Montag, 31. Juli 2017

TANTE ROSAS BESUCH WIRD VERSCHOBEN - NORETHISTERONE


Hallo ihr Lieben,

bevor ich mich erneut meinem Smartphonetest widme, schiebe ich schnell ein Thema dazwischen, über das ich schon eine ganze Weile schreiben möchte. Vorab entschuldige ich mich bei meinen männlichen Lesern, dass sie leider etwas außen vor sind, weil es sich um ein Produkt handelt, das ausschließlich für uns Frauen ist und eine rein weibliche Sache betrifft. Aber keine Sorge, der nächste Technikbericht kommt bestimmt ;-)

Das Produkt, um das es hier geht, heißt Noresthisterone und der Ansporn für diesen Bericht war die Tatsache, dass ich dazu Informationen gesucht und nur dumme Sprüche gefunden habe, was mich geärgert hat. Diese Infolücke im Web möchte ich nun schließen und wende mich zunächst einmal der „weiblichen Sache“ zu:

TANTE ROSA IST LÄSTIG

Tante Rosa, Erdbeerwoche, Tage, Periode, Mens und wie man bei uns im Schwabenländle ganz lapidar sagt: „I han mei Sach“. Wie immer man es nennt, manche sind dadurch richtig geplagt, andere weniger, eines kann man aber ganz allgemeingültig sagen: es ist lästig. 


Auf Tante Rosa könnten wir alle verzichten, oder nicht? ;-)


Ich selber hatte nie Probleme mit diesen Tagen, kurz bevor es losgeht, zieht es ein wenig im Unterleib, Schmerzen habe ich sonst keine und PMS ist für mich auch nur ein Begriff, der nichts mit mir zu tun hat. Glück gehabt. Lästig ist es trotzdem, im normalen Alltag weniger, in manchen anderen Situationen mehr.
Mehr zum Beispiel dann, wenn sich herausstellt, dass man ausgerechneten im lang ersehnten und für die Erholung dringend nötigen Badeurlaub für die Hälfte der Zeit „gehandicapt“ ist.

Klar könnte man mit Tampon schwimmen, aber ideal ist das nicht. Raus aus dem Wasser und sofort zur Toilette zu rennen, um das Teil zu wechseln macht keinen Spaß. An den ersten zwei Tagen der Periode sichere ich mich mit einer zusätzlichen Binde ab, das sieht im Bikini auch nicht wirklich schick aus. Bei 30 Grad auf Korfu aber mit einer Hose am Strand zu liegen… och nö, muss nicht sein.

Für Frauen, die die Pille nehmen, ist es ganz einfach, den Besuch von Tante Rosa aufzuschieben, aber was kann man tun, wenn man eben nicht die Pille nimmt. Googeln brachte zwei Ergebnisse, zum einen können pflanzliche Mittel (Mönchspfeffer, Schafgarbe) eine leichte Verschiebung bewirken. Ob das aber wirklich funktioniert und ob die Dauer der Verschiebung (wenn sie überhaupt passiert) ausreicht, ist die Frage. Da bei mir pflanzliche Mittel auch in anderer Hinsicht (zum Beispiel Sinupret bei Nebenhöhlenentzündung / Schnupfen) so gut wie gar nicht wirken, habe ich auch nicht wirklich Vertrauen darin, dass das klappen würde.

Die Alternative sind Hormone in Form des Präparats

NORETHISTERONE

Norethisterone wird hauptsächlich zur Regulierung eines gestörten Hormonhaushalts, zur Linderung von Menstruationsschmerzen, bei Endometriose, bei Beschwerden in den Wechseljahren und übermäßig starken Blutungen eingesetzt, zudem kann man es auch zum Verschieben der Regel nutzen. Der Name des Präparats ist auch der Name des Wirkstoffs, Norethisteron ist ein künstliches Gestagen. Gestagen ist dafür zuständig, die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten. Sinkt der Gestagenspiegel gegen Ende des Zyklus, wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, Norethisteron hält den Gestagenspiegel konstant hoch. So kommt es eben erst nach Absetzen des Präparates zu Blutungen. 



