Donnerstag, 16. Juli 2015

TRAUMURLAUB AUF KOS ISLAND

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mit auf die griechische Insel Kos nehmen, auf der wir in den Pfingstferien wahrlich einen Traumurlaub verbracht haben. Sorry, wenn es etwas mehr Text wird - es gibt halt so viel zu erzählen. Wer nicht lesen mag, der schaut sich einfach die Bilder an ;-)


„Ihr urlaubt auf Kos? Traut ihr euch das noch, die Griechen mögen die Deutschen doch nicht mehr?“ - das hörten wir vor unserer Abreise öfter. Dazu kann ich nur sagen: Quatsch! Von der Krise war für uns nichts zu bemerken, wir wurden wunderbar ver- und umsorgt und so kann ich es gleich vorweg nehmen: wir hatten eine traumhafte Zeit im


==ASTIR ODYSSEUS RESORT & SPA==


Das 5-Sterne-Hotel Astir Odysseus liegt in Tingaki, einem kleinen Ort an der Nordküste der Insel, ca. 22km vom Flughafen entfernt, der aus Hotels, Bars und Tavernen besteht und im Winter so gut wie nicht von den Einheimischen bewohnt ist. Ein reiner Touristenort also, den wir auch nicht besucht haben (das Hotel liegt etwas außerhalb).

Eingang des Hotels


Das Astir Odysseus hat 267 Zimmer verschiedenster Ausführungen. Wir hatten ein sogenanntes Familienzimmer mit einem Schlafzimmer und einem dritten Bett in einem separaten Teil für meinen Mann, unseren Sohn und mich gebucht. Inklusive Flug kostete uns der Spaß mit All-Inclusive-Verpflegung (man kann auch Halbpension buchen) knapp 3000 Euro. An dieser Stelle möchte ich Frau Eberhardt von unserem Stammreisebüro einen ganz herzlichen Dank aussprechen, die sich wieder einmal sehr dafür eingesetzt hat, genau das Richtige für unsere Bedürfnisse zu einem extrem günstigen Preis zu finden.

Der Transfer vom Flughafen zum Hotel dauert trotz der wenigen Kilometer, die dazwischen liegen doch ca. 1 Stunde. Es braucht halt seine Zeit, bis alle Hotels abgeklappert sind, die von einzelnen Reisenden gebucht wurden. Und wir hatten auch nicht das Gefühl, dass es da irgendwie einen direkten Weg gibt, an dem die Hotels allesamt liegen. Langweilig ist es aber nicht, denn die Landschaft ist sehr interessant, vieles ist grün und alles wieder ganz anders als auf Rhodos oder Kreta. Jedenfalls kamen wir ganz schön in der Pampa herum, bis wir am Ziel waren. Dort wurden wir für unsere „Geduld“ gleich einmal belohnt und


==AN DER REZEPTION==


mit einem herzlichen „Willkommen bei uns im Astir Odysseus“ empfangen, der Mann strahlte, als wären wir nicht irgendwelche Gäste, sondern langersehnte Freunde. Die ganze Eingangshalle – denn Foyer kann man da schon nicht mehr sagen – macht einen einladenden, hellen und eleganten Eindruck. Bequeme Loungemöbel laden zum Sitzen ein, Kunstwerke hängen an den Wänden oder stehen mitten im Saal: keine Ahnung, ob die riesige Metallstatue einen bestimmten griechischen Helden darstellt, aber sie ist auf alle Fälle imposant. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen es handelt sich um Odysseus, passend zum Hotel.


Zurück zu dem netten Menschen, der uns an der großzügigen und gut besetzten Theke in Empfang nahm. Er war der einzige Mitarbeiter, der Deutsch mit uns sprach. Man muss nämlich wissen, dass auf Kos im Gegensatz zu Rhodos oder Kreta kaum jemand Deutsch kann, da die Insel hauptsächlich das Ziel britischer Urlauber ist. Für einen Urlaub auf Kos sollte man also entweder Griechisch können oder zumindest halbwegs des Englischen mächtig sein, was für uns kein Problem darstellt (das Englisch, mit Griechisch sieht´s dann doch etwas mau aus *g*).

Wir füllten das Anmeldeformular aus, bekamen die wichtigsten Infos zum Beispiel darüber, wo die Strandhandtücher abzuholen seien und wurden ausdrücklich darum gebeten uns nicht zu scheuen, jederzeit zu kommen und nachzufragen, wenn uns etwas nicht klar sei oder es ein Problem gäbe.

