Montag, 25. Juli 2016

DR. SCHEFFLER BODY CONTROL - MEIN FAZIT STEHT

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich im dritten und letzten Bericht zu den Body Control Diät-Shakes von Dr. Scheffler mein Fazit ziehen. Ich gestehe es euch gleich am Anfang: ich habe versagt ;-). Zum ersten Mal habe ich ein Projekt nicht bis ganz zum Ende durchgezogen, andere Tester/innen shaken noch fleißig bis zum 31. Juli.

Produktfoto von der Webseite


Nachdem ich vorletzte Woche Magenprobleme hatte und deswegen auf die Shakes ein paar Tage verzichtete, wollte ich am Montag letzter Woche wieder voll durchstarten. Erstaunlicherweise hatte ich nach einem Wochenende, an dem ich mich zwar nicht der Völlerei hingegeben hatte, aber doch kaum darauf geachtet hatte, dass ich nur kalorien- und kohlehydratarme Lebensmittel zu mir nehme, weitere 100g abgenommen.  Mit 80,6 Kilo ging es nun erneut mit einem Zitronen-Shake los. 

Dienstag machte ich mir ebenfalls wieder einen, trank die Hälfte und bemerkte Stunden später, dass die andere Hälfte immer noch herumstand. Ich dachte eigentlich, ich hätte den Shake ganz getrunken, ich hatte auch keinen Hunger, aber anscheinend hatte mein Unterbewußtsein mir einen Streich gespielt und die Aufnahme des Diät-Getränks schlicht verweigert. Genau da war der Punkt dann erreicht, wo ich ganz bewußt beschloss, dass ich nicht mehr mag - ich sehe nicht mehr ein, warum ich mir Tag für Tag ein mir viel zu süßes Getränk einverleiben soll, von dem mir manchmal sogar fast schlecht wird.

Nun ist es ja nicht so, dass ich deswegen gar nichts mehr zum Thema sagen könnte, denn nach dem Absetzen der Shake-Ernährung kann ich etwas überprüfen, dass bei jeder Diät als großes Schreckgespenst im Hintergrund lauert:

DER JOJO-EFFEKT

Mein neuer Plan war nun, die gezielte, kalorien- und kohlehydratarme Ernährung für den Rest der Testphase beizubehalten. Statt der Shakes trank ich mittags einen frischen, selbergemachten Smoothie mit Obst und Buttermilch, OHNE Zucker. Je nach Obstsorten hat so ein Smoothie zwischen 200 und 300 kcal, also auch nicht mehr als ein Body Control Shake (zur Erinnerung, der hat 261kcal). Schmeckt mir aber sehr viel besser.

Zutatenliste


Bis Freitag nahm ich damit sogar noch einmal 200 Gramm ab und startete mit 80,4 Kilo ins Wochenende. Das es leider in sich hatte ;-)
Freitag abend waren wir auf einem Geburtstag, es wurde gegrillt, wobei ich nur Fleisch und Salat aß und auf Brot (sprich Kohlehydrate) verzichtete. Die Kalorien kamen an diesem Abend demnach vom bösen Prosecco.
Samstag abend folgten wir der zweiten Geburtstagseinladung, wieder mir leckeren Sachen vom Grill und dem einen oder anderen Gläschen Wein. Und am Sonntag ging es als Folge dieser Feier zu einem Restefest... heute morgen zeigte mir die Waage 80,9 Kilo an, also 500g mehr.



Aber mal ehrlich: wundert es euch, wenn ich euch sage, dass auch diese Form der Diät eine komplette Ernährungsumstellung erfordert, wenn der Jojo-Effekt nicht zuschlagen soll? Mich nicht und auch Dr. Scheffler nicht. Auf der Webseite wird es ja auch betont: "Darüber hinaus ist für einen dauerhaften Diäterfolg eine ausgewogene und gesunde Ernährung während und insbesondere nach der Diät unabdingbar"

Apropos

DIE WEBSEITE

Die finde ich wirklich gelungen, man wird nicht mit den Shakes allein gelassen, sondern ganzheitlich unterstützt. Es gibt Abnehm- und Ernährungstipps (nun ja, so ganz neu sind diese für die meisten sicher nicht, wie zum Beispiel "Langsam essen", "Bewegung" oder "Viel Flüssigkeit"), es gibt Rezeptvorschläge oder auch einen Fitnesstest mit drei Workout-Videos für unterschiedliche Fitnesslevels.

