Samstag, 31. Mai 2014

AIRFRYER-ERWEITERUNG


Hallo ihr Lieben,

heute mal wieder Neues aus meiner Küche - Anfang April kam eine Einladung der Leckerscouts, sich für einen weiteren Produkttest zu bewerben und für den Airfryer passendes Grillzubehör zu testen.



Ich bin immer interessiert daran, mein Lieblingsküchengerät (neben der Kenwood-Küchenmaschine) zu erweitern, neue Möglichkeiten und Rezepte zu entdecken und so war es keine Frage, dass ich mich bewarb – und glücklicherweise eine Zusage bekam. Nach Hinterlegung des Pfands in Höhe von 29,99 Euro schickte ich also meine Bestellung ab und kurz darauf traf auch schon das Päckchen vom Philips-Onlineshop ein und ich konnte los legen.




Das Set, das wir Testerinnen zur Verfügung gestellt bekamen besteht aus der Grillpfanne HD9910/20 zu 39,99 Euro und dem Grillrost HD 9904/00 zu 9,99 Euro. Beide Teile sind sowohl für den Airfryer als auch für den Airfryer XXL geeignet. Sie sind dadurch etwas kleiner, als es für den XL möglich wäre – ob das ein großer Nachteil ist, erzähle ich euch bei dem jeweiligen Teil. Kommen wir zunächst zur



GRILLPFANNE


Ich würde sie eher als Grillplatte bezeichnen, auch wenn der Rand leicht hochgezogen ist. Sie besteht aus Aluminium mit schwarzer Antihaftbeschichtung und hat die Maße 21 X 21 cm. Auch wenn sie damit nicht bis ganz an den Rand der Airfryer-Schublade geht, bietet sie doch eine ausreichend und erstaunlich große Grillfläche.
Normalerweise verwendet man im Airfryer ja den Garkorb, dieser wird für den Einsatz der Grillpfanne aber herausgenommen und dafür die Pfanne mit dem großen, handlichen Griff in der Schublade eingehängt. Die Oberfläche ist im Vergleich zum Korb maximiert, so dass ich wirklich ausreichend Fleisch oder Gemüse für unseren 5-Personen-Haushalt auflegen kann.Da die Oberfläche gelöchert ist, kann sowohl Öl und Fett einwandfrei ablaufen als auch die Heißluft des Airfryer rundum an das Grillgut gelangen, wodurch die Garzeit auch stark verkürzt wird.


Da waren meine Männer schneller als ich mit der Kamera ;-)

Als erstes testete ich die Pfanne mit Schweinerückensteaks, die ich vier Stunden in Barbecue-Marinade  eingelegt hatte. Die Marinade ließ ich abtropfen, legte die Steaks auf die Grillpfanne, dünstete eine kleingeschnittene Zwiebel und Paprikaschote in der restlichen Marinade an, verteilte diese auf den Steaks und grillte das Ganze bei 180 Grad für ca. 12 Minuten.
Heraus kamen sehr leckere und zarte Grillsteaks.

Schweinerückensteaks in Barbecuemarinade mit Paprika-Zwiebel-Topping




Ein weiterer Versuch galt selbstgemachten Cevapcici, die bei 200 Grad (180 hätten aber vermutlich auch gereicht) in ebenfalls 12 Minuten schmackhaft und verzehrfertig waren.
Zwei Tage später machte ich mal wieder zwei Bleche Flammkuchen und kam auf die Idee, einen kleinen Teil davon nicht im Backofen zu backen, sondern auf die Grillplatte zu legen. In kürzester Zeit war ein gelungenes Fladenbrot mit Schmand und Käse fertig, der einzige Nachteil: es nimmt an der Unterseite keine Farbe an, das Brot ist zwar durchgebacken und wunderbar locker, aber sehr hell. Dennoch werde ich in nächster Zeit diverse Variationen von Grillbrot ausprobieren, da es so schnell geht, kann man auch mehrere hintereinander zubereiten, so dass jeder satt wird.


Flammkuchen

Nach getaner Arbeit folgt die im Normalfall lästige Reinigung, die hier überhaupt kein Problem ist – ich stelle die Platte einfach in die Spülmaschine. Das hält sie nämlich aus und kommt blitzsauber wieder heraus, so dass ich überhaupt keinen Aufwand damit habe.

Cevapcici



Wir müssen nicht darüber diskutieren, ob Gegrilltes nur vom Holzkohle- oder Gasgrill „echt“ ist. Es ist etwas ganz anderes, ob ich im Garten draußen am Grill stehe oder im Airfryer eine Kleinigkeit zubereite, keine Frage. Ich denke aber, das kann und darf man auch nicht vergleichen und muss sagen, dass die Grillpfanne mich überzeugt hat und ich gerne weiterhin verschiedene Dinge damit ausprobieren möchte – Fisch habe ich zum Beispiel noch nicht mit ihr getestet.



DER GRILLROST


Philips nennt diesen „Zweilagiges Zubehörteil“ – damit kann ich nicht wirklich etwas anfangen. Das Teil besteht aus einem Edelstahlrost mit den winzigen Maßen 17X17cm, der an zwei Seiten durch einen nach oben und unten ragenden Edelstahlbügel begrenzt ist. Dieser dient zum Einen als Standfuss, zum anderen mit seiner gewellten Form als Halterung für die vier Edelstahlspieße, die zum Lieferumfang gehören. Den Grillrost kann man nur schlecht direkt in die Schublade stellen, da deren Boden nicht plan ist, sondern windmühlenförmige Erhebungen hat und der Rost dadurch wackelig und uneben stehen würde. Man setzt ihn also entweder in den Garkorb oder auf die Grillpfanne. Ich bevorzuge letzteres, da man besser an das Grillgut heran kommt (z.B. zum Wenden).

Schweinespieße "Provence" mit Gemüse und Speck


Während mich die Grillplatte überzeugen konnte, trifft beim Rost genau das Gegenteil zu. Er ist einfach absolut zu klein. Philips schlägt zum Beispiel vor, Burger oder Hähnchenteile auf dem Rost zu grillen. Zwei Hähnchenkeulen und das Ding ist voll belegt – wer bekommt dann von uns 5 die ersten beiden, bis die nächsten fertig sind? Ich habe das deswegen gar nicht ausprobiert, sondern mich gleich einer Sache zugewandt, für die ich den Grillrost prädestiniert hielt: Schweinefleischspießchen mit Gemüse und Speck.Die Edelstahlspießchen sind zwar natürlich auch nicht allzu groß, aber klasse, alles geht gut drauf und auch leicht wieder runter. An diesem Abend waren wir nur zu viert, so dass jeder gleich mal ein Spießchen bekam mit jeweils drei Stück Fleisch, zwei Stück Paprikaschote, zweimal Speck, einmal Zucchini und einmal Zwiebel. Da die Spