Donnerstag, 9. Februar 2017

MACHT MICH DETLEF SEXY? BODY-CHANGE AUF DEM PRÜFSTAND (10WBC)


 Hallo ihr Lieben,

bei trnd gab es die Möglichkeit, das Programm "Body-Change" von Detlef Soost zu testen, manchen von euch könnte es auch als Imakeyousexy aus der TV-Werbung bekannt sein. Ich bin ja alles andere als ein Fan von Herrn Soost, aber da ich ein neugieriger Mensch bin, hinter die Werbekulissenschauen wollte und man nie ein Buch nach seinem Cover beurteilen soll, bewarb ich mich und durfte mitmachen.

Das Einführungsvideo


Leute, das ist mir wirklich noch nie passiert, dass ich ein Produkte teste und nichts, aber auch rein gar nichts Positives finden kann. Ich versuche ja immer, objektiv zu sein, über meinen Tellerrand hinaus zu schauen und mir auch zu überlegen, für wen das Getestete etwas sein könnte, wenn es schon für mich nicht taugt. Und so habe ich auch hier gesucht und gesucht... aber nichts gefunden.

Vorab noch: das 10-Wochen-Programm kostet für Otto Normalverbraucher 89,70 Euro, dafür muss meiner Meinung nach durchaus etwas geboten werden. Dann schauen wir mal nach und fangen an mit dem

KONZEPT



Es basiert laut Homepage auf 70% „richtiger“ Ernährung, 30% Bewegung und 100% Motivation, also auf 200% ;-)

Bei der Ernährung handelt es sich im Grunde genommen um eine verschärfte Form der Low-Carb-Diät, bei der auf kohlehydratreiche Lebensmittel wie Zucker, Brot, Nudeln und Kartoffeln verzichtet wird und die es in Variationen schon seit Jahrzehnten gibt (z.B. die Atkins-Diät, Glyx-Diät, Hollywood-Diät). Bei der sogenannten Slow-Carb-Diät wird zusätzlich auf Milchprodukte und Obst verzichtet. Auch dies ist nicht neu, sondern eine „Erfindung“ des US-amerikanischen Autors und Unternehmer Tim Ferriss, der diese Ernährungsform in seinem 2010 erschienenen Buch „The 4-hour Body“ propagiert.


Ernährungsbausteine

Unterschieden wird zwischen erlaubten Lebensmitteln (Fisch, Fleisch, Wurst, Eier, Gemüse, Pilze, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen & Kerne, an Getränken ungesüßter Tee, Kaffee und Wasser), Abnehm-Verhinderern (Zucker, Mehl, Reis, Kartoffeln, Pommes, Müsli, Brot, Nudeln, Obst, Milchprodukte, gesüßte Getränke und Obstsäfte) und Turbos, die man jeden Tag essen sollte („Ingwer, Senf, Zitrone, Chili, Meerrettich, Grüner Tee, Koffein, Eigelb, Avocado, Wasabi und Zimt unterstützen deine Fettverbrennung“).

Den Tag sollte man durchweg mit einer Portion Rührei oder Omelett beginnen, Eier sind ganz allgemein seligmachend. Ein Glas Rotwein am Abend ist erlaubt. Bei den Milchprodukten und Obst gibt es die Ausnahme, dass nach dem Sport eine kleine Portion als Energielieferant erlaubt ist.

Einmal in der Woche hat man den sogenannten „Load Day“, an dem man essen darf, soviel und was man will und seien es drei Stück Torte und zwei Tafeln Schokolade plus eine Riesenportion Spaghetti mit Sahnesauce.

Da man sich in der ersten Woche auf die Ernährungsumstellung konzentrieren soll, kommen sportliche Betätigungen in Form von Workout-Videos erst ab der zweiten Woche dazu. Zweimal 20 Minuten Sport in der Woche reichen laut Herrn Soost absolut aus, dazu kommt allerdings die „Daily Routine“ – dazu später mehr.

Meldet man sich nun zu diesem Programm an, bekommt man Zugang zum Mitgliederbereich und kann nun mit dem 10-Wochen-Programm starten, bei dem man angeblich indiviuell und stetig betreut wird. Unter anderem auch durch eine

COMMUNITY


Eine solche ist bei solchen Programmen ja immer hilfreich, ich kenne das aus bereits getesteten Online-Fitnessstudios (pur-Life) oder Portalen für Fitness und gesundes Leben (GU-Balance). Nur dass es hier nicht wirklich eine Community ist, sondern man lediglich auf die Facebookseite von Body-Change geleitet wird. Wo man Vorher-Nachher-Bilder und diverse Motivationsvideos ungeordnet untereinander sehen, da auch kommentieren oder mal was nachfrage kann… wie auf Facebook eben so üblich und alles schön öffentlich.

