Samstag, 30. Mai 2015

ICH GUCKE SMART TV - 48PFS8159 PHILIPS 8100

Hallo ihr Lieben,

bevor ich mich in den Urlaub verdrücke, möchte ich euch kurz noch etwas erzählen. Manche von euch haben vielleicht mitbekommen, dass ich bei den TV Movie Scouts einen Fernseher testen darf, genauer gesagt einen Smart-TV von Philips aus der 8000er Serie. Ich hatte mich ohne viel Hoffnung zu diesem Test beworben, da ich mir wenig Chancen ausrechnete: wir haben weder Kabel noch Videoabos oder Bezahlfernsehen, sondern schauen ganz einfach das ganz normale Fernsehprogramm über Satellitenschüssel. Umso so überraschter und erfreuter war ich über die Zusagen - die Scouts decken wirklich immer die ganze Bandbreite an Testern von "Profi" bis "Neuling" ab und so kam ich auch in den Genuß.

Ehrlich gesagt hatte ich bis dato nicht die geringste Ahnung, was genau ein Smart-TV eigentlich ist. Vielleicht geht es manchen von euch genauso, weswegen ich erst einmal eine kleine Definition geben möchte - abgeschrieben, denn

WIKIPEDIA SAGT:

"Smart-TV...ist die Bezeichnung für Fernsehgeräte mit Computer-Zusatzfunktionen, insbesondere Internet-Fähigkeiten. Smarte Fernsehgeräte haben Zusatzschnittstellen wie USB, Netzwerk, WLAN und Speicherkarten. Die wichtigste Zusatzfunktion ist für die Hersteller die HbbTV-Funktionalität."

Ups, schon das nächste erklärungsbedürftige Wort: HbbTV bedeutet, dass zusätzliche Informationen des Programmanbieters angezeigt werden, "wobei diese sowohl über das Fernsehsignal  als auch über eine Internetverbindung bezogen werden. Damit werden umfassendere Möglichkeiten zur Informationsdarstellung und Navigation bereitgestellt."

 Okay, dann schauen wir mal...

AUSGEPACKT


Vorletzten Freitag traf das TV-Gerät bei mir ein und ich war erst einmal erschlagen. Dass 48 Zoll nicht klein sein würden, war mir zwar klar. Dass aber ein solcher Riese in meinem kleinen Wohnzimmer stehen würde allerdings nicht. Unser "alter" (ein 38-Zoll-Philips) Fernseher ist da schon um einiges kleiner und so ganz passt der neue auch nicht in die Aussparung der Schrankwand, die vor den TV vorgesehen ist. Macht aber nichts, dann geht halt die eine Tür der Vitrine nicht mehr auf *g*.


Normalerweise überlasse ich Aufbau und Installation solcher Geräte meinem Mann, aber diesmal konnte ich nicht abwarten, bis er irgendwann spät abends vom Geschäft heim kommen würde. Also machten mein Sohn und ich uns an die Arbeit. In nullkommanix hatte er den Standfuss angebracht (Wandmontage ist ebenfalls möglich), genauso schnell war das Gerät mit Steckdose und Kabel für die Satellitenschüssel verbunden. 

Das Design des Fernsehers gefällt mir ausgesprochen gut. In Edelstahloptik schön hell gehalten hat er keinen breiten Rahmen, sondern nur einen ganz schmalen silbernen Rand. Auch die Tiefe beträgt lediglich 1,5cm, so dass man wirklich von einem ultradünnen Gerät sprechen kann, das trotz seiner Größe leicht und überhaupt nicht klobig oder plakativ wirkt. So liegt der Fokus des Auges ausschließlich auf dem TV-Bild.




Nun kam der spannende Moment: was habe ich mich bei früheren Geräten schon mit dem Sendersuchlauf herum geärgert. Hier ging es superschnell und ohne Probleme. Im ersten Anlauf haben wir "Deutschland und freie HD-Sender" ausgesucht, allerdings sind viele HD-Sender der Privaten nur teilweise unverschlüsselt und wir haben kein Bezahlfernsehen. Da in der Liste die ganzen HD-Sender vorne stehen, habe ich den Suchlauf erneut gestartet und nur "Deutschland und Schweiz" gewählt.