Workout-Video 25 Minuten

Die Frage, die sich mir da allerdings stellt: wenn ich diese ganzen Tipps befolge, wozu brauche ich dann noch Diätshakes?

FAZIT

Mich konnte Body Control nicht wirklich überzeugen, was aber natürlich hauptsächlich daran liegt, dass mir die Shakes nicht nicht schmecken und zu süß sind.

Vorteilhaft ist an der sogenannten "Formula"-Diät der hohe Anteil von drei besonders hochwertigen Proteinen und allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, essentiellen Fettsäuren und Spurenelementen. Eiweiß macht satt, zudem hat viel Eiweiß den Effekt, dass der Stoffwechsel angekurbelt wird und ein Drittel der Kalorien, die in Eiweiß stecken, auf der Stelle wieder verbrannt werden.

Auch sind keine Konservierungsstoffe und künstliche Aromen enthalten, dafür aber "natürliche" Aromen, von denen ich leider auch nicht viel halte, die aber kaum vermeidbar sind.

Viel Eiweiß - die Aminosäurenliste


Extrem negativ und deswegen für mich absolut unverständlich ist die Tatsache, dass in einer Portion dermaßen viel Zucker enthalten ist - 17 bzw. 18 Gramm Zucker (je nach Sorte) rühre ich mir in kein Getränk hinein. Wird die Bauchspeicheldrüse mit so einer Zuckerbombe konfrontiert, legt sie mir einer extremen Insulinproduktion los, was dann paradoxerweise zu einer Unterzuckerung führen kann. Ich selber habe diese Auswirkung bei mir zwar nicht bemerkt, aber es gibt einige Testerinnen, die von Heißhungerattacken berichteten.

Schaut man auf die Zutatenliste, findet man neben dem Zucker (Glucosesirup) auch nocht zweierlei Süßungsmittel (Natriumsaccharin und Sucralose) - ist das auch noch nötig? Kein Wunder, dass mir das alles zu süß ist.

Für jemanden, der an Kuchen und Schokolade nicht vorbei kommt, kann es sicher sinnvoll sein, mit einem Shake eine Mahlzeit zu ersetzen und damit gleichzeitig seinen Bedarf an Süßem zu stillen. Es muss aber jedem klar sein, dass er um eine Auseinandersetzung mit seiner Ernährung und einer Umstellung derselbigen nicht umhin kommt, will er den Jojo-Effekt vermeiden. Es ist nicht damit getan, mal ein paar Wochen Shakes zu trinken und das war´s dann.

Ich enthalte mich diesmal einer Empfehlung, rate aber auch nicht ab. Die Shakes sind schließlich nicht ungesund und letztendlich muss jeder selber wissen, ob er so etwas ausprobieren möchte und den Preis ab 10,50€ im Netz (UVP 17,95€) für 16 Mahlzeiten ausgeben möchte. 

Für mich hatte das Projekt den Nutzen, dass ich mich zum ersten Mal nicht nur oberflächlich, sondern intensiver mit meiner Ernährung auseinander gesetzt habe. Ich habe festgestellt, dass ich mit Low Carb durchaus Gewicht verlieren kann, dass ich aber nicht den Rest meines Lebens auf Genuss verzichten möchte. Ich behalte also mein kleines Wohlstandsbäuchlein mit gutem Gewissen, achte in Zukunft darauf, die Balance zu halten...



... und im Italien-Urlaub in drei Wochen esse ich meine Pasta - Basta!!!

Liebe Grüße
Eure Kerstin