Samstag, 11. Juli 2015

OLIA VON GARNIER - HAARFARBE FÜR MICH?

Hallo ihr Lieben,

vor Kurzem stieß ich wie so manch andere Bloggerkollegin hier auf das unwiderstehliche Angebot, mir von Guido Maria Kretschmer die perfekte Haarfarbe empfehlen zu lassen. Nun ja, leider nicht im persönlichen Gegenüberstehen, sondern virtuell und zwar hier auf der Seite von Garnier -> KLICK.

Trotzdem machte der Rundgang durch Guidos Atelier Spaß und nach zahlreichen detallierten Fragen zum Beispiel zum Hautton, Augenfarbe, Kleiderstil, Alter etc. stand "sein" Urteil fest: Dunkle Kirsche sollte es sein.

Ups! Alles was mit "rot" zu tun hat, ist ja gar nicht meins, zumindest nicht auf dem Kopf. Ungeschminkt sehe ich damit nämlich aus, als hätte ich mir den Magen verdorben. Zum Glück durfte man sich als Testprodukt eine beliebige Farbe aus dem Sortiment von OLIA wählen und war nicht an die vorgeschlagene gebunden. So entschied ich mich für einen ebenso dunklen, aber reinen Braunton. Zusätzlich nahm ich auch das Angebot an, für meine Leserinnen verschiedene Farben zusätzlich zu erhalten - dazu später mehr.

LETZTE WOCHE

kam das Paket an - passend, denn es wurde dringend Zeit, mal wieder Farbe auf´s Haupt zu geben.



Ich habe zwar nur wenig graue Haare, aber ganz oben auf dem Scheitel ein kleines Nest und das leuchtete mittlerweile heraus. Normalerweise färbe ich nicht mit Drogeriemarken, sondern mit Wella Koleston, einer Profifarbe. Interessant war für mich nun heraus zu finden, ob Olia in Hinsicht auf Glanz, Pflege, Farbkraft, Grauabdeckung und Haltbarkeit mithalten kann.

Der von mir ausgesuchte Farbton ist laut Anschreiben leider nicht mehr im Sortiment, ich erhielt stattdessen Goldbraun. Nicht schlecht, aber ich habe sehr dunkle Haare... ob man dieses doch eher hellere Braun überhaupt bemerken würde? Ich würde zunächst einmal jedenfalls diesen Ton ausprobieren, sollte er mich nicht überzeugen, könnte ich immer noch Schokobraun nachlegen - so mein Gedanke.



Sehr gut hört sich es jedenfalls an, das

HERSTELLERVERSPRECHEN 


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Heute schritt ich nun zum

TEST



In der durchaus anspechend designten Schachtel befinden sich eine Mischflasche, die Farbe, der Entwickler, Handschuhe, eine Haarkur und die Anleitung. Diese ist sehr gut gestaltet und übersichtlich:






Wer schon einmal selber seine Haare gefärbt hat, kommt sowieso zurecht, denn es geht genauso wie bei jeder anderen Coloration: man gibt die Farbe und den Entwickler zusammen in die Flasche, schüttelt sie ordentlich durch, bis eine homogene Creme entstanden ist, bricht die Spitze oben ab und verteilt das Ganze gleichmäßig im Haar.




Garnier empfiehlt beim Nachfärben zunächst den Ansatz einzuschmieren, 20 Minuten zu warten, dann den Rest in den Längen zu verteilen und  das weitere 10 Minuten einwirken zu lassen. Mir ist das zu umständlich, ich klatsche mir immer den gesamten Inhalt auf den Kopf und warte 30 Minuten - so klappt das mit meiner üblichen Farbe gut, so machte ich es auch mit Olia.

Die Handschuhe sind die in solchen Packungen üblichen "Plastiktüten", allerdings stabiler als ich es von früher kenne. Ich habe relativ kleine Hände, sie sitzen bei mir aber ziemlich eng. Jemand mit größeren Händen dürfte vielleicht Schwierigkeiten haben, sie anzuziehen.

Die Flasche gefällt mir sehr gut, sie liegt gut in der Hand und lässt sich leicht befüllen. In der Verpackung kann man durch Stanzung ein Loch herausbrechen, in das man die Flasche zum Befüllen drückt, so steht sie noch sicherer und nichts geht daneben.




30 Sekunden Schütteln reicht aus, um die zwei Komponeten zu einer cremigen und nicht zu festen Textur zu verbinden. Diese läuft leicht aus der Flaschenspitze und kann bis zum letzten Tropfen verbraucht werden. Bei meinen dicken und vielen Haaren ist das wichtig, denn die Menge reicht hier gerade so aus.

