Sonntag, 28. September 2014

BLOGGEBURTSTAG - FEIERT MIT MIR :-)

... oh oh, jetzt muss ich mich aber beeilen, wenn ich mit euch Geburtstag feiern möchte: der September neigt sich dem Ende zu und es war genau am 22. September letzten Jahres, dass ich diesen Blog hier mit einem Bericht über die Dolce Gusto Circolo eröffnet habe.

Seither habe ich einiges geschrieben und einiges an Erfahrungen gesammelt und ich denke es ist an der Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen und euch an ein paar Gedanken teilhaben zu lassen, die mir in diesem Jahr in Hinblick auf das Bloggen durch den Kopf geschossen sind. Keine Sorge, es wird nicht zu ernst und ganz am Schluss habe ich auch noch was für euch - ein Glas Sekt? Wer weiß...

Zuerst aber blicke ich zurück - wie kam ich eigentlich zu meiner kleinen eigenen

BLOGGERWELT

Ich schreibe schon sehr viele Jahre länger Produktberichte, allerdings auf Verbraucherplattformen wie CIAO und dooyoo. Mir hat es immer viel Spaß gemacht, Kaufentscheidungshilfen zu ausführlich getesteten Produkten zu geben und habe zum Beispiel bei CIAO je nach Produkt zwischen 500 und 1500 "Außenlesungen" durch Nicht-Mitglieder. Auch in Produkttestcommunities bin ich schon länger angemeldet.

Irgendwann stellte ich fest, dass Blogger anscheinend mehr Testzusagen bekamen als Nicht-Blogger, was ich schade fand, denn irgendwie schienen meine Leserzahlen auf den genannten Plattformen für die Administratoren nicht relevant zu sein. Aber wenn ich dort berichte, warum dann nicht auch in meinem eigenen Blog - so mein Gedanke. Gesagt, getan...


Schnell habe ich gelernt, dass ein Blogbericht andere Anforderungen stellt als ein Verbraucherbericht. Einfach nur kopieren ist also nicht drin - beides braucht seine ganz eigene Zeit. Zeit brauchen auch meine anderen Hobbies wie Lesen, Gitarre spielen oder Fotografieren (nicht für Berichte, sondern für mich zum Spaß). Und Zeit brauchen natürlich auch mein Haushalt, meine Familie und meine Freunde im realen Leben. Deswegen werde ich auch nicht zu einer der Bloggerinnen, die nahezu täglich etwas posten. Aber das macht ja nichts, jeder so, wie er kann und mag.

PRODUKTTESTS

mache ich seither allerdings nur minimal mehr als früher. Auf manchen Plattformen hat das Bloggen nicht wirklich mehr Zusagen gebracht. Da spielen wohl auch andere Dinge eine Rolle, ich vermute zum Beispiel schwer, dass das Alter durchaus relevant ist. Zur bevorzugten Werbezielgruppe der Firmen zähle ich mit meinen 48 Jahren nämlich nicht mehr, die liegt um die 30 plusminus. Außerdem bin und bleibe ich kritisch: wenn mich ein Produkt nicht überzeugt, verschweige ich nichts und sage, was Sache ist. Sooo gelassen scheint das von manchen Plattformen/Firmen nicht aufgenommen zu werden - es wird zwar immer behauptet, wir sollen ehrlich sein und es ginge auch darum, dass die Firmen ein Produkt verbessern können. Allerdings glaube ich doch eher, dass der Werbeeffekt im Vordergrund steht.

Ich bewerbe mich allerdings auch nicht mehr für alles, was auch nur halbwegs zu mir passt, denn was mich im Laufe des Jahres etwas grübeln hat lassen war dieser

KONSUMGEDANKE

Muss ich die 10. Gesichtscreme testen, nur weil ich sie umsonst bekomme? Sagt meine Haut da nicht irgendwann mal Stop!

Muss ich alles haben, was "gratis" ist? Ist es überhaupt gratis wenn ich bedenke, wie viel Zeit ich in einen Produkttest, in verschiedene Berichte und Postings zu ein und derselben Sache stecke?

Sind wirklich alle Produkte so wichtig, dass ich ganz dringend meine Umwelt davon in Kenntnis setzen muss oder geht es nicht viel mehr ums Verkaufen einer Sache. Muss ich mich dann wirklich für alles als Verkäufer einsetzen lassen? Integrität ist für mich ein ganz wichtiges Thema.

Ich bin mittlerweile etwas zurückhaltender geworden. In letzter Zeit hatte ich für meine Verhältnisse viele Tests (ich weiß, manche werden da lachen, wenn sie auf ihren täglichen Paketeingang schauen), da wurde es mir fast schon zu viel. Und wenn gar nichts mehr rein kommt... berichte ich halt über Dinge, die ich mir gekauft habe und die mir einen Bericht wert scheinen.


MENSCHEN IN DER BLOGGERWELT

spiegeln die Bandbreite der realen Welt wider. Ich nenne hier keine Namen, aber ich habe in diesem Jahr sehr nette Mädels kennen gelernt, mit denen der Kontakt (mal öfter, mal ab und zu) richtig Freude macht. Danke an euch auch dafür, dass ihr mir immer Feedback zu meinen Einträgen gebt.
Etwas schade finde ich, dass in letzter Zeit auf meinem Blog immer weniger kommentiert wird, warum das so ist kann ich nicht sagen. Ich bemerke an mir aber, dass ich nach einer Weile auch angefangen habe seltener zu kommentieren. Es ist wie bei "normalen" Gesprächen: wenn man redet und redet, vom Gegenüber aber nichts kommt, wird man selber auch immer stiller. Bei mir zumindest hat Schweigen diesen Effekt.