Community? Facebookseite!


Ich glaube nicht, dass jeder seine Gewichtsprobleme mit dem gesamten Freundeskreis und der ganzen Welt teilen möchte. Und nicht jeder ist bei Facebook angemeldet oder möchte das wegen BC nachholen. Eine richtige Community ist für mich bei so einem Portal etwas Anderes und für den Preis, den man hier zahlt, kann man eine betreute Community direkt auf der Plattform meiner Ansicht auch verlangen.

Verlangen kann man auch professionell gemachte 

VIDEOS


Das Einführungsvideo auf der Homepage vor der Anmeldung ist noch sehr professionell gemacht und durchaus dazu geeignet, den Abnehmwilligen „auf den rechten Weg zu führen“ und zur Anmeldung zu verleiten.

Doch was bekommt man anschließend an Videos geboten? Es gibt quasi dreierlei Arten: Info- und Motivationsvideos, Kochvideos und Workoutvideos. Und die sind nun alle von dermaßen schlechter Qualität, dass sich mir die Zehennägel aufrollen. 

Workoutvideo


Die Info/Motivationsvideos als auch die Workoutvideos wurden in einem Raum gedreht, der anscheinend ein Büroraum in einem hohen Gebäude liegt und bodentiefe Fenster hat. Hier ist der Ton dermaßen leise und schlecht, dass ich die Lautstärke an meinem Laptop auf 100% hochfahren und trotzdem noch ganz genau hinhören muss, um etwas zu verstehen (normalerweise steht die Lautstärke beim Läppi auf 45 – 50%). Toll ist es, wenn ich danach vergesse, wieder zu reduzieren und mir ein x-beliebiges Video auf anderen Seiten oder ein Musikstück reinziehen möchte… da platzt das Trommelfell.

Herr Soost verspricht ja, dass er dich individuell unterstützt, coacht und begleitet. In den Videos gibt es jeweils 2 Kameras: eine, die Herrn Soost frontal filmt und eine Kamera, die von der Seite aufnimmt. Nun schaut Herr Soost grundsätzlich nur in die Frontalkamera und nicht in jeweils die Kamera, die gerade aktiv ist. Rein psychologisch ist es ein Fehler, wenn ich ihn ab und zu von der Seite anschauen darf, während er weiterhin geradeaus spricht – wo er doch eigentlich „mit mir“ redet.

Kochvideo

Bei Kochvideos richtet sich die Frontkamera abwechselnd in Nahaufnahme auf das Gesicht von Herrn Soost und auf die Lebensmittel vor ihm. Zu häufige Schwenks machen das ganze unruhig, zudem sind sie teilweise auch ziemlich unkoordiniert, so dass zum Beispiel auch öfter mal die Glatze des Coaches begutachten darf, weil er gerade nach unten schaut oder sogar statt Gesicht oder Kochplatte eine Weile der Bauch von Herrn Soost im Bild ist, weil der Kameramann anscheinend nicht weiß, wohin er soll. Wie schön wäre es doch, nur die Seitenkamera in Aktion zu haben, auch wenn ich mich damit nicht persönlich angesprochen fühle.
Auch hier gibt es Videos mit unterirdischer Tonqualität: es hallt, scheppert und brummt, dass die Ohren bluten.

Als „Hobby-Youtuberin“ kann ich von mir sicher nicht behaupten, meine Videos seien absolut professionell, aber wenn ich so etwas in die Öffentlichkeit stellen würde, würde ich mich schämen. Für diese billigste Machart Usern 89 Euro abzuknöpfen ist respektlos und ein Unding.