Innerhalb der gesamten Kanäle kann man keine Sender verschieben. Um aber seine Lieblingssender schnell bei der Hand zu haben, kann man diese als Favoriten markieren und in dieser Favoritenliste so sortieren, dass der persönlich wichtigste Sender auf 1 kommt, weniger oft gesehene weiter hinten stehen. Ich hab also gleich mal "meine" Sender favorisiert, bevor Disney Channel, Comedy Central und Pro7Maxx auf den Plätzen 1-3 erscheinen ;-) 



Dem Philips-TV liegt leider keine Bedienungsanleitung bei, was mich zunächst irritierte. Allerdings ruft man mit der Home-Taste der Fernbedienung bzw. der "Zahnrad"-Taste für die Konfiguration alles auf, was man so braucht und wird meines Erachtens sehr gut durch das Menü geleitet. Mit der Zeit und relativ schnell hat man den Bogen raus und weiß, was wo ist. Und wenn nicht, hat man mit der "blauen" Taste (ist nicht wirklich blau, hat nur einen blauen Strich als Kennzeichnung) ruck zuck die Hilfe aufgerufen, wo man sowohl eine Bedienungsanleitung als auch eine Stichwortsuche findet. Wenn alle Stricke reißen - was bei mir nicht der Fall war - findet man unter download.p4c.philips.com/files/4/48pfs8159_12/48pfs8159_12_dfu_deu.pdf eine Anleitung im Netz.

Soweit war nun alles superschnell und supereinfach eingerichtet, als erstes überzeugte mich die

BILDQUALITÄT

Natürlich war ich einen so großen Bildschirm nicht gewohnt, unser alter Philips hat jedoch eine sehr gute Bildqualität. Ich war gespannt, ob der Smart-TV damit mithalten würde können. Das kann er absolut, die Farben sind sehr natürlich, die Kontraste perfekt, auch der Schwarzwert stimmt - dunkle Bilder sind unverfärbt (Schwarz ist Schwarz und nicht dunkelgrau) und weisen dabei immer noch Konturen auf. Das Bild ist gestochen scharf, besonders natürlich bei den von uns empfangbaren HD-Programmen wie ARD und ZDF. Da ich HD vorher nicht hatte und immer dachte, soooo groß kann der Unterschied doch nicht sein, war ich davon besonders fasziniert. Die Privaten senden durchaus auch scharfe Bilder, aber HD ist schon noch mal eine Nummer besser, wovon ich mich jetzt überzeugen konnte.



Eine Kleinigkeit stört mich allerdings am Bildschirm, zwar nur minimal, aber dennoch: er spiegelt relativ stark. Vielleicht tat das unser kleinerer TV auch, aber da fiel es zumindest nicht auf. Ich sitze mit Fenster im Rücken vor dem TV und in der oberen linken Ecke sehe ich den Garten draußen, vor allem bei dunkleren Szenen. Es ist jetzt nicht gravierend, gehört aber erwähnt. 



Etwas enttäuscht war ich im ersten Moment auch vom

SOUND

Der kam mir nämlich etwas blechern vor. Ich muss dazu sagen, dass wir von unserem alten Philips einen ganz hervorragenden Sound gewohnt waren. Bei diesem, vor ca. 4,5 Jahren gekauft befindet sich der Lautsprecher vorne unten und ist nach vorne gerichtet. Der Verkäufer erklärte uns damals, dass das eine Innovation von Philips sei, die darauf auch das Patent hätten, so dass nur Philips-Fernseher den Lautsprecher an dieser Stelle und damit den tollen Sound hätten.