Zum Verschieben des Zyklus beginnt man zwei bis drei Tage vor Beginn der üblichen Blutung mit der Einnahme von drei Tabletten Norethisterone 5mg morgens, mittags und abends. Dabei muss man nicht ganz genau immer zur gleichen Uhrzeit eine Tablette schlucken, aber man sollte schon annähernd den gleichen Zeitpunkt wählen. Auf diese Weise kann man die Blutung bis zu 14 Tage hinauszögern, ca. 2-3 Tage nach Einnahme der letzten Tablette setzt sie dann wieder ein.

GEGENANZEIGEN UND MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN

gibt es natürlich wie bei jedem Medikament auch.
Auf die Einnahme von Norethisterone sollten Frauen verzichten, die akute oder frühere Lebererkrankungen, akute oder frühere Gefäßerkrankungen (Thrombosen, Venenentzündungen, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.), Krebserkrankungen wie Brust- oder Gebärmutterhalskrebs, Diabetes, krankhaften Bluthochdruck haben / hatten und Frauen, die schwanger sind oder stillen.
Alle diese Gegenanzeigen treffen auf mich nicht zu.

Interessanter waren für mich daher die möglichen Nebenwirkungen, als da sind:

-        Brustspannen, Scheidenausfluss, Gewichtszunahme, Ödeme (häufig)
-        Brustschmerzen, Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Mastopathie, Vermännlichungserscheinungen wie vermehrte Körperbehaarung, allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Juckreiz oder Hautausschlag; Akne, Depressionen, Müdigkeit, Scheidenblutungen, Übelkeit, Venenverstopfungen (Thromboembolie), Empfindlichkeitsstörungen, Sehstörungen, Hörstörungen (gelegentlich)
-        Zuckerstoffwechsel-Störungen, Leberfunktionsstörungen, Gallenstau, Gelbsucht, Blutgerinnungsfaktoren-Erhöhungen, Blutdrucksteigerung, Blutfettwerte-Erhöhungen (selten)

Ich weiß schon, warum ich nicht gerne Beipackzettel lese. Da kann es einem angst und bange werden. Allerdings sind das alles Nebenwirkungen, die auch bei der Einnahme der Pille auftreten können. Ich habe vor der ersten Schwangerschaft jahrelang mit der Pille verhütet und hatte in dieser Zeit nicht die geringsten Nebenwirkungen. Von daher war ich guten Mutes, dass ich auch Norethisterone gut vertragen würde. Trotzdem wollte ich noch mehr Informationen über das verschreibungspflichtige Medikament erhalten, zumal es in der Schweiz seit 2013 und in Deutschland seit 2015 keine Zulassung mehr hat, in dortigen Apotheken nicht gekauft werden kann. Norethisterone erhält man also nur noch online.

Natürlich wollte ich den Grund dafür wissen, habe aber trotz ausführlicher Recherchen keine befriedigende Antwort erhalten. In den 70gern gab es einen wenig beachteten Pharma-Skandal, als zahlreiche Babys, deren Mütter den hormonellen Schwangerschaftstest „Duogynon“ (in Tablettenform) durchgeführt hatten. Der Wirkstoff Norethisteron war darin zwar enthalten, aber in sehr viel höherer Dosis mit 10mg. Zudem heißt es bei den Gegenanzeigen ja, dass das Medikament für Schwangere Tabu ist. Ich sehe da (auch zeitlich) den Zusammenhang nur sehr marginal. Eine andere Erklärung, die ich gefunden habe ist die, dass die Zulassung auslief und aufgrund der möglichen androgenen Wirkung nicht neu beantragt wurde. Auch sehr schwammig.

