Sonntag, 14. September 2014

MEIN KLEINES SCHWARZES KLANGWUNDER



Hallo  ihr Lieben

Mitte August, kurz vor unserem Urlaub, bekam ich von der Firma INATECK eine Anfrage, ob ich Interesse hätte eines ihrer Produkte zu testen. Nach meiner Zusage erhielt ich eine Auswahlliste, aus der ich mir einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher mit der Artikelbezeichnung BP1001B aussuchte und diesen auch schnell zugeschickt bekam.






MOBILER SOUND

Für diesen entschied ich mich, weil ich noch nie einen Bluetooth-Lautsprecher in den Händen hatte und mich als Musikfan die Technik und der Gedanke, überall im Haus mobil Musik hören zu können natürlich meine Neugier weckte. Außerdem gefiel mir das Design des kleinen schwarzen Würfels:

Der schwarze Lautsprecher hat die Maße 75x75x62,5mm, wiegt ca. 140 Gramm und ist damit in der Tat leicht herum zu tragen. Der Sound dringt an drei Seiten aus den „Löchern“, an der Rückseite befinden sich eine 3,5mm-Buchse (AUX), eine DC-Schnittstelle, das Micro und eine Taste, mit der man die Lautstärke reguliert sowie Handyanrufe annimmt. Die Oberseite des Lautsprechers ist schwarz-glänzend, man könnte meinen, dass man hier ein Display hat. Dem ist allerdings nicht so, wie ich beim ersten Anschalten feststellen konnte, es sieht einfach nur schick aus.



An der Unterseite des Würfels aus robustem Kunststoff findet man den On/Off-Schalter, außerdem noch kleine, flache und weiche Gummifüßchen, die ein Zerkratzen von empfindlichen Oberflächen verhindern. Das war´s auch schon, der BP1001B ist schlicht und einfach gehalten, sieht dadurch aber nicht billig, sondern sogar elegant aus. Wer die Farbe Schwarz nicht mag, kann ihn auch als BP1001W in Weiß erwerben.



Geliefert wird der Lautsprecher in einer kleinen Schachtel, die ebenfalls edel wirkt und so auch als Geschenk etwas hermacht. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Würfel eine Bedienungsanleitung, eine kleines USB-Kabel und ein Klinkenstecker-Kabel .



Soviel zum Outfit des Zwergs, kommen wir zu dem Moment, wo es für mich spannend wurde:

BLUETOOTH

Ich bin ja durchaus technikaffin und stelle mich auch nicht an wie ein Neadertaler, wenn ich auf Unbekanntes stoße. Mit Bluetooth habe ich allerdings kaum Erfahrung und so war ich etwas skeptisch. Das Einzige, was ich bisher mit dieser Technologie gemacht hatte war Fotos vom Handy auf den Laptop zu übertragen und das ist immer ein rechtes Gewurschtel, bis da was verbunden ist und es klappt. Wobei mich da jedesmal die Frage beschäftigt: Bin ich zu doof oder liegt es an meinem alten Laptop oder vielleicht auch daran, dass mein erstes Handy schon älter war und mein Smartphone von der Sorte „einfach und günstig“ ist?

Zunächst nahm ich mir die Bedienungsanleitung her, die ist aber genauso reduziert wie der Lautsprecher selber und rein auf Englisch. Zumindest konnte ich ihr entnehmen, dass man den Lautsprecher lediglich einschalten muss, damit er nach geeigneten Bluetooth-Geräten sucht.

Das habe ich dann mal gemacht und tatsächlich fängt er nach einem Signalton an zu suchen, was man daran erkennt, dass neben der Micro-USB-Buchse ein blaues Lichtlein langsam zu blinken beginnt. Ein weiterer Signalton zeigt an, dass er ein passendes Gerät gefunden hat, im Fall meines ersten Versuchs mein Smartphone.
Zum Glück hat das sofort funktioniert, sollte der Lautsprecher nichts finden, schaltet er sich von selbst ab und man muss ihn für eine erneute Suche mit dem Power-Schalter erst aus- und noch einmal anschalten.

Im Normalfall verbindet sich der Lautsprecher automatisch mit dem Handy, nur einmal hat das nicht funktioniert, warum auch immer. In diesem Fall ging ich über die Handyeinstellungen zu Bluetooth, wo der Inateck angezeigt wurde und ich die Geräte manuell verbinden konnte.