Beim Smart-TV befindet sich an der Stelle die Kamera (dazu später mehr), die Lautsprecher sind hinten auf der Rückseite und geben den Sound nicht an den Zuschauer, sondern gegen die Wand ab. Klar dass das nicht so toll klingt wie bei unserem alten und ich kann auch nicht ganz verstehen, warum Philips eine Innovation mit Patent, die wirklich etwas bringt bei Weiterentwicklungen wieder abschafft.

Kamera statt Lautsprecher

Wie auch immer, nach ein oder zwei Tagen hatten wir uns an diesen "Rückschritt" gewöhnt. Bei Bild und Ton kann man natürlich auch verschiedene Einstellungen vornehmen, beim Bild war es für uns nicht nötig, etwas zu verändern, den Sound haben wir angepasst und für unsere Ohren damit verbessert. Selbstvertändlich kann man auch ein Heimkino-System oder eine Soundbar anschließen, womit das ganze Sound"problem" irrelevant wird. Da wir aber solche nicht besitzen, kann ich das für euch auch nicht ausprobieren.

Der Knüller ist dagegen dann wieder das

AMBILIGHT

Noch nie gehört? Hier ziehe ich noch einmal Wikipedia zu Rate, dort wird das nämlich sehr gut erklärt:

"Ambilight (von engl. ambient „Umgebung“ und light „Licht“) ist eine von Philps entwickelte Technologie für Fernseher, welche das Gerätesichtfeld in der Wahrnehmung des Zuschauers vergrößern und damit die Augen schonen soll. Die Ambilight-Technik verspricht neben dem visuellen Effekt, einen Großteil der Augenbeschwerden zu mindern, die im Zusammenhang mit einem Fernseher als einziger Lichtquelle in einem Raum auftreten."

Ich kenne das Ambilight natürlich von meinem alten Philips-TV und ich hätte mich vermutlich gar nicht für den Test beworben, wenn es um eine andere Marke ohne dieses spezielle Feature, das es nur bei Philips gibt gegangen wäre. Denn Ambilight möchte ich absolut nicht mehr missen.

Die Ambilight-Dioden an der Rückseite des TV


Natürlich sieht es schick aus, wenn die Hintergrundfarben des Lichts im Zusammenhang mit denen des Bilds auf dem Schirm wechseln. Aber das ist nicht der Hauptpunkt für meine Begeisterung seit etlichen Jahren.
Ich bin kurzsichtig, ich bin nachtblind und extrem blendempfindlich. Kein riesiges Problem, aber man kann sich vorstellen, dass meine Augen dadurch auch relativ schnell ermüden und angestrengt sind, wenn die Lichtverhältnisse nicht so gut sind. Das hat sich früher beim langen Fernsehen durchaus bemerkbar gemacht, seit mir mit Ambilight gucken habe ich in dieser Hinsicht überhaupt keine Schwierigkeiten mehr. Es ist also in der Tat nicht nur ein Werbespruch, sondern Tatsache dass Ambilight die Augen entlastet. Ohne Ambilight geht für mich auch vor diesem Test gar nicht mehr!

Leider nicht so gut erkennbar wie "Live" - Ambilight im Hintergrund


Beim Smart-TV kann man das Ambilight nicht nur nach persönlichen Vorlieben (statisch, lebhaft, dezent... ) anpassen, sondern auch bei ausgeschaltetem TV als Loungelight verwenden oder mit den Hue-Lampen von Philips (die wir nicht besitzen) koppeln - dies nur noch zur Info.


ACHTUNG AUFNAHME

Was ist für mich bei einem Fernseher das Wichtigste? Bild, Ton und die Möglichkeit, Sendungen aufzuzeichnen, die ich zu einem anderen Zeitpunkt sehen will. Bis zu diesem Test war unser TV über einen Festplattenreciever an die Schüssel angeschlossen. Da der Smart-TV Reciever für alles integriert hat, war das nicht mehr notwendig. Den Festplattenreciever schlossen wir per Scartkabel separat an den Fernseher an, allerdings nur zum Anschauen bereits aufgenomme Sendungen und DVDs. Da er so kein Signal empfängt, kann man damit auch nicht mehr aufnehmen.