Als nächstes wollte ich meine Frauenärztin anrufen und nach ihrer Meinung fragen. Als ich auf ihrer Webseite die Nummer heraussuchte, entdeckte ich die Meldung, dass sie einen Monat zuvor ihre Praxis geschlossen hatte. Na das ist ja mal eine interessante Nachricht… aber der Ärztemangel bei uns ist ein anderes Thema 😉

Als nächstes befragte ich Google erneut nach

ERFAHRUNGSBERICHTEN

Was ich dort fand, ist der Grund für meinen Bericht, denn ich ärgerte mich grün und blau. Es gibt zahlreiche Fragen von Frauen in diversen Foren, die alle konkret „Wer hat Erfahrung mit der Verschiebung der Periode mit Norethisterone?“ Es gibt keine einzige wirklich hilfreiche Antwort. Stattdessen melden sich Frauen zu Wort, die KEINE Erfahrung damit haben, aber belehrend den Zeigefinger hochhalten – ich zitiere:

„Ne, ernsthaft, ich meine, klar nervt die Periode gern mal und kommt auch gern ungelegen, aber deswegen irgendwie in der Körperchemie bzw. Biologie rumpfuschen würde ich für mein Teil jedenfalls nicht wollen.“

„Wenn Dir Übelkeit mit Erbrechen, Depressionen, Kopfschmerzen und diverse andere Nebenwirkungen lieber sind als die Mens und Du einen Arzt findest, der bescheuert genug ist das unnötig zu verschreiben, dann versuch's.“

„Ich würde nie auf die Idee kommen für einen Urlaub meinen Körper mit Hormonen vollzustopfen.
Aber jedem das seine. Es kam mir nur gerade sehr befremdlich vor.“

„Einen menschlichen Zyklus zu verschieben ist immer schädlich.“

Mein Rat: wenn man die Frage nicht beantworten kann, einfach mal die Klappe halten!

Letztendlich blieb mir also nichts übrig, als mich entweder dagegen zu entscheiden oder dafür und meine eigenen Erfahrungen zu machen. Letzteres habe ich getan und so gibt es nun wenigstens einen Erfahrungsbericht zu Norethisterone im Netz. 



DIE BESTELLUNG

War für mich schon ein wenig abenteuerlich, ich habe mir noch nie ein Medikament online verschreiben lassen. Ich bestellte bei dokteronline.com, einer niederländischen Firma, die Medikamente anbietet, die zwar für Europa zugelassen, jedoch im eigenen Lande nicht erhältlich sind.

Auf der Seite, über die man Norethisterone bestellen kann, wird das Präparat genauestens erklärt. Der Unterschied zwischen einem einfachen Kauf und hier besteht darin, dass man das Produkt nicht einfach in den Warenkorb legt, sondern man muss eine Konsultation starten. In dieser beantwortet man einen mehrseitigen Fragebogen, in dem man nach Vorerkrankungen, Gesundheitszustand, familiäre Prädispositionen etc. gefragt wird. Eigentlich genau die Frage, die einem der Frauenarzt auch stellen würde. Nun kann man natürlich hier wie da schwindeln, allerdings ist das im eigenen Interesse nicht ratsam. Am Ende dieses Fragebogens wird geprüft, ob man das Medikament verschrieben bekommt und letztendlich bestellen kann, was bei mir der Fall war.

Ich möchte jetzt nicht bis ins Detail auf den Shop und den Bestellvorgang eingehen, das Ganze ging abgesehen von dem Fragebogen genauso ab wie bei jedem anderen Onlinekauf. Eine Sache nur noch: nach der Bestellung erhält man die Möglichkeit, eventuelle Fragen an einen Arzt zu richten. Mir war nicht ganz klar, ob ich die Tabletten jeweils exakt zur gleichen Uhrzeit nehmen muss und fragte nach. Die Antwort war leider so ziemlich für die Katz, mehr als kurz und knapp auf Englisch – alle 8 Stunden. Wie soll das denn bitte gehen? Morgens um 8, dann um 16 Uhr und nochmal um Mitternacht? Mit Gewalt wach bleiben und morgens den Wecker stellen? Eine weitere Nachfrage gab keine anderslautende oder genauere Antwort. Ich war also quasi auf mich allein gestellt und machte

MEINE EIGENEN ERFAHRUNGEN

An einem Dienstag flogen wir nach Korfu, am Montag drauf sollte ich nach den Berechnungen „mei Sach“ bekommen, also fing ich Samstag mit der Einnahme an und war gespannt. Ich nahm die drei Tabletten jeweils zu den Mahlzeiten, zu nicht immer ganz gleichen Uhrzeiten, aber doch so ziemlich im Rahmen und blieb in der Tat den ganzen Urlaub über verschont. Vorsichtshalber hatte ich natürlich Tampons und Binden eingepackt, die komplett wieder mit nach Hause kamen.