ALS PC-LAUTSPRECHER

Ist der BP1001 ebenfalls sehr gut geeignet. Allerdings haben mein Laptop und er sich anscheinend nicht so gern. Habe ich Handy und Laptop an, entscheidet sich der Lautsprecher immer für das Handy. Auch die automatische Verbindung zwischen Laptop und Lautsprecher funktioniert nicht so reibungslos wie beim Smartphone, obwohl der BP1001 in der Systemsteuerung bei den Bluetoothgeräten angezeigt wird. Manchmal findet er gar nichts und wenn er den Laptop findet, braucht er sehr viel länger dazu als beim Smartphone.

Das kann natürlich daran liegen, dass mein Laptop bereits 8 Jahre auf dem Buckel und damit nicht mehr unbedingt die neueste Technik hat. Oder daran, dass er mir gemeldet hat, er bräuchte einen Treiber für den Inateck Lautsprecher, den ich aber nirgendwo gefunden habe und ohne den es dann trotzdem geht, wenn auch eben etwas umständlicher.

Besteht die Verbindung aber erst einmal, läuft alles reibungslos. Ich kann zum Beispiel Radio über´s Internet (Antenne Bayern ist mein Lieblingssender, den ich aber im Haus über normale Radios nicht empfangen kann) in jedem Raum super hören, egal wo mein Läppi steht. Gefällt mir J

Ganz selten kommt die Musik etwas abgehackt beim Zuhörer an. In dem Fall ist die Bluetoothverbindung gestört, entweder durch anderen Funk oder weil die Funkreichweite grenzwertig ist. Ich habe festgestellt, dass man diese Störungen aufheben kann, indem man den Lautsprecher kurz nahe an die Quelle hält und sich dann wieder entfernt. 



DER SOUND

Ist für die Größe dieses kleinen Kerls absolut klasse. Natürlich nicht so wie bei einer tollen Hifi-Anlage, auch meine relativ teure JBL-Dockingstation bringt Nuancen wie Bässe oder Höhen besser heraus, aber das ist ja auch kein Vergleich.
Selbst bei höchster Lautstärke scheppert und rauscht nichts, von diesem Klang bekommt man garantiert keinen Hörsturz. Ich bin positiv überrascht, denn von meinem Hama-Minilautsprecher (den ich mittlerweile entsorgt habe, obwohl er um die 30 Euro gekostet hatte) war ich sehr viel Schlechteres gewohnt und hatte daher vom Inateck BP1001 nicht so sehr viel erwartet. Zum Preis des Kleinen komme ich übrigens am Schluss noch, denn den habe ich erst herausgesucht, als ich alles intensiv ausprobiert hatte.



HIER CHARLIE FÜR ENGEL

Immer wenn ich etwas Technisches aus dem Bereich Multimedia neu in den Händen halte, beginnt der Kampf mit meinen Jungs, die es auch ausprobieren und vielleicht sogar annektieren wollen. In dem Fall war es kurzfristig sogar praktisch, nämlich als ich die Anruffunktion des BP1001 testen wollte.

Ich verband den Lautsprecher mit dem Smartphone, das in der Küche lag und schaltete Musik an. Ich begab mich mit dem Inateck ins Schlafzimmer, mein Sohn dagegen mit unserem Festnetztelefon ins Wohnzimmer wo er meine Handynummer wählte.
In dem Moment, wenn das Handy klingelt stoppt die Musik und der Lautsprecher „klingelt“ ebenfalls mit einem Standardrufton.
Wie gesagt befindet sich die Lautstärketaste auf der Rückseite, kippt man sie nach links oder rechts, macht man lauter oder leiser. Drückt man bei einem eingehenden Anruf aber drauf, nimmt man diesen an – was ich tat.
„Engel? Hier ist Charlie, ich habe einen Auftrag“, klang es deutlich und verständlich aus dem Lausprecher und wie mir mein Sohn später mitteilte, konnte auch er mein Lachen, das er zurück erhielt klar und deutlich hören.

Zwei Sachen musste ich meinen Jungs nun klar machen, nämlich erstens dass der Lautsprecher MEINER! ist und zweitens jeder Anruf aus dem Festnetz auf mein Handy etwas kostet. Die hätten das Spielchen nämlich noch eine ganze Weile so weiter treiben können.