Die Lösung: per USB wird eine externe Festplatte an den Fernseher angedockt.  Diese muss formatiert werden, wodurch das Gerät aber wieder einmal sehr gut anleitet und durch die Vorgehensweise führt. Anschließend hat man drei Möglichkeiten:

1. Live-Pause: Anhalten der laufenden Sendung, wodurch diese zwischengespeichert wird und erst weiter geht, wenn man die Starttaste bedient. Es wird nichts fest auf der Festplatte gespeichert.
2. Direktaufnahme: hier drückt man auf die Taste der Fernbedienung mit dem roten Punkt und es wird aufgenommen und gespeichert, was man gerade anschaut. 
3. Programmierung über den TV-Guide: man kann sehr schnell und bequem Sendungen in der Zukunft einspeichern. Was genau man da machen muss, möchte ich jetzt nicht aufzählen, Fakt ist aber, dass die Daten über die Senderinformationen bzw. dem Internet gezogen werden und man nur anklicken muss, was man programmieren möchte. Easy :-)



Meine erste Aufnahme einer Serienepisode klappte auch einwandfrei und kann angesehen werden (unter "Aufnahmen" die Sendung anwählen und mit OK starten). Donnerstag nacht programmierte ich zwei Folgen der Serie "Outlander"... und war gefrustet, denn sie lassen sich nicht anschauen. Nach Klick auf OK springt es immer wieder in die Aufnahmeliste zurück. Weitere Sendungen dagegen, die ich danach aufnahm sind wieder anschaubar. Woran es liegt? Dem TV, der Festplatte oder VOX? Keine Ahnung, Fehlermeldung gibt es keine und auch ein Servicemitarbeiter, mit dem ich kürzlich telefonierte, konnte mir das nicht erklären.

Im Großen und Ganzen funktioniert die Sache aber recht einfach und schnell. Ist eine Sendung im TV-Guide noch nicht vom Sender her aufgeführt, kann man auch manuell Sender und Zeit programmieren. Leider aber - egal mit welchem System - nur für 8 Tage in die Zukunft, ein Manko, wenn man 14 Tage in Urlaub fährt.

Noch ein paar Worte zur



FERNBEDIENUNG

Die sieht schick aus, liegt gut in der Hand und ist übersichtlich. Die Sondertasten sind recht gut symbolisiert und mit etwas Übung hat man schnell im Kopf, welche Taste für was gilt. Übliche Tasten wie für Lautstärke oder das Umschalten findet und benutzt man intuitiv.





Auf der Rückseite befindet sich eine an das QUERTZ-System angelehnte Tastatur, die ebenfalls schnell und leicht zu bedienen ist. Diese benötigt man für diverse Internet-, App- und sonstige Situationen, auf die ich in meinem nächsten Bericht näher eingehen werde.




Denn

FÜR HEUTE

mache ich Schluß, ich sehe schon: über diesen Fernseher gibt es so viel zu erzählen, dass ich das nicht auf einen Rutsch anbringen kann. Während ich mich heute mit dem ganz normalen Ferngucken beschäftigt habe, werde ich in meinem nächsten Bericht (auf den ihr leider eine gute Wochen warten müsst) das Internet, Netzwerk, Handyverbindungen, Apps.... oh ja, da kommt noch eine Menge auch euch zu ;-)

Während mein Mann, mein Jüngster und ich weg sind, hat mein ältester Sohn diverse Testaufgaben für den Smart-TV bekommen - so bleiben wir trotzdem in der Testphase am Ball und steigen in der dritten und letzten Woche wieder frisch erholt ein.

Nun düse ich erst einmal ab in den Urlaub, eure Kommentare (auf die ich mich wie immer sehr freue) beantworte ich auf alle Fälle danach. Euch allen eine gute Zeit...

Liebe Grüße
Eure Kerstin