Nebenwirkungen verspürte ich in der ganzen Zeit nicht im Geringsten, ich hatte keine Kopfschmerzen, war nicht müder als sonst, hatte keinen Blähbauch und nichts, was sonst noch so angedroht worden war. Ich konnte den Urlaub also einwandfrei genießen. Einen Tag vor dem Heimflug nahm ich die letzte Tablette, Samstag ging´s nach Hause und drei Tage später kam Tante Rosa zu Besuch.

Urlaub am Meer ohne "rotes Meer" hat was (Bildquelle I-vista  / pixelio.de)


Die Blutung war nicht stärker oder schwächer und nicht anders als sonst. Bevor ich diesen Bericht schreiben würde, wollte ich noch einen Zyklus abwarten, denn es hätte ja sein können, dass trotzdem noch etwas durcheinandergeraten könnte. Aber auch das war nicht der Fall, auch die zweite folgenden Erdbeertage stellten sich pünktlich und wie gewohnt ein. Ich kann also mit Fug und Recht sagen, dass ich keinerlei Probleme mit der Einnahme von Norethisterone hatte und habe.

Die Zyklen hätten sich das ganze Jahr über blöd auf unsere Auszeiten verteilt, durch diese einmalige Verschiebung wurde ich nun aber auch an unserem Wochenende in Konstanz verschont und Ende August in der Italien-Woche muss ich mir auch keine Gedanken machen, wenn ich in den Pool springen möchte.

Passt es im nächsten Jahr mal wieder so absolut nicht rein, werde ich mit Sicherheit wieder zu Norethisterone greifen.
Dennoch werde ich in diesem speziellen Fall garantiert keine Empfehlung aussprechen, denn jede Frau ist anders und kann anders auf das Hormon-Präparat ansprechen. Hat man früher zum Beispiel die Pille genommen und schon nicht vertragen, wird man mit Norethisterone sicher nicht glücklich werden.
Letztendlich bleibt es eine ganz individuelle Entscheidung bei ganz individuellen Voraussetzungen, ich hoffe aber, dass ich doch eine kleine Lücke im Infomaterial zu diesem Thema schließen konnte.

Liebe Grüße
Eure Kerstin

PS: und bitte gerne Kommentare, aber keine mit erhobenem Zeigefinger nach dem Motto „Wie kannst du nur so fahrlässig der Natur ins Handwerk pfuschen und nicht demütig die Gegebenheiten hinnehmen!“ Das habe ich im Vorfeld bei meiner Infosuche schon oft genug lesen dürfen 😉



Samstag, 22. Juli 2017

HUAWEI P8 LITE 2017 - ERSTE SMARTE EINDRÜCKE



Hallo ihr Lieben,

manche von euch haben es vielleicht schon durch meine Ankündigung auf Facebook mitbekommen: ich bin eine der Auserwählten, die bei den Insidern ein Smartphone, nämlich das aktuelle Mittelklasse-Smartphone (UVP 240 Euro) P8 Lite 2017 von HUAWEI testen dürfen. Nach einer langen Durststrecke ohne Zusagen zu einem spannenden Produkttest ist das natürlich der Hammer, ich habe mich sehr gefreut und werde mich der Sache intensiv widmen… und euch natürlich von meinen Erfahrungen und Einschätzungen berichten. Dabei werde ich als Technik-Fan mit Smartphone-Erfahrung (derzeit habe ich ein LG G5), aber dennoch Laie nicht mit Fachbegriffen um mich schmeißen, sondern den alltäglichen Gebrauch mit „Otto-Normalverbraucher-Worten“ kommentieren. Ich hoffe, das ist in eurem Sinne – Fachartikel gibt es im Netz durchaus genug.