Ich werde zwar nie auf dem Handy angerufen, aber der Vorteil für den Nutzer ganz allgemein ist schon durch den einen Versuch ersichtlich: sitzt man irgendwo und hört Musik mit dem Inateck, hat das Handy aber nicht in der Nähe und bekommt einen Anruf, muss man das Telefon nicht erst holen oder gar suchen. Geheime Informationen sollte man dann aber nicht austauschen, wenn andere anwesend sind – es kann ja jeder mithören.

DIREKTER ANSCHLUSS

Eines Geräts über die AUX-Buchse ist möglich und sinnvoll, man hat ja vielleicht nicht ausschließlich Audiogeräte mit Bluetooth-Funktion. Mein alter iPod zum Beispiel verfügt nicht darüber und so finde ich es ganz praktisch, dass ich den auch mal direkt anschließen kann, wenn mich Radio langweilt oder die paar Titel auf meinem Smartphone zum hundertsten Male durchgenudelt wurden.

Hier muss man gar nichts erklären, das beiliegende Kabel verbindet den MP-3-Player und der Sound ist genauso gut wie per Bluetooth (und dazu  noch garantiert störungsfrei).



AKKU

Der Inateck BP1001 läuft über einen fest verbauten Akku. Die nächste Aufgabe, die ich mir stellte war es herauszufinden, wie lange dieser nach voller Aufladung läuft. Der beste Sound nützt schließlich nicht viel, wenn man ihn nur eine oder zwei Stunden genießen kann, doch auch hier wurde ich wieder positiv überrascht: ganze 8,5 Stunden hielt der kleine Würfel bei Dauerbetrieb auf Zimmerlautstärke durch – da kann man nicht meckern.

Neigt sich die Kapazität dem Ende zu, wird weder der Klang schwächer noch gibt es Störungen (obwohl in der Bedienungsanleitung angegeben wird, dass Störungen von einem zu schwach geladenen Akku herrühren können). Man wird aber durch einen lauten und stetig wiederkehrenden Signalton darauf aufmerksam gemacht, dass man demnächst ohne Musik da stehen wird. Zusätzlich blinkt das Licht neben der DC-Buchse rot.

Aufgeladen wird der BP1001 mit dem beiliegenden USB-Kabel am PC, wer über einen USB-Steckdosenadapter verfügt, kann natürlich auch diesen verwenden. Während der Lautsprecher am PC angeschlossen ist, kann man über ihn weiterhin Musik hören, wenn auch weniger mobil. Der Akku wird laut Bedienungsanleitung aber nur geladen, wenn sich der Lautsprecher im Off- oder Stand-By-Modus befindet.

Beim Laden leuchtet das Licht rot – das tut es übrigens auch, wenn der Lautsprecher läuft, hat die Bedienungsanleitung vielleicht doch nicht Recht und auch in diesem Modus wird aufgeladen? Muss ich bei Gelegenheit auch noch testen, ist aber jetzt nicht gar so relevant, als dass ich meinen Testbericht noch einmal verschiebe. Wenn ich es genau weiß, liefere ich ein Update nach.
Erlischt das rote Licht, ist der Akku wieder voll aufgeladen, was ca. 2 Stunden dauert.

PREIS WERT

Nachdem ich den BP1001 nun auf Herz und Nieren geprüft hatte und wirklich zufrieden mit der Leistung bin, wollte ich die letzte große Frage beantwortet haben: was kostet dieser kleine Lautsprecher. In der Vergangenheit hatte ich an Minilautsprechern einen HAMA, der von Klang und Design her nicht an den Inateck heran reicht und dieser hatte 30 Euro gekostet. Ich machte mich also auf einen stolzen Preis gefasst… und erlebte die nächste Überraschung. Er kostet nämlich gerade mal 16,99 Euro, das ist doch wirklich preiswert. Und diesen Preis ist der BP1001 mehr als wert.

Die Produkte von Inateck und somit auch diesen Lautsprecher kann man ausschließlich über Amazon kaufen, wer sich dafür interessiert, findet ihn HIER.
Wer sich den Klang anhören möchte, der schaue sich mein Video an, um einen Eindruck davon zu bekommen.






Sind noch Fragen offen? Wäre der BP1001 etwas für euch?
Was haltet ihr von meinem kleinen schicken Klangwunder?
Schreibt es in die Kommentare, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße
Eure Kerstin