine große Menge Aufstrich, der sich auch toll als Dip eignet. Für die Häppchen brauchte ich allerdings nur ca. 1/4 der Masse.

Ach ja, ihr kennt Qimiq nicht? Ich wollte hier ja mal einen Blogbericht ohne "Werbung" schreiben, aber da ich das durch die Namensnennung jetzt sowieso als solche kennzeichnen muss, kann ich euch auch einen Link für die Seite geben, auf der das Produkt sehr gut erklärt wird - ich finde es toll und es ist wirklich vielseitig einsetzbar. Schaut einfach mal hier rein: KLICK!

Neukunden können sich übrigens das kleine Kennenlernpaket mit drei Sorten und einem Rezeptheft zuschicken lassen (Versandkosten müssen bezahlt werden)



Last not least braucht so eine Platte natürlich

DEKO

Und da kann man sich nach Lust und Laune künstlerisch austoben. Salatgurke (in Scheiben oder auch mit einem Plätzchenaustecker "in Form" gebracht), Mini-Tomaten, Paprikaschoten (gerne bunt mit gelber und orangefarbener, ich hatte Snackpaprika verwendet), Zwiebelringe, Karottenstreifen, bei Fisch gerne Zitronenscheiben, Lauchzwiebeln, Oliven... der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Auch Obst kann man verwenden, das ist allerdings nicht so ganz mein Geschmack. Wenn, dann verwende ich mal Sternfrucht (sehr attraktiv!) oder auch Melone (zu Schinken) - diesmal hab ich aber darauf verzichtet.
Emmentalerwürfelchen oder die dekorativen Rosetten des Tete de Moine eignen sich ebenfalls sehr gut als schmackhafte Deko bei Wurstplatten.

VERGÄNGLICHE KUNST

So lange es braucht, bis solche Platten fertig sind, so schnell war alles ratzeputz aufgegessen, sogar die Deko (außer den Zitronenscheiben). Mir macht es aber nicht nur beim Herstellen Spaß, sondern auch viel Freude, wenn es den Gästen dann schmeckt und sie begeistert sind.

An und für sich sind die Rezepte nichts Besonderes, manchmal braucht man auch einfach nur eine Idee, Altbekanntes in Miniformat umzusetzen. Ich hoffe, euch hat das Lesen Spaß gemacht und ich konnte dem einen oder der anderen Anregungen geben.

Liebe Grüße
Eure Kerstin

(Werbung wegen Produktnennung)