Sonntag, 9. Februar 2014

Dufte oder zum Verduften?



Liebe Leser/innen,

bei den Empfehlerinnen läuft derzeit ein wohlriechender Produkttest, an dem ich teilnehmen und mit schnuppern darf. Das Glade by Brise Automatic Spray soll ganz automatisch und dauerhaft frischen Duft in jeden Raum bringen und auch für größere Räume geeignet sein. 

Da ich ein „Nasen-Mensch“ bin und ohne Düfte, ob nun Parfüm, Duftkerzen oder anderes gut Duftendes  bei mir gar nichts geht, habe ich mich natürlich sehr auf mein Paket gefreut und sofort ausgepackt, als es vorgestern ankam. Enthalten waren drei „Vasen“ (so nennt Glade die Spender und von der Form her passt das auch, auch wenn keine Öffnung für Blumen oben drin ist), die mit dem Duft „Relaxing Zen“ bestückt sind und zwei Nachfüller mit den Düften „Fresh Cotton“ und „Bali Sandelholz & Jasmin". Ein Vase ging gestern gleich mal an meine Schwägerin zum Mittesten.




 WIE FUNKTIONIERT`S?

Zunächst fällt natürlich das Design auf, das ich wirklich gelungen finde. Die Vase besteht aus stabilem Kunststoff in einem braungrauen hellen und leicht gesprenkelten Ton, der zumindest von Weitem nach Stein aussieht. An der Vorderseite sind Dekoelemente in Blattform eingelegt, wobei das oberste „Blatt“ die Öffnung ist, aus dem der Sprühkopf der eingelegten Dose seinen Duft versprüht.
Auf der Rückseite gibt es lediglich eine Taste, die man manuell bedienen kann, wenn man einen Extra-Dosis Duft wünscht.



Die Vase kann man mit Druck auf den Knopf an der Oberseite der Länge nach öffnen. Im Inneren befinden sich die Halterung und der Kontakt für zwei AA-Batterien. Super finde ich, dass diese gleich dabei sind, sparen doch viele Hersteller bei ihren Produkten welcher Art auch immer an den Batterien, die man sich separat dazu kaufen muss. Hier nicht: Hut ab!



Sind die Batterien eingelegt, legt man die Spraydose quasi da drauf und klappt die Vase wieder zu. Nicht ohne sie zuvor eingeschaltet zu haben, der Schalter hierfür befindet sich nämlich auch im Inneren rechts oben. Hier hat man die Qual der Wahl, denn das Automatic-Spray sprüht in bestimmten Zeitintervallen von ganz alleine und je nach der gewünschten Duftintesität kann man diese Intervalle auf 9, 18 oder 36 Minuten einstellen. 



Achtung beim Schließen, da pustet die Vase nämlich gerne gleich mal los und auf diese Art und Weise habe ich als Allererstes nicht den Raum, sondern meinen Bauch beduftet. Zum Glück nicht das Gesicht, ich könnte mir vorstellen, dass das den Augen nicht gefallen würde.



Anschließend habe ich auf die Uhr geschaut und in der Tat: genau 9 Minuten später pustete es wieder. Fragt mich nicht, wie die Technik funktioniert, eine Uhr ist jedenfalls nirgends in oder an der Vase zu sehen. ;-) 


WOHIN DAMIT?

Nun galt es, den passenden Platz für das Automatic-Spray zu finden. Da die Vase wirklich schön aussieht und farblich sehr gut in mein Wohnzimmer passt, habe ich sie zunächst dort auf dem Schrank platziert. So saß ich nun mit angenehm duftendem Raumklima auf dem Sofa, den Kater auf dem Schoß… der total erschrak, als die Vase erneut los pustete. Mucksmäuschenstill läuft das nämlich nicht ab, es schnurrt kurz, macht dann „pfffft“ und schnurrt wieder. Der arme Kater *lach*. Da mich das Geräusch aber alle 9 Minuten auch irgendwie nervt, ist das Wohnzimmer wohl nicht der richtige Ort. Stelle ich die Vase auf längere Intervalle, ist es sogar noch schlimmer – dann erwarte ich das gar nicht und erschrecke selber dauernd. 