Als Allererstes fällt einem beim Unboxing natürlich eine Sache auf, die man auch sofort bewerten kann:

DIE OPTIK

Das P8 Lite 2017 (ab sofort nenne ich es nur noch P8. Ihr wisst ja nun, um was genau es geht) gibt es in Schwarz, Gold und Weiß. Ich habe es in Schwarz erhalten, nicht unbedingt meine favorisierte Farbe, aber ich muss sagen, dass es doch recht schick aussieht. Das P8 hat einen Aluminium-Rahmen, auf der Rückseite wurde Glas verbaut. Dadurch glänzt es sehr schön, zieht allerdings leider auch Fussel recht gut an. Die Kanten sind abgerundet, das Gehäuse ist mit 7,6mm schön flach, das P8 liegt trotz seiner Größe (14,7 X 7,3cm, Display 5,2 Zoll) sehr gut in der Hand. 



Wer seither ein kleineres Handy aus den diversen Mini-Versionen verschiedener Hersteller hatte, dem wird das P8 riesig vorkommen. Ich bin die Größe durch mein LG G5 bereits gewohnt, das sogar (unwesentlich) größer ist. Insgesamt gefällt mir die Optik des P8 ausgesprochen gut, es wirkt sehr elegant.

ZUBEHÖR

An Zubehör wird in der schicken Schachtel das Nötige mitgeliefert. In der Seite der Zubehörverpackung steckt eine kleine Klammer, mit der man den SIM- und Speicherkartenslot aufdrücken kann. Neben Garantiekarte und Schnellanleitung gibt es zudem ein Micro-USB-Ladekabel mitsamt Netzstecker und einen Kopfhörer.



Bei dem Ladekabel handelt es leider nicht um ein Schnellladekabel (wie lange das Laden braucht, wird noch zu prüfen sein), gut finde ich aber, dass HUAWEI keine speziellen Anschlüsse verbaut und man so mit dem üblichen Micro-USB zurecht kommt. Gerade wenn ich in Urlaub fahre hasse ich es, dass ich für mein LG G5 immer ein extra Kabel mitnehmen muss. Wie viel praktischer ist es doch, wenn man einfach für verschiedene Geräte (Tablet, Kindle...) einfach ein Micro-USB-Kabel mitnehmen und verwenden kann.

Der Kopfhörer ist nicht der Brüller, ein ganz einfaches In-Ear-Teil ohne Polsterung, vom Sound her aber erstaunlich okay. 
 

DIE EINRICHTUNG

ging ratfatz – anschalten, Sprache wählen, SIM- und MicroSD-Karte einlegen und sich an den weiteren Anweisungen entlanghangeln war kein Problem. Selbst wenn man noch nie ein Smartphone in den Händen gehalten hat, dürfte man damit keine Schwierigkeiten haben. Die WLAN-Verbindung ließ sich dabei ebenso problemlos herstellen wie das Einloggen in ein bereits bestehendes Googlekonto, als Smartphoneschutz wählte ich die PIN-Eingabe (alternativ geht auch „Muster“ oder „Passwort).
Während des Verlaufs wird angeboten, das P8 entweder als neues Smartphone einzurichten oder Daten vom alten Smartphone (so man eines hat) zu übernehmen. Da meine Kontakte und Apps im Googlekonto gespeichert sind, wurden sie von dort aus übertragen. Geht das nicht, bietet das P8 die Nutzung eines Programms namens „Phone Clone“ an. Dieses habe ich allerdings nicht getestet und kann euch daher nichts über die Funktionalität und Vorgehensweise erzählen. 



