Freitag, 4. August 2017

SMART GEHT ES WEITER - KAMERA UND AKKU DES HUAWEI P8 LITE 2017

Hallo ihr Lieben,

zum zweiten Mal widme ich mich heute dem Huawei P8 Lite 2017, dem Smartphone, das ich bei den Insidern derzeit testen kann. Nachdem ich euch im vorletzten Blogpost etwas über meine ersten Eindrücke, die Optik, die Einrichtung und den Fingerprintsensor erzählt habe, möchte ich mich heute zwei Themen zuwenden, die sicher die meisten Smartphonenutzer besonders interessieren.


Die Kamera im Test bei Tag

Da wäre zunächst einmal

DIE KAMERA

Als engagierte Hobbyfotografin stelle ich durchaus etwas höhere Ansprüche an eine Kamera. Vor ein paar Jahren noch wäre es mir im Traum nicht eingefallen, mit einem Smartphone zu fotografieren und ich habe auch nie die Menschen verstanden, die zum Beispiel im Urlaub ausschließlich damit ihre Erinnerungen festhalten. Auch heute noch würde ich nie auf meine kompakte Travellerzoomkamera und/oder meine Systemkamera verzichten und ich erwarte von einem Smartphone welcher Preisklasse auch immer nicht die selbe Bildqualität. Dennoch nehme ich mittlerweile zwischendurch mal das Handy zum Fotografieren, bin auch bei Instagram unterwegs. Auf einen gewissen Standard möchte ich dabei nicht verzichten und war deswegen besonders neugierig, was das P8 in dieser Hinsicht leistet.

Sonnenhut, aufgenommen mit der 12MP-Kamera des P8


Was soll ich sagen? Ich bin mehr als zufrieden, die 12 MP Hauptkamera und die 8MP Frontkamera machen scharfe und detailgetreue Fotos, sogar bei schlechteren Lichtverhältnissen, besser sogar als die Kamera meines sehr viel teureren LG G5. Abstriche muss man bei Motiven machen, die stark herangezoomt werden, da wird es dann doch ein bisschen verwaschen und unscharf. In Webgröße sind auch solche Bilder recht ansehnlich, vergrößert bemerkt man aber doch vermehrtes Bildrauschen.

Gezoomte Fotos mit Schwächen


Also lassen wir das Zoomen und machen lieber Selfies. Wie ich bereits erwähnt hatte, ist das für mich im Gegensatz zu früher ein Vergnügen, weil ich mich dabei nicht mehr verrenken muss, um den Auslöser vorne unten zu drücken, sondern mit dem Fingerprintsensor ganz bequem und einhändig auslösen kann. Ein noch schöneres "Selbstbild" bekommt man durch Aktivierung des "Beauty-Modus", den man zuvor in den Einstellungen über "Perfektes Selfie" kalibriert.

Selfie-Schießen ganz bequem


Zu diesen Einstellungen kommt man, indem man bei geöffneter Kamera nach links scrollt. Hier kann man die Auflösung ändern, den GPS-Tag zu- und abschalten, einen Timer einschalten, den Fingerprintsensor aktivieren, ISO und Weißabgleich auf manuelle Werte oder Automatik stellen und die Bildanpassung verändern. Ist die Hauptkamera aktiv, kann man zusätzlich ein Kameraraster wählen oder ein automatisches Auslösen aktivieren, wenn ein Lächeln erkannt wird.

Neben dem Fotografieren kann man natürlich auch Videosequenzen in einer Auflösung bis zu FDH 1080p (16:9 Stereo) aufnehmen, die auf mich ebenso einen sehr guten Eindruck machen.

Scrollt man nach rechts, bietet die Kamera des P8 eine ganze Reihe an Modi: Zeitraffer und Zeitlupe bei Videos, HDR, Wasserzeichen, Audionotiz, Lichtmalerei. Das sind für mich ganz nette Gadgets, aber doch Spielereien, die ich nicht brauche und auch nicht nutzen werde. Sinnvoll erscheint mir dagegen der Panorama-Modus, dessen Ergebnisse mir wirklich gut gefallen und der Profi-Fotomodus, in dem man diverse Werte wie ISO, Blende, Belichtungszeit und Weißabgleich manuell einstellen kann.

