Dienstag, 24. März 2015

WENN WELLEN WÄRMEN... HANSEATIC MIKROWELLE VON QUELLE

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich beim Prep & Cook-Test derzeit durch den kaputten Deckel noch ausgebremst und in der Warteschleife bin, möchte ich euch zwischendurch ein anderes Gerät vorstellen, wobei ich in der Küche bleibe.


Bei den Quelle-Produkttestern hatte ich mich beworben und als Wunschprodukt aus der Liste eine Waschmaschine gewählt, da meine erstens uralt ist, ich gerne neue Technik kennenlerne und riesige Wäscheberge zu bewältigen habe. Die Waschmaschine ist es leider nicht geworden, trotzdem wurde ich angenommen und darf nun eine Mikrowelle testen:

HANSEATIC MIKROWELLE MIT GRILL 20L 700 WATT

Nach der Benachrichtigung dauerte es nicht lange und das Gerät trudelte ein. Das Paket war recht schwer und groß, so dass ich etwas verwundert war, als eine gar nicht sooo schwere und relativ kleine Mikrowelle daraus auftauchte.



Gut, „klein“ ist relativ, meine alte Mikrowelle hatte einen Garraum von 24 Litern, diese hier hat wie der Name schon sagt „nur“ 20 Liter. Und im Gegensatz zum Vorgänger 700 statt 900 Watt – würde mir diese geringere Größe und Leistung ausreichen? Dies galt es zu prüfen, dazu später mehr.

Zuerst baute ich das ansehnliche Gerät auf, am selben Platz wie die vorherige Mikrowelle. Beim Aufbau muss man beachten, dass bestimmte Sicherheitsabstände eingehalten werden. So soll die Mikrowelle mindestens 85cm vom Boden entfernt stehen, was durch den Standort auf der Küchenarbeitsplatte gegeben ist. Des Weiteren ist ein Sicherheitsabstand nach hinten zur Wand durch am Gerät angebrachte Abstandshalter kein Thema, zu den Seiten hin sollten 20cm frei bleiben und natürlich darf man keine Lüftungsschlitze (die sich bei diesem Gerät an der rechten Seiten unten befinden) zudecken.

Kein Problem war es, anschließend noch schnell die Uhr einzustellen, mittels Zeitwahltaste (die auch so beschriftet ist) und Drehregler war das intuitiv zu bewerkstelligen.

DAS DESIGN
 
der Hanseatic Mikrowelle gefällt mir sehr gut. Die silberfarbene Edelstahloptik passt gut in meine Küche, in der ich Edelstahl mit Buchenholz kombiniert habe. Der schwarze Rahmen um das Sichtfenster in der Tür gibt dem Ganzen einen eleganten Touch. Das schwarze Display rechts oben mit roter Digitalanzeige lässt sich sehr gut ablesen, darunter befinden sich fünf Tasten und ein Drehrad für die Anwahl der diversen Funktionen. Für alle, die silberfarbene Geräte nicht mögen: es gibt sie auch in einer weißen oder schwarzen Variante.



Meine alte Mikrowelle hatte einen Griff zum Öffnen, viel schöne finde ich die Lösung, die hier gewählt wurde: es gibt keinen Griff, sondern man öffnet die Mikrowelle per Druck auf eine große Taste, die sich ganz unten rechts befinden. Und nicht nur die Optik ist dadurch schöner, die Front lässt sich so auch leichter abwischen, wenn alles bis auf das Drehrad plan ist.

DIE HANDHABUNG

Ich erinnere mich an meine allererste Mikrowelle zu einer Zeit, als diese das Non-Plus-Ultra an Küchentechnik waren. Damals meinte ich, ich müsse ein Teil mit hundert Programmen haben, das seinerzeit noch sehr teuer war, da jede Extra-Funktion auch extra kostete. Mittlerweile sind voreingestellte Programme Standard und auch diese Mikrowelle hat so manche aufzuweisen. Da ich aber noch nie wirklich die Mikrowelle zu kochen verwendet habe, gehe ich zunächst auf die beiden Funktionen ein, die wohl jeder nutzt: das Aufwärmen und das Auftauen.



Wie eine Mikrowelle funktioniert, das heißt durch welche Technik Speisen darin erwärmt werden muss ich wohl nicht erklären. In den Garraum legt man zuerst den Rollenring ein, dann den Glasteller darauf. Beide Zubehörteile lassen sich im Bedarfsfall in der Spülmaschine reinigen.

Die Tür lässt sich sehr leicht öffnen, man braucht beim Druck auf die Taste keine große Kraft. Genauso leicht ist sie ohne großen Kraftaufwand auch wieder akkurat verschlossen. Da mir die Hanseatic so klein vorkam, stellte ich zunächst mein Mikrowellengeschirr (ich nutze da sehr gerne das von Tupper, eines der wenigen Tupperprodukten, auf die ich ungerne verzichten würde) bzw. einen normalen Speiseteller hinein – passte beides bestens.