Nach 30 Minuten Einwirkzeit, in der meine Kopfhaut weder juckte noch brannte hüpfte ich unter die Dusche, schäumte die Farbe mit etwas Wasser kurz auf und spülte anschließend alles gut aus. Dass sich die Haare danach etwas trocken und strohig anfühlten, ist normal und bei jeder Anwendung einer Coloration so. Deswegen kommt ja auch eine Haarkur zum Einsatz: die beigelegte sollte ja einen blumigen Duft haben, den ich allerdings nicht wirklich wahrnehmen konnte. Dabei hatte ich nicht nur den "haselnussgroßen" Klecks nach Anleitung genommen, denn bei meinem Mopp auf dem Kopf ist "Walnuss" das Minimum.

Der Duft ist aber auch nicht so wichtig, wichtiger wäre mir hier eine gute Pflege. Leider blieb es aus, dass meine Haare nach einer gewissen Einwirkzeit und dem Ausspülen weicher wurde, so dass ich ihnen eine zweite Anwendung mit meiner üblichen Spülung verpasste. Nachdem ich die Dusche verlassen und die Haare mit dem Handtuch vorgetrocknet hatte, gab ich auch noch ein Feuchtigkeits-Fluid von Glynt hinein, wie ich es immer mache. Bei dem schönen Wetter gerade ließ ich die ganze Pracht lufttrocknen und wartete gespannt auf das

ERGEBNIS

Ich lobe ja so gerne... schade, dass ich das hier leider nicht kann, denn ich bin mit dem Resultat nicht so zufrieden, wie ich es gerne wäre. Die Verträglichkeit ist super, die Farbe an und für sich auch recht schön, wie vermutet kommt auf meinen dunklen Haaren das Gold im Braun nicht raus, aber das soll mich nicht stören. Nur fehlt mir absolut der Glanz, den ich mit meiner Profifarbe bekomme. Heute kann von Glanz nicht die Rede sein, im Gegenteil: meine Haare wirken extrem trocken, glanzlos und strohig.
Auch beim Reingreifen fühlt sich das nicht gut an.



Ein zweiter Negativpunkt ist die mangelhafte Grauabdeckung. Das graue Nest ist zwar etwas kleiner als zuvor, aber man sieht doch noch eine ganze Menge grauer Haare, die anscheinend kein bisschen Farbe angenommen haben. Da ich wie gesagt extrem dicke Haare habe, fallen diese dann doch auf.



Über die Inhaltsstoffe spreche ich dabei nicht, denn die sind in diesem Fall irrelevant: alle Colorationen, egal welcher Marke strotzen nur so von weniger bis gar nicht empfehlenswerten Inhaltsstoffen, wer die vermeiden will, muss grau werden. 

Was die Haltbarkeit angeht: über die kann ich natürlich noch nichts sagen, sie spielt für mich aber auch keine Rolle mehr. Etwas, das nicht gut aussieht muss auch nicht lange halten.

Die Olia-Colorationen kosten je nach Anbieter zwischen 5 und 7 Euro. Ich dachte, ich könne jetzt sparen, denn die Wella-Farbe kostet mich gut das Doppelte. Wenn ich aber Aufwand und Ergebnis anschaue, dann spare ich doch lieber nicht. Ich werde auch nicht die zweite Packung Goldbraun verwenden und das Schokobraun ausprobieren, für mich lohnt sich die Mühe nicht - natürlich kann es sein, dass bei anderen (Haaren) das Ganze besser aussieht. Ich biete also trotz meiner Enttäuschung an:

WER WILL NOCHMAL, WER HAT NOCH NICHT?

Wer von euch nicht selber bei diesem Test dabei ist und OLIA gerne ausprobieren möchte, kann sich einer dieser Farbnuacen auswählen:

Goldbraun / Schokobraun / Schwarz / Rubinrot / Naturblond / Honigblond






Schreibt mir einfach in die Kommentarspalte, welche Farbe ihr gerne hättet (bei mehr Anwärterinnen auf eine Farbe entscheidet das Los). Ich schicke euch diese dann ohne Bedingungen zu, würde mich aber natürlich freuen, wenn ihr mir nach eurem Test von euren Erfahrungen mit zwei oder drei Sätzen berichten würdet. Kann ja sein, dass eure Haare besser auf OLIA ansprechen, das würde mich dann schon interessieren.

Liebe Grüße
Eure Kerstin