Nachdem mein P8 fertig eingerichtet war, widmete ich mein Augenmerk dem

DISPLAY

Hier handelt es sich um ein Full HD-Display, der Unterschied zum HD-Display meines LG ist bemerkenswert, hätte ich so nicht erwartet. Bilder und Symbole erscheinen messerscharf, die Farben leuchten geradezu. Dadurch ist das Display ausgesprochen gut abzulesen, selbst im Sonnenlicht. Die automatische Anpassung der Helligkeit kann man deaktivieren und manuelle Veränderungen vornehmen, was ich allerdings nicht als sinnvoll empfinde, funktioniert die Automatik doch sehr gut.
Bilder und Videos anzuschauen ist beim P8 das reinste Vergnügen. Auch wenn ich bereits bei meinem LG G5 durchaus zufrieden war, es geht halt doch noch besser.

Kein Screenshot, sondern das Display im Dunklen


Bevor ich zum Ende komme, möchte ich euch noch ein letztes Schmankerl vorstellen, das mich schon jetzt begeistert:

DER FINGERPRINTSENSOR

Hätte man mich noch vor einer Woche gefragt, was ich davon halte, hätte ich „Brauch ich nicht“ gesagt, obwohl mein LG ebenfalls einen solchen hat, den ich aber nie nutzte. Bei einem Test probiert man ja aber alles aus udn das P8 hat mich in nullkommanichts vom Gegenteil überzeugt, denn dieser Sensor ist mehr als praktisch.




Fingerprintsensor im rückwärtigen oberen Bereich





Eingerichtet ist er schnell und einfach: man wird aufgefordert, einen Finger auf den Sensor zu legen, damit er eingescannt werden kann. Nach jeder Speicherung ertönt ein Signal, das Ganze wird so oft in verschiedenen Haltungen wiederholt, bis der ganze Fingerabdruck gescannt ist.
Möchte man nun den gesperrten Bildschirm entsperren, muss man nicht mehr umständlich die PIN (das Muster, Passwort) eingeben, sondern legt einfach den Finger hinten auf den Sensor. Dieser liegt an einer Stelle, die beim ganz normalen Halten des Smartphones bequem zu erreichen ist. So kann man zum Beispiel bei einem Anruf den Bildschirm bereits beim Herausholen aus der Tasche ganz nebenbei entsperren.

Als Rechtshänder wird man wohl den linken Zeigefinger wählen, so habe auch ich es gemacht. Nun sollte man aber auch immer diesen verwenden, als ich das Smartphone einmal ausnahmsweise in der rechten Hand hielt und daher den rechten Finger auflegte, wurde mir der Zugriff verweigert. Und hier ist es genauso wie bei einer PIN-Eingabe: zu oft sollte man diesen Fehler nicht machen, damit das Handy nicht gesperrt wird. Ist aber auch eher unwahrscheinlich 😉

Für den Fall, dass man sich den Finger verletzt und ein dickes Pflaster draufkleben muss, muss man sich keine Sorgen machen. Man muss nicht auf sein Smartphone verzichten, bis der Finger wieder heil ist, denn alternativ lässt sich der Bildschirm natürlich immer noch per PIN & Co. entsperren.

Nun würde mich das Ganze aber nicht dermaßen begeistern, wäre der Fingerprintsensor nur zu diesem Zweck geeignet. Er lässt sich zudem für das Auslösen der Kamera einsetzen und das ist für mich ein absolutes Highlight. Vor allem bei Selfies, aber auch sonst beim Fotografieren mit dem Handy tu ich mir immer ziemlich schwer, den Auslöser an der unteren Kante des Handys zu drücken, ohne alles zu verwackeln. Der Auslöser an dieser Stelle ist einfach unbequem und unpraktisch, vor allem, wenn man mit einer Hand knipsen will. Ganz anders ist das beim Fingerprintsensor, der Zeigefinger liegt beim üblichen Halten des Smartphones sowieso gleich daneben und so knipst man einhändig Selfies ganz ohne Verrenkungen. 



SO VIEL

noch zu entdecken und so viel für heute. Wer Lust hat, kann sich nun noch mein kleines Youtube-Video zum Thema anschauen.



Ansonsten hoffe ich, dass euch diese erste Einführung gefallen und neugierig auf mehr gemacht hat. Begleitet mich doch in den nächsten Wochen bei diesem interessanten Projekt, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße

Eure Kerstin