Meine erste Aktion galt dem Aufwärmen von Milch, etwas das ich eigentlich ausschließlich in der Mikrowelle vornehme, weil es a) schneller geht und b) nichts einbrennt. Da ich zu der Zeit unter Halsschmerzen litt, war eine heiße Milch mit Honig genau das Richtige.
Nun hat man die Möglichkeit, die Taste Mikrowelle/Grill/Kombi links oben im Bedienfeld einmal zu drücken und mit dem Drehrad die gewünschte Zeit einzustellen.

Mikrowellen der neueren Generation und damit auch diese machen es einem in so einem Fall jedoch noch einfacher: per mehrfachen Druck auf die Starttaste wählt man jeweils 30 Sekunden Garzeit an – das so genannte Schnellgaren liefert mir bei dreimaligem Drücken eine wunderbar heiße kleine Tasse Milch. 



Auch beim „Restefest“ – dem Erwärmen von übrig gebliebenen Speisen vom Vortag in einzelnen Portionen leistet die Hanseatic schnelle und gute Dienste. Dass in der Mikrowelle erwärmte Speisen schneller wieder erkalten als solche, die man im Topf auf dem Herd langsam erwärmt hat ist ein Phänomen, dass alle Mikrowellen betrifft und somit kein spezieller Nachteil der Hanseatic. Und wenn meine Jungs sich schnell mal was warm machen, ist das auch schnell genug wieder aufgegessen.


AUFTAUEN

Normalerweise denke ich daran, Fleisch etc. rechtzeitig für den nächsten Tag aus der Gefriertruhe zu nehmen. Bei Brot aber kann es schon passieren, dass einer die letzte Scheibe verputzt, aber weder etwas sagt noch einen neuen Laib aus der Truhe holt. Hin und wieder taue ich gerade Brot deswegen in der Mikrowelle auf und in diesem Fall hilft das spezielle Auftauprogramm.

Es gibt zwei Varianten, wie man in der Hanseatic etwas auftauen kann: entweder nach Gewicht oder nach Zeit. Ich wähle im Normalfall das Gewicht, denn das kenne ich genauer als die eventuelle Zeit, die ein Produkt benötigt. In dem Fall drückt man die Taste Gewicht/Zeit/Auftauen rechts oben – ebenfalls genau so beschriftet, was ich richtig gut finde, da man so intuitiv ohne Bedienungsanleitung arbeiten kann – es erscheint im Display „def1“, man wählt mit dem Drehrad das Gewicht und drückt auf Start. Möchte man die Zeit und nicht das Gewicht einstellen, drückt man die Taste zweimal, es erscheint „def2“ im Display.

Auch hier funktioniert die Hanseatic bestens: mein Brotlaib ist anschließend durchgehend aufgetaut, aber in keiner Weise ausgetrocknet.





KOCHEN

Ich koche eigentlich nicht in der Mikrowelle in dem Sinne, dass ich komplette Gerichte darin zubereiten würde. Auch Fertiggerichte kommen bei uns nicht auf den Tisch, wobei das ja wiederum weniger „Kochen“ als dann doch mehr „Aufwärmen“ wäre.

Was ich gerne in der Mikrowelle zubereite ist Pudding – das geht ganz einfach und schnell, die Milch brennt nicht an, man muss nicht ständig rühren. Reis koche ich ebenfalls in der Mikrowelle: zwei Tassen Reis mit etwas Salz und Curry in einem geeigneten Gefäß verrühren, drei Tassen Wasser dazu geben und bei voller Leistung ca. 15 Minuten in die Mikrowelle. Anschließend ca. 15 Minuten stehen lassen und fertig ist ein wunderbarer Reis, der weich ist, aber auch noch etwas Biss hat. Da die Hanseatic im Gegensatz zu meiner alten Mikrowelle weniger Watt hat, braucht es ein klein wenig mehr Zeit, was aber nicht weiter schlimm ist. Sowohl Pudding als auch Reis werden in ihr perfekt.

Ist mein Herd schon über die Maße belastet und ich möchte zu einem Gericht noch Gemüse reichen, kochen ich dieses in der Mikrowelle erst mit einem Schuss Wasser weich, dann mit etwas Butter und Salz vollends heiß – auch dies gelingt in der Hanseatic zu meiner vollsten Zufriedenheit (hört sich jetzt an wie ein Arbeitszeugnis *g*).





GRILLEN

Die Hanseatic verfügt über eine Grillfunktion. Um diese auszuwählen, drückt man die „Mikrowelle/Grill/Kombi“-Taste mehrfach. Zuerst erscheint im Display „P 100“ hinab bis „P 10“ (die verschiedenen Leistungsstufen, Kuvertüre zum Beispiel darf man nur mit halber Leistung schmelzen), dann sieht man den Buchstaben „G“ und schon ist der Grill bereit. Drück man erneut, stellt man mit „C-1“ und „C-2“ eine Kombination von Mikrowelle und Grill ein (55/45% und 36/64%, je nachdem, auf welche Funktion mehr Gewicht gelegt wird)

Während im reinen Mikrowellenbetrieb das Gerät außen lediglich leicht warm wird, führt das Grillen zu einer sehr heißen Oberseite, an der man sich fast die Finger verbrennen kann. Das ist mir nicht sonderlich sympathisch, war aber bei allen Mikrowellen so, die ich bisher hatte. Da ich die Angewohnheit habe, auch mal das eine oder andere auf dem Gerät abzustellen, könnte es auch nicht ganz ungefährlich sein. Hier gibt es nur vier Lösungen: nie etwas daraufstellen, nur Dinge abstellen, die Hitze vertragen, bei Grillen alles abzuräumen oder ganz auf die Grillfunktion zu verzichten.