Und schon stand ein Servicemensch da, der unsere Koffer in Empfang nahm, um diese und uns aufs

==ZIMMER==




zu bringen. Dorthin kommt man nicht durch Flure innerhalb des Hotels, sondern außen herum, das heißt die Gänge befinden sich an der Rückseite der Zimmer überdacht im Freien.
Beim Eintreten machte unser Zimmer zunächst einen sehr kleinen Eindruck, da man erst in eine Art Vorraum kommt. In diesem stand links das dritte Bett mit einem Tischchen davor, rechts ein Schrank mit der Minibar und eine lange Bank, die als Kofferbock verwendet werden kann. Ein paar Schritte weiter verengte sich der kleine Raum noch, da es links ins Bad ging und rechts ein großer Kleiderschrank mit Schiebetüren befindet. Doch als wir dann das eigentliche Zimmer betraten, war ich begeistert: ein großer, heller Raum, elegant in Naturtönen gestaltet und mit ausreichend Sitzmöbeln, einem Schreibtisch mit Schubladen, Nachtkästen und einem bequemen Doppelbett ausgestatten hieß uns willkommen. Mein Sohn tat mir mit seiner „Bettnische“ zunächst etwas leid, aber er meinte, ihm würde das ausreichen und würde er sich tagsüber im Zimmer aufhalten, müsse er sich ja nicht auf den Vorraum beschränken. Auch zum Fernsehen würde er es sich zwangsläufig auf unserem Bett bequem machen. Hauptsache er müsse nicht die Nacht im gleichen Raum wie die „Alten“ verbringen, was durch die Zwischentür ja zu verhindern war. Da hat er auch wieder Recht und ich finde es toll, dass er keine übertriebenen Luxusansprüche hat.

Rechts ins Bad, Blick zum Vorraum


Die Wand zum Balkon hin bestand komplett aus einer großen Glasfront mit breiter Schiebetür, dadurch wurde das Zimmer wunderbar mit Licht durchflutet. Leicht vorzuziehende Verdunkelungsvorhängen ließen aber auch darauf hoffen, morgens nicht allzu früh von der Sonne geweckt zu werden. Der Balkon selber gefiel uns ebenfalls sehr gut: er war mit bequemen Loungesesseln und einer Sitzbank aus Polyrattan mit dicken, weichen Polstern ausgestattet. Ein interessanter Tisch, bestehend aus einer Glasplatte auf einem Polyrattansockel komplettierte das edle Bild. Der Platz reichte für drei Personen locker aus, überdacht war der Balkon ungefähr etwas mehr als bis zur Hälfte. Witzig fanden wir, dass darum gebeten wird keine Handtücher zum Trocknen über das Geländer zu hängen – aus ästhetischen Gründen? Die Gäste, die sich zunächst nicht daran hielten wurden schnell zum Umdenken gezwungen und zwar durch die Möwen und Tauben, die sich gerne auf den Dächern aufhielten. Einmal Vogelkacke auf dem Handtuch und schon trocknet man die selbigen gerne woanders.



Das Bad war nicht allzu groß, aber man konnte sich – so man wollte – durchaus auch zu zweit darin aufhalten. Die obligatorische Badewanne mit Duschvorhang ist mir zwar nicht so lieb, wie es eine Duschkabine wäre, aber mein Mann freut sich dafür immer umso mehr, wenn es eine Wanne gibt. Die Halterung für den Duschkopf war gut und stabil angebracht, der Wasserdruck passend und es gab auch keine Überschwemmungen beim Duschen. Das breite Waschbecken bot absolut ausreichend Platz für sämtliche Utensilien, die man bzw. frau so braucht, auf einer Schale waren Shampoo-, Duschgel- und Conditionerfläschchen sowie eine kleine Seife platziert, Schminkspiegel, Föhn, drei Waschlappen und eine Wandbox mit Kosmetiktüchern ergänzte das Ensemble. In der linken Ecke befand sich die Toilette, gegenüber davon ein großer Handtuchhalter mit je drei Hand- und Duschtüchern. Die Lüftung war nicht allzu laut, wenn es etwas zu bemängeln gäbe, dann wäre es höchstens die Beleuchtung. Das Bad war etwas dunkel, mir reichte das Licht aber aus, auch zum Schminken abends.