Aber vielleicht gibt es ja dafür eine riesige Menge an tollen Ideen für

REZEPTE


sind meines Erachtens das A und O für so eine Diät… Entschuldigung, „Ernährungsumstellungs-Plattform“. In der ersten Woche erhält man einen Link, der zu einem Rezeptbuch in PDF-Form führt. Dort gibt es Rezepte für Eiergerichte (8 Stück), Brot und Brötchen (4), Snacks (4), Suppen und Eintöpfe (8), Salate (8), Fleischgerichte (8), Fischgerichte (8), Getränke (4) und Obst-Milch-Bausteine (8).
Meiner Ansicht nach sind das viel zu wenig Rezepte, um sich sein persönliches Ernährungsprogramm zusammen zu stellen. Man mag ja nicht immer alles, so dass das eine oder andere Rezept schon mal nicht in Frage kommt. Für Rührei mit Krabben oder Schinken und Pilzen brauche ich wirklich kein Rezept und ich denke, sogar Kochanfänger würden das ohne Rezept hinbekommen. Auch gekochte Eier, Cocktailtomaten und Feldsalat mit Essig und Öl zu beträufeln bringt mir keinen Aha-Effekt. Auf die Idee, Putenstreifen anzubraten und mit gekochtem Brokkoli zu verzehren, könnte man ebenfalls ohne Rezept kommen und das gut hinkriegen. 

Rührei mit Krabben - eigenes Rezept


Aber es sollen ja mit den Wochen noch mehr Rezepte dazu kommen. In Woche 2 gibt es in der Tat noch 11 Frühstücksrezepte. Das war´s dann aber, ansonsten kann man schon neue Rezepte erhalten… wenn man sich im Shop das Kochbuch kauft. Neue Rezepte soll es auch auf der Facebookseite geben, aber alles, was ich da finde ist Werbung (Vorher-Nachher-Bilder, die Katzenberger hat abgenommen und Shakes Shakes Shakes mit Link zum Shop).

Zusätzlich zu den Rezepten bekommt man in der ersten Woche noch einen Beispiel-Ernährungsplan, in dem die Rezepte einfach über 14 Tage auf die Mahlzeiten verteilt sind, inklusiver einer Einkaufsliste dafür. Individuell ist hier gar nichts, aber es handelt sich wie gesagt um einen BEISPIEL-Plan. Außerdem werden in einer weiteren PDF „Beschleuniger“ (Lebensmittel, die beim Abnehmen helfen), „Verhinderer“ (Verbotene Lebensmittel) und „Turbos“ (Lebensmittel, die den Stoffwechsel erhöhen und einen noch schneller abnehmen lassen) aufgeführt. Eine Liste, auf der man nachschauen kann, ob ein bestimmtes Lebensmittel (z.B. Agavendicksaft) „bodychange-konform“, also erlaubt ist, gibt es leider nicht.

Räuberrouladen mit Paprikakraut - eigenes Rezept


Was mich am meisten stört ist neben dem Fehlen einer solchen Liste die Tatsache, dass es die Rezepte weder in Druckversion noch in einer App gibt. Möchte man etwas nachkochen und nicht den Laptop oder PC mit in die Küche schleppen, muss man sich das gewünschte Rezept umständlich kopieren und ausdrucken. Bei dem Preis, den das Programm kostet, wäre für mich eine App oder zumindest eine Druckversion angemessen. 


WAS IST DENN NUN DIE DAILY ROUTINE?
Diese tägliche Routine soll helfen, das Konzept zu verinnerlichen, damit man es schnell ganz automatisch umsetzen kann. Diese Routine besteht darin, dass man morgens aufsteht, sich als erstes die Zähne putzt und danach 2X20 Übungen durchführen. In der ersten Woche sind das 20 Kniebeugen und 20 Crunches (ihr wisst nicht, was Crunches sind? Wusste ich auch nicht, sind wohl Situps), in der zweiten Woche 20 Lunges (häh?) und 20 Bicycle-Crunches, in der dritten… gibt es keine Vorschläge mehr dazu. Die Übungen sieht man übrigens nur als Foto, wenn man nicht weiß, was genau das ist und wie genau es geht, muss man Tante Google zu Hilfe nehmen und sich mit fremden Videos schlau machen. Wozu sollte BodyChange sich die Mühe machen, das genau zu erklären oder zu zeigen, wenn man es anderen überlassen kann? Vielleicht, weil BC viel Geld von uns verlangt?  


MEINE PESÖNLICHEN ERFAHRUNGEN

möchte ich kurz fassen. Nach dem Anmelden trug ich als erstes meine Daten ein, um anschließend zu lesen, zu lesen, zu klicken, zu suchen, zu lesen. In keinem anderen Programm musste ich zuvor so viel lesen und suchen, um einsteigen zu können. Aber vielleicht hilft das ja auch dabei, sich das Ganze zu verinnerlichen, so mein noch positiver Gedanke.