In der Küche auf der Theke macht sich das Gerät eigentlich auch ganz gut, nur stört mich das Gepuste da ebenfalls. Bin ich etwas empfindlich? Wie auch immer, das Schlafzimmer fällt damit erst Recht aus, es reicht, wenn mein Mann im Schlaf pustet…



Man könnte die Vase natürlich auch ausschalten und da sehe ich den ersten „Mangel“: ich fände es besser, wenn der Schalter an der Rückseite wäre und nicht im Inneren. So müsste man die Vase für Veränderungen nicht immer aufmachen und da zumindest bei mir so ein Teil nicht offen mitten im Raum steht, sondern irgendwo mit dem Rücken zur Wand hätte ich auch kein Problem mit der Optik bei einem außen angebrachten Schalter.



Letztendlich landete das Automatic-Spray dort, wo ich sowieso am liebsten Raumsprays verwende: im Bad. Ich habe ein weißes Bad und hier passt es optisch nicht ganz so gut rein. Ich habe im Netz gesucht, ob es diesen Duftspender auch in anderen Farben gibt, habe aber leider nichts gefunden. Dadurch kann ich euch auch nicht sagen, wo ihr einen solchen her bekommt. Es heißt zwar, dass es das Glade by Brise Automatic Spray seit Januar im Handel gibt, im Onlinehandel aber anscheinend nicht. Ich werde bei meiner nächsten Einkaufstour im örtlichen Handel Ausschau danach halten. Der UVP für das Glade® by Brise® Automatic Spray sowie die Nachfüller liegt bei je 4,99 Euro.



KLEINER SCHOCKER

Tja, nun steht es also im Bad und erschreckt meine Familie. Ich habe nämlich versäumt, den Gatten und die Söhne darüber zu informieren und einer nach dem anderen erschrak sich früher oder später, als er sich im Bad aufhielt und das Teil zu pusten anfing *lach*. In die Gästetoilette möchte ich es nicht aufstellen – man müsste bei jedem Besuch daran denken, die Gäste zu informieren. Nicht dass noch jemand einen Herzinfarkt bekommt.

RELAXING ZEN

riecht ausgesprochen gut: frisch und blumig, auch leicht fruchtig. Das sind Duftrichtungen wie ich sie liebe. Der Duft ist sehr dezent, so dass ich selbst in unserem kleinen Bad eine Zeit von 9 Minuten eingestellt habe und der Duft trotzdem nicht zu intensiv, sondern eher wenig zu erschnuppern ist. Ich weiß nicht so recht, ob das Spray damit wirklich auch für große Räume geeignet ist. Eine gewisse Frische gibt es sicher auch dort, aber wohl eher kein großes Dufterlebnis.

Klasse ist natürlich, dass man auch zwischendurch mal einen Extra-Duftstoß per Tastendruck initiieren kann. Manchmal ist das ja gerade im Bad nötig, ich muss aber leider sagen, dass mein Brise One Touch an der Wand da ebenfalls etwas bessere Dienste leistet.

LANGZEITTEST

Das waren also nun meine ersten Eindrücke, die durchaus positiv sind, mich aber nicht hundertprozentig überzeugen. Als nächstes werde ich beobachten, wie lange so eine Spraydose reicht: auf der Schachtel steht bis zu 60 Tagen bei einem 36-Minuten-Zeitintervall. Bei 9 Minuten müsste ich demnach 15 Tage warten, bis ich die anderen Düfte testen kann, über die ich euch dann natürlich auch gerne informiere. Oder weniger lang, je nachdem wie oft man zwischendurch auf die „Extra-Duft-Taste“ drückt. Wir werden sehen…



So viel für heute, ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart
Eure Kerstin