Unser Kofferträger stellte übrigens nicht nur das Gepäck in diesem Wohlfühlambiente ab, sondern zeigte uns sofort, wo die Minibar war, erklärte uns, wie die Klimaanlage (zwei getrennt geschaltete für Vor- und Hauptraum) funktioniert und wie man die Schrank- und Badezimmertüren öffnet. Das war nämlich etwas tricky, da gibt es keinen Griff, sondern eine eingelegte Klappe, die man unten herausheben musste, damit man die Türen aufdrücken bzw. zur Seite schieben kann.
So viel Einsatz und Service habe ich von einem Kofferträger noch nie erlebt, da hatte er sich natürlich ein dickes Trinkgeld verdient.

Unser Zimmer direkt am Hauptpool ist natürlich nur eine Art von Unterkünften, die über die ganze Anlage verteilt sind. Um euch ein genaueres Bild aller Möglichkeiten vermitteln zu können, möchte ich auf mehr eingehen, nämlich auf

==DIE GESAMTE HOTELANLAGE==


die sehr großflächig ist, wodurch sich die Gäste selbst bei ausgebuchtem Hotel nicht auf die Zehen treten, sondern bestens verteilen. Trotzdem gibt es erstaunlicherweise keine weiten Wege, egal wo man untergebracht wird.


Ein kleines Modell der Anlage steht in der Lobby

Durchquert man die Lobby, geht es rechts nach unten in den Spa- und Gym-Bereich, links kommt man nahezu nahtlos in die „Sirens“-Bar, die Hauptbar mit Loungemöbeln und einer langen Theke, an der man sich mit diversen Cocktails, Wein, Bier oder antialkoholischen Getränken von 10:00 – 1:00 Uhr eindecken kann. Ab dem frühen Abend wird man auch an den zahlreichen Tischen auf der großen Terrasse vor der Bar bedient. 




An der von der Terrasse abgewandten Seite des Innenraums befinden sich ein Juwelier (die scheint es in jedem Hotel auf griechischen Inseln zu geben) und ein kleiner Shop, der neben den üblichen Souvenirs auch Dinge für den täglichen Gebrauch wie Sonnencreme, Zigaretten und Feuerzeug, Postkarten und Briefmarken etc. bereithält.

Von der Terrasse aus hat man den Blick genau auf den großen Hauptpool, um den zahlreiche und vor allem ausreichend viele superbequeme Liegen mit dicken Polstern und diverse Sonnenschirme gruppiert sind. Links und am hinteren Ende des Pools liegen im dreistöckigen Gebäude Zimmer, so auch unseres. Rechts führt ein überdachter Gang am Pool vorbei in die weiter hinten liegenden Regionen der Anlagen. 





Folgt man diesem, kommt man an einem kleinen Platz vorbei, der für Animationsangebote wie Yoga, Zumba oder Tischtennis genutzt wird, an sanitären Anlagen, am Miniclub-Gebäude (wo man auch seine Strandtücher abholen und wechseln lassen kann) bis zu weiteren Gebäuden mit Gästezimmern, die über einen Privatpool (gemeinschaftlich für ca. 3 Zimmer) verfügen. Den Abschluss bilden die „Dawn“-Beachbar (wo nachmittags auch Kaffee und Kuchen serviert wird) und die Taverne „Argo“, nebst einem weiteren großen Gebäudekomplex parallel zum Meer mit einer wirklich riesigen Poolandschaft. Zwischen Poollandschaft und dem Meer hat man noch die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme am grobsandigen schmalen Strand in Beschlag zu nehmen.

Im roten Kreis: unser Zimmer


Überall verschönern Beete das Bild, entweder mit Blumen oder mit mediterranen, in der Sonne wunderbar duftenden Kräutern bepflanzt. An den Säulen des überdachten Gangs rankt Duftjasmin empor, am Boden mit Basilikum umsäumt – neben den dort angebrachten Lautsprechern mit dezenter griechischer Musik der Grund, warum wir uns unseren Poolplatz stets auf dieser Seite suchten.