Am eigenen Leib habe ich zum Glück noch nichts Negatives erfahren müssen, ich schaue nur "aus der Ferne" manchmal zu, wie es bei anderen Bloggern abgehen kann. Da trifft man durchaus auf Neider oder auch auf Arroganz.

Vor ein paar Wochen las ich zum Beispiel bei Facebook in einer Diskussion die Aussage einer... ich nenne es mal Extrem-Bloggerin, die der Ansicht war dass Schreiberinnen von "Hausfrauen-Blogs" kein Anrecht auf Produkttestteilnahme haben sollten, weil die ja sowieso "nur Gratisartikel abgreifen" wollten.
Ernsthaft, Leute, da habe ich mich kurz aufgeregt - was bitte ist ein "Hausfrauenblog"?

Ein Blog einer Autorin, die das Bloggen nicht zum Zweitberuf gemacht hat und nicht täglich postet? Sind deren Artikel deswegen weniger wert als solche, die mir auf manchen Blogs schon begegnet sind und die null Aussagekraft haben - es gibt Extrem-Blogger, die ich toll finde, aber bei manch anderen wäre mir Klasse statt Masse doch lieber.

Nächste Frage: wieso "Hausfrauen-Blog"? Sind Hausfrauen (sprich nicht berufstätige Frauen wie ich es bin und das übrigens gerne) weniger wert oder nicht in der Lage, gute Berichte zu schreiben und Produkte intensiv und objektiv zu testen? Warum nicht, weil sie bereits geistig verblödet sind in ihrem Hausfrauen-Dasein?

Und wer berechtigt irgendjemanden und diese Dame im Speziellen zu beurteilen, wer warum geeignet ist, bei Produkttests mitzumachen und bei wem es nur ums "Abgreifen" geht? Ein Wort, das ich sowieso hasse, denn welcher Blogger freut sich denn nicht darüber, etwas umsonst zu bekommen? Sonst könnten wir uns doch alle aus Produkttests raus halten und nur über selber gekaufte Dinge berichten. Ich glaube nicht, dass da irgendeine Produkttestteilnehmerin die Nase besonders hoch halten sollte.

Und eines ist doch klar: wir sind alle nur ganz kleine Rädchen im großen Werbekarussel... ;-)
Und deswegen halte ich mich auch aus solchen und ähnlichen Diskussionen wie oben erwähnt raus und rege mich auch nur gaaaaaanz kurz auf....


GEWONNEN

habe ich in diesem Jahr auf alle Fälle: an Erfahrung und netten Kontakten und deswegen wird mein Blog auch auf die eine oder andere Weise weiter gehen. Meine Leserzahlen in der Statistik finde ich absolut zufriedenstellend, also funktioniert die Sache für mich.

Kommen wir also zu der Sache für euch: ich bin etwas zwiegespalten, was Gewinnspiele auf Blogs betrifft. Schon oft habe ich von verärgerten Bloggerinnen gelesen, dass sich Leute nur für´s Gewinnspiel als Follower eintragen und danach wieder abmelden. Wundert euch das wirklich? Mich nicht, die Menschen sind so.

Heute las ich bei FB eine lange Diskussion über Blogger, die Likes kaufen - ein Gewinnspiel, für das man liken und teilen muss ist im Grunde genommen doch fast nichts anderes, auch wenn eine Bloggerin meinte, sie mache das ausschließlich für ihre Leser... ja, sicher, aber man kann auch lesen ohne zu teilen, oder? Und übrigens auch ohne Follower zu sein, ich lese bei manchen hin und wieder, auf die ich bei Facebook über Freunde von mir regelmäßig stoße.

Dann Gewinner, die sich anschließen beschweren, was für einen Schrott sie gewonnen haben... oh Mann, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und gerade bei Überraschungspaketen kann es halt sein, dass es nicht so passt. Wenn MIR das nicht passt, dann mache ich nicht mit. Überhaupt: dann schmeißt man das Zeug halt weg, ist doch kein Geld verloren.

Das sind die Momente, in denen ich die Menschheit echt nicht verstehe. Und ich habe mir seeehr lange überlegt, ob ich überhaupt ein Gewinnspiel zu meinem Blogjubiläum machen soll.

Letztendlich kam ich zu dem Entschluss, dass ich mich bei meinen treuen Leser/innen doch mit einem Gewinnspiel bedanken möchte.

Da dieser Text hier nun aber länger geworden ist als geplant und mir wieder einmal die Zeit davon läuft, vertröste ich euch auf morgen (ich weiß, ich bin gemein *g*)
Schaut einfach nochmal rein, ich denke, ihr werdet es nicht bereuen ;-)

Was meine Gedanken hier betrifft: ich würde mich über Feedback und vielleicht auch die eine oder andere sachliche Diskussion sehr freuen





Bis dann
Eure Kerstin

PS: die Bilder stehen in keinerlei Zusammenhang mit dem Thema - sie gefallen mir einfach *lach*