Gargoyle bei Nacht


Ich verwende im Prinzip einfach nur den Automatikmodus. Besonders fasziniert hat mich das Fotografieren einer kleinen Gargoyle-Figur in meinem Garten, die im Stockdunklen lediglich ein wenig vom Licht durch die Terrassentüre aus meinem Schlafzimmer angestrahlt wurde - das Bild wurde erstaunlich scharf, das schafft meine Kompakte nicht wirklich besser. Für Lilien in der Nacht setzte ich den Blitz ein, der genau die richtige Helligkeit lieferte, so dass meine Lieblingsblumen weder über- noch unterbelichtet wurden.

Lilien im Blitzlicht


Alles in allem: Nein, es ist keine Spiegelreflex-Kamera, aber eine richtig gute Smartphone-Knipse. Die man auch ausgiebig einsetzen kann, Dank sei hier dem ausgesprochen leistungsfähigen

AKKU



Die Akkuleistung ist nach meinem Empfinden beachtlich. Ich bin keine Hardcore-Nutzerin, die das Smartphone nicht aus den Händen legen kann, aber in den letzten Tagen habe ich das P8 zum Test relativ intensiv genutzt: Minispiele gespielt, viel fotografiert, stundenweise Radio gehört, Bilder per Bluetooth auf den PC übertragen, ab und zu ein Youtube-Video angesehen. Dazu kommen der übliche WhatsApp-Verkehr und das Abrufen von Emails, sowie das Synchronisieren meines Fitness-Trackers mit der Handy-App plus das Anschauen und Prüfen der Werte.

Am 27. Juli um 8 Uhr 30 war der Akkustand bei 100 %. Zwei Tage später um 10 Uhr 15 lag er dann bei 14 %. Das heißt im Klartext, dass der Akku nach knapp 50 Stunden noch immer nicht ganz leer war. Selbst wenn jemand den ganzen Tag ununterbrochen mit dem Smartphone herum daddelt, dürfte er einen Tag lang Freude damit haben, bevor es wieder geladen werden muss. 

Messwerte mit der App "Ampere"


So langsam, wie der Akku sich entlädt, so langsam lädt er leider auch wieder auf. Bei meinem ersten Versuch am mitgelieferten Ladekabel dauerte es sage und schreibe 4 Stunden, bis der Akku von 12% wieder auf 100% geladen war. Das Netzteil von Huawei hat einen Output von 1 Ampere. Zur Prüfung habe ich die App „Ampere“ installiert, die Messwerte lagen bei der Aufladung zwischen 170 und 220 mA.
Bei einem zweiten Versuch schaltete ich das P8 in den Flugmodus, um stromziehende Apps etc. im Hintergrund auszuschalten. Diese Vorgehensweise ergibt einen gewaltigen Unterschied, die Messwerte stiegen auf 590 mA, der Akku war in 2 Stunden 5 Minuten von 14% auf 100% aufgeladen.
Das P8 unterstützt keine Schnellladung, was bei der Verwendung eines Schnelladekabels bestätigt wurde. Dieses hat einen Output von 2 Ampere und müsste mit ca. 800 - 1000 mA laden. Die Messung im Flugmodus ergab lediglich 640 mA, also nicht nennenswert mehr als bei dem einfachen Kabel.

Für mich ergibt sich daraus, dass ich das P8 bei Bedarf rechtzeitig über Nacht laden werde und wenn es mal schneller gehen muss, eben den Flugmodus einschalte. Natürlich wäre eine Schnellladefunktion schön, aber ein großes Problem stellt es für mich nun nicht dar, dass diese eben nicht gegeben ist.

Huawei P8 Lite 2017


NACH GUTEN ZWEI WOCHEN

intensivster Nutzung bin ich immer noch sehr zufrieden mit meinem P8 Lite 2017, aber natürlich werde ich weiterhin detailliert testen und den Projektzeitraum bis zum letzten Tag ausnutzen. Es gibt auch noch das eine oder andere zu berichten, so dass ihr euch auf einen dritten Bericht mit den restlichen Details und meinem Fazit (das ich wie immer nicht vorschnell, sondern ganz am Schluß ziehen werde) freuen dürft. 

Bis dahin liebe Grüße
Eure Kerstin