Alles in allem herrscht viel Platz für das gesamte

==PUBLIKUM==


das sich als ausgesprochen gemischt herausstellte. Neben Familien mit kleinen Kindern waren ältere und alte Paare (zu zweit oder in Gruppen), aber auch sehr junge Pärchen anwesend. Lediglich in der Konstellation „Ehepaar mit (fast) erwachsenem Kind“ waren wir neben einer weiteren deutschen Familie mit zwei gerade erwachsenen Töchtern scheinbar die Einzigen. Für Halbwüchsige ist die Anlage auch nicht unbedingt geeignet, da es keinen Pool mit Rutschen gibt und auch die Sportmöglichkeiten für dieses Alter etwas begrenzt sind. Neben einem Tennisplatz und Bogenschießen wurde da leider nichts angeboten, obwohl im Katalog „Beachvolleyball“ angeboten war – der Platz war vorhanden, aber man hätte selber eine Mannschaft bilden müssen, was für einen Teenie nicht ganz so einfach ist.

Auch die Nationalitäten waren gemischt, neben der geringfügigen britischen Übermacht hörte man Deutsche, Holländer, Franzosen und (ich schätze) Polen sich an den Nebentischen unterhalten. Apropos Briten: man kennt ja die Vorurteile über britische Touristen: laut, freizügig, allzeit besoffen, ordinär und proletisch. Diese Sorte geht dann aber wohl doch eher auf Malle, auf Kos gab es die nicht.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass es extrem viel Pools, Liegen und Sonnenschirme gibt. Demensprechend fand man jederzeit problemlos einen Liegeplatz am Wasser, auch mehrere nebeneinander und es gab keine Liegenbesetzer. Oder besser gesagt, es gab die ersten Tage keine – am drittletzten Tag fiel mir auf, dass Neuankömmlinge bereits gegen 7 Uhr morgens eine Vorhut mit Handtuch bewaffnet zum Reservieren schickte. Das waren gegen alle Vermutungen aber keine Deutschen, sondern… Holländer *g*.

Da die Sprache gerade auf die Nebentischgespräche kam, möchte ich mich als nächstes dem Ort widmen, den ich bisher noch nicht erwähnt habe:

==DAS HAUPTRESTAURANT „ACHILLES“==

Ein großzügiger Innenraum lockt an das reichhaltige Büffet, uns weniger an die Tische und bequemen Stühle dort. Wir setzten uns lieber auf die ebenso bequemen Stühle auf der ebenso weitläufigen Terrasse davor, die reichlich Schattenplätze bot und auf der immer etwas frei war, egal wann man sich zum Essen begab. Die Frühstücks- und Essenszeiträume waren ebenso großzügig bemessen, so dass sich auch alles entzerrte und man selber nicht zu hektiken brauchte, um noch etwas zu bekommen.



Vor dem Restaurant wurde man mittags wie abends von einer jungen Dame empfangen, die mittags nach der Zimmernummer fragte und in ein Buch eintrug, abends einen leckeren Likör nach Wahl (Kirsche, Minze, Banane, Aprikose) anbot. Warum auch an den Tischen stets nach der Zimmernummer gefragt wurde, wenn die Getränkebestellung aufgenommen wurde ist mir bis heute schleierhaft, da wir mit unseren AI-Armbändchen ja klar zu erkennen gewesen waren. Hat wohl irgendwelche logistischen / statistischen Gründe und störte ja auch nicht.

Kaffee zum Frühstück, sowie Wein, Wasser und Cola/Fanta wurden an den Tisch serviert, Tee, Cappuccino und Saft (Orange, Ananas, Grapefruit, Apfel) musste man sich an einer Getränketheke selber holen. 



Wo fange ich an, wo höre ich auf? Die gesamte Vielfalt aufzuzählen wäre ein Ding der Unmöglichkeit, es gab alles, was das Herz begehren könnte und wer an diesem Büffet nichts für sich zu Essen fand, dem war nicht mehr zu helfen.

Ob Herzhaftes wie Speck, Würstchen, Bohnen, Pilze, frisch gebratenes Omelett, Spiegel- oder Rührei, kleine Quiches, überbackene Tomaten, mancherlei Käse- und Wurstsorten… dazu zahlreiche verschiedene Brot- und Brötchensorten… oder Süßes wie diverse Marmeladen, Müslis und sonstige Cerealien, Fruchtjoghurts, frisches Obst, griechischen Joghurt mit frischen Erdbeeren, Pancakes und Waffeln… da fiel die Auswahl ebenso schwer wie mittags und abends, bei Salaten, kalten Platten, Pasta, Schafskäse und Tsatsiki, Fisch, mehrerlei Fleischspeisen von Rind über Kaninchen, Lamm und Schwein bis Geflügel, Kroketten, Reis, Pommes, Kartoffeln, Frisches aus der Grillstation, Gemüse… und zum Nachtisch natürlich leckere Puddings, kleine Kuchen, Obst und Eis.