Ich bevorzuge Letzteres, größere Mengen grille oder überbacke ich im Herd, kleinere in meinem Airfryer. Aber natürlich habe ich die Grillfunktion im Sinne eines kompletten Tests ausprobiert:

Ich machte mir zwei überbackene Toasts mit Salami, Tomatenscheiben und Käse, wobei ich die Toastscheiben vorher im Toaster anröstete. Flache Lebensmittel soll man auf dem mitgelieferten Grillrost in die Mikrowelle stellen, was ich mit einem Blatt Backpapier darunter tat. Nach 5 Minuten reine Grillfunktion war der Käse verlaufen, allerdings nicht leicht knusprig, wie ich es gerne habe. Außerdem war der Toast insgesamt noch eher kalt. Nochmal rein damit für weitere 5 Minuten mit dem Programm C-2, das ja ein wenig „Mikrowelle“ hinzufügt.
Anschließend war der Toast heiß, der Käse aber immer noch nur verlaufen und nicht wirklich mit etwas Kruste überbacken. Nicht mein Geschmack.



Eine Zeitersparnis hat man in diesem Fall also nicht, was für mich den eigentlichen Wert einer Mikrowelle darstellt und auch das Ergebnis hat mich nicht überzeugt. Auf die Grillfunktion könnte ich demnach gut verzichten und werde sie auch nicht mehr nutzen. Genauso wenig brauche ich die

AUTOMATIKPROGRAMME

Die ich nur aufzähle, um die Sache komplett zu machen. Unter den Programmnummern A1 bis A8 findet man Programme von „Erhitzen“ und „Gemüse“ über „Fisch“ und „Fleisch“ bis hin zu „Pizza erwärmen“ und „Suppe“. Angewählt werden diese Programme über den Drehregler und die Start/+30Sek./Bestätigen-Taste, den Bogen hat man schnell raus.

Eine weitere für mich eher unnötige Funktion ist die Zeitwahl, mit der man den Beginn eines Garvorgangs (nicht bei Auftauen oder Automatikprogrammen) zu einem bestimmten vorab eingestellten Termins beginnen lassen kann.

Interessanter finde ich dagegen die Möglichkeit, zwei verschiedene Programme in einem Vorgang zu kombinieren. So kann ich zum Beispiel in einem Rutsch eine eingefrorene Mahlzeit zuerst auftauen lassen und anschließend automatisch erhitzen, ohne dass ich zwischendurch an die Mikrowelle muss.

Für Familien mit kleinen Kindern ist sicher auch die Kindersicherung ein nützliches Feature. Drückt man die Taste „Stop/Löschen“ für 3 Sekunden, ist die Mikrowelle verriegelt. Ich frage mich allerdings, ab welchem Alter so ein Zwerg den Bogen raus hat und mit genau dem gleichen Vorgang das Teil wieder entriegelt? Kinder sind schlauer als man manchmal denkt. 



REINIGUNG

Glasdrehteller und Rollenring kommen ganz einfach in die Spülmaschine. Außen wische ich das Gerät mit einem feuchten Lappen ab, für den Innenraum habe ich mein bewährtes System: ich stelle eine Tasse mit einem Essig-Wasser-Gemisch hinein und lasse die Mikrowelle mit voller Leistung 5 Minuten laufen. Anschließend kann man Wände und den Boden ganz leicht mit einem Lappen sauberwischen, da geht jeder Fettschmutz weg und der Garraum strahlt wie neu.

FAZIT

Die Hanseatic Mikrowelle bietet mir genau das, was ich von so einem Gerät erwarte: sie sieht gut aus, hat einen ausreichend großen Garraum, lässt sich leicht und zum größten Teil intuitiv bedienen, erwärmt Speisen und Getränke schnell und gut, taut perfekt auf und ist bestens zum Kochen von Reis, Pudding etc. geeignet.

Was sie mir zusätzlich noch besonders sympathisch macht ist der Preis: ehemals 179 Euro kostet sie bei Quelle mittlerweile nur noch 79 Euro, eine ganz hervorragende Preis-Leistung. Wer also derzeit eine Mikrowelle zu einem guten Preis sucht, macht mit dieser sicher nichts falsch.

Ich bedanke mich bei Quelle für das wirklich gute Gerät und würde mich freuen, in Zukunft wieder einmal bei einer Aktion "Produktester gesucht" mitmachen zu dürfen. 

Liebe Grüße

Eure Kerstin

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