An der Daily Routine scheiterte ich gleich mal, weil ich ein Morgenmuffel bin, der erst nach 2-3 Tassen Tee starten kann... später hatte ich dann aber keine Lust mehr darauf. 

Rührei mit Pilzen - eigenes Rezept


Ebenso scheiterte ich an den Eiern: Am ersten Tag war meine erste Mahlzeit ganz brav Rührei aus zwei Eiern mit Krabben ohne Brot. Ich mag Eierspeisen eigentlich, aber ohne Brot kriege ich so eine Portion nur schwer runter. Die restlichen Mahlzeiten wählte ich ganz individuell mit erlaubten Lebensmitteln ohne BC-Rezepte, weil mir da nicht wirklich was zusagt.

Am zweiten Tag bereitete ich mir wieder aus zwei Eiern, Pilzen und Schinken eine Frittata zu, die ich ab der Hälfte nur noch mit Widerwillen in mich reinstopfte. Danach war mir schlecht. So schlecht, dass ich bis zum Abend gar nichts mehr essen mochte und mich da dann auf ein kleines Rückensteak mit Salat beschränkte. Am dritten Tag musste ich nur an Eier denken und hatte schon Magengrummeln. Ich vertrage einfach keine Eier ohne Brot dazu und schon der Gedanke, dass ich laut Einkaufsliste 20 Eier in einer Woche essen soll… 

Die Rezepte brachten mich nicht weiter, Rührei kann ich auch ohne Rezept kochen und variieren, der Rest sagt mir kein bisschen zu. Kichererbsennudeln habe ich probiert - die Dinger schmecken so widerlich, da kann man gleich aufgeweichte und zerbröselte Pappe essen.

Die Workouts in der dritten Woche sind in meinen Augen ein Witz: Ich bin alles andere als sportlich, aber ins Schwitzen bin ich absolut nicht gekommen und habe mich richtig gelangweilt beim Turnen. Okay, vielleicht ist eine 120-Kilo-Frau froh, wenn sie gerade mal die Arme heben und senken und 10mal in die halbe Hocke gehen muss, aber selbst die würde dabei sicher nicht so ins Schwitzen kommen wie Herr Soost, dem das Wasser herunterläuft – weil er die Muskeln im ganzen Körper unglaublich anspannt, wie er uns erklärt.

Eine Übung im Liegestütz (den "Bergsteiger") war ein klitzekleines bisschen anstrengender, aber diese von vorne statt von der Seite zu zeigen, so dass man nicht genau erkennen kann, wie weit Herr Soost das Knie nach vorne zieht oder wie tief er in den Stütz geht, ist wirklich gut durchdacht (Ironiemodus!). 

Über die Qualität der Videos muss ich mich ja nicht mehr auslassen, ist klar, dass mich die genervt hat, genauso wie die Art von Herrn Soost, wenn er zum Beispiel von "Fettfresser-Vampiren" erzählt, die durch unsere Bewegungen zur Arbeit in unserem Körper animiert werden (ja sind wir denn im Kindergarten???).

Am Meisten ärgerte mich aber, dass man ständig über irgendwelche Links oder auch mit zahlreichen Emails dorthin geleitet wird, wo man teuer einkaufen soll:

DER SHOP


„Keine Geldmacherei“ heißt es im Infovideo auf der Homepage vor dem Login. Nun ja, es ist ja dennoch nicht verboten, eine Einkaufsmöglichkeit anzubieten, nicht wahr? Allein auf der Startseite im Mitgliederbereich gibt es drei Hinweise (Buttons), die direkt zum Shop führen (zwei davon – „Die besten Abnehmtricks“ und „Aus aller Welt – die besten Body-Change-Rezepte“ – ohne dass man es vorher erkennen könnte, dass man da nur einkaufen soll). Unterschwellig bekommt man auch ständig vermittelt, dass es mit den BC-Produkten noch schneller und noch besser und noch leckerer geht... 