Alles in höchster Qualität, frisch zubereitet und ausgesprochen schmackhaft – und da ich mich hauptsächlich an die griechischen Speisen mit viel Gemüse, Fleisch und Fisch und wenig Beilagen gehalten hatte, nahm ich trotz Nachtisch (dem ich nicht widerstehen konnte) und täglicher Schlemmerorgien gerade mal 600 Gramm zu. Faszinierend, nicht wahr? :-)


Vorspeise, wie ich sie meistens zusammenstellte

Mein Frühstück

Sohns Frühstück


Neben dem guten Essen muss unbedingt die Freundlichkeit des Servicepersonals gelobt werden. Lange Wartezeiten auf Getränke oder darauf, dass das Geschirr von Vorgänger abgeräumt wurde gab es nicht. Dabei hatten alle Zeit für ein paar nette Worte, ein freundliches „How are you?“ und nach ein paar Tagen sogar für kurze, persönliche Gespräche. So unterhielt ich mich zum Beispiel mit Irena darüber, ob ich berufstätig sei („Are you working?“) und nach meiner Auskunft, das sei ich nicht, ich wäre für Haus, Garten, Mann und drei Söhne zuständig, meinte sie lachend: „You ARE working!“ Oder ich denke da an Costas, den ich fragte, ob ich meinem leider in den letzten Tagen kränklichen Sohn einen Teller mit Melonenscheiben aufs Zimmer bringen dürfe. Der wollte mir sofort ein Mahl für Sohnemann richten und zum Transport mit Folie abdecken, nachdem mein Junge bei der übernächsten Mahlzeit wieder am Tisch saß fragte er sofort, ob es wieder gut ginge. Nette Gespräche mit den Kellnerinnen der Bar am Abend ergänzten den tollen Eindruck von der Herzlichkeit der Menschen – das ist mehr als

==SERVICE==


zu dem für mich auch die Sauberkeit gehört.

Ich habe noch nie in meinem Leben so eifrige und große, dabei diskrete und nicht störende Putzkolonnen in einem Hotel erlebt. Da ich immer als erste von uns Dreien wach war, setzte ich mich oft schon morgens zwischen 7:00 und 7:30 Uhr auf den Balkon, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Von dort aus konnte ich zahlreiche Putzfrauen beobachten, die Fliesen schrubbten und Liegen abwischten, männliche Angestellte, die Steinbodenflächen mit dem Schlauch abspritzten, die als Aschenbecher mit Sand gefüllten Tonamphoren säuberten und den Pool reinigten. Dieser wurde auch mehrmals täglich auf seinen PH-Wert überprüft.



Unser Zimmermädchen war nicht weniger gründlich, sowohl das Zimmer als auch das Bad war jederzeit bis in den letzten Winkel blitzsauber. Dass sie natürlich nicht mehrmals täglich jedem Vogelschiß auf dem Balkon hinterher rennen konnte ist klar, aber am nächsten Tag war wieder alles paletti.

Apropos Vogelschiß: eines Abends gab es ziemlich spät einen solchen auf der Bar-Terrasse (nicht alles Gute kommt von oben). Wie aus dem Nichts stand sofort eine Dame mit Wischmopp da und entfernte diesen. Genauso im Restaurant: ein Fleck? Schon weg. Ich hab mich manchmal gefragt, ob die das riechen oder irgendeinen Schmutzsensor eingebaut haben, so schnell wurde das „Problem“ erkannt und gebannt...


... ich glaube, an dieser Stelle mache ich für heute Feierabend. Ich will euch bei der gerade herrschenden Hitze (bei uns hatte es heute wieder über 30 Grad) nicht überfordern und erzähle den Rest in den nächsten Tagen. Ist das okay für euch? 

Ich wünsche allen einen schönen Abend, vielleicht mit einem schönen Glas Wein draußen - so werde ich es jetzt zumindest machen ;-)

 Liebe Grüße

 Eure Kerstin