Startseite Mitgliederbereich - gleich zwei versteckte Links zum Shop


Im Shop gibt es Protein-Shakes und Fertiggerichte, Low-Carb-Backmischungen und Zuckeralternativen, Kochbücher, DVD´s und Workout-Zubehör.
Ich habe nicht vor, dort auch nur einen Cent liegen zu lassen, aber ich habe natürlich mal reingeschaut und auch ein paar Preise verglichen:

100g Falafelmischung zum Selberbacken von Falafel kostet 71ct bei dm  - 1 Euro im BC-Shop.
500g Kichererbsen kosten 1,75 Euro bei dm / 2,99 Euro im BC-Shop.

Ganz toll sieht es bei den Shakes aus: der I-make-you-sexy-Shake im BC-Shop kostet sage und schreibe 24,90 Euro für 300g (83 Euro / kg), ein vergleichbarer Shake von Layenberger 8,95 Euro für 360g (24,86€ /kg). Ich gebe zu, ich kenne mich mit Protein-Shakes nicht wirklich aus, vielleicht ist etwas, das es bei dm gibt ja qualitativ schlechter. Deswegen habe ich mich ordentlich im Netz umgesehen, auf Fitness- und Sportlerseiten nach anderen empfohlenen Proteinshakes umgesehen… letztendlich habe ich keinen einzigen gefunden, der mehr als 40 Euro pro Kilogramm gekostet hätte (und das war schon der absolute Ausreißer nach oben).

FAZIT

Ich habe diesen Bericht entgegen meiner Gewohnheit zuerst bei CIAO veröffentlicht, weil er so dermaßen lang wurde, dass ich ihn für hier erst herunterkürzen musste. Wer noch mehr Details lesen möchte, kann also gerne HIER noch mehr erfahren. 

Zusammengefasst:
man zahlt eine Menge Geld für ein paar qualitativ schlechte Videos billigster Machart, null Indiviualität/Betreuung, eine Handvoll Rezepte, KEINE Community auf der Plattform.
Ich komme mir nicht vor wie in einem guten, nutzerorientierten Programm zum Abnehmen und Fitterwerden, sondern wie in einer TV-Verkaufssendung. Zahlreiche Links auf Ratschläge, neue Rezepte u.a. führen stets in den BodyChange-Shop, wo man überteuerte Produkte kaufen kann/soll. Links in der „Community“ (sprich auf Facebook) führen in den Shop. Egal, was ich mache, früher oder später lande ich im Shop.

Und noch ein Link zum Shop, statt hilfreicher Tipps für lau
 


Ernährungsumstellung? Kann man so verkaufen, klar und es ist vielleicht auch so, wenn man sich bisher sein Leben lang von Fast Food, Fertiggerichten, Zuckerhaltigem und Maggi-Fix ernährt hat. So jemand lernt nun zum ersten Mal, frisch zu kochen (wenn er sich nicht im Shop mit konformen Fertiggerichten eindeckt). Aber mir kann kein Mensch erzählen, dass jemand, der an gutem Essen und Vielfalt einen Genuss hat, sich nun sein Leben lang nur mit Eiern, Fleisch, Fisch und Gemüse ernährt und nur an einem festen Tag in der Woche die Wampe mit dem voll haut, was er sonst noch gerne isst. Zumal das schweineteuer ist. Und wenn man das Ganze nur die 10 Wochen durchzieht, ist es nicht mehr und nicht weniger als eine Diät! Mit Jo-Jo-Effekt wie jede andere Diät auch.

Ich wüsste nicht, wem ich dieses Programm empfehlen sollte, im Gegenteil, ich kann nur abraten. 
Gebt euer Geld für ein paar gute (Low Carb) Kochbücher aus, wenn ihr wirklich von alleine da nicht klarkommt. Sucht euch im Netz ein paar gratis Workout-Videos heraus (zum Beispiel bei gofeminin), vermeidet Fertiggerichte, Maggi-Fix und Co., reduziert Schokolade und Chips und schaut einfach danach, nicht mehr als euren Grundumsatz an Kalorien (Abnehmen) oder euren Leistungsumsatz zu euch zu nehmen (Gewicht halten), dann habt ihr mehr davon für weniger Geld. Und wenn ihr total unsicher seid und ein Programm wollt und braucht: pur-Life, fitnessraum.de, GU-Balance, gymondo… all das ist besser und billiger als BodyChange. 

Über eure Ansichten dazu, Erfahrungen, die ihr vielleicht mit solchen Programmen gemacht habt, eure Tipps zum Abnehmen und Fitbleiben würde ich mich freuen, schreibt es in die Kommentarspalte.

Liebe Grüße
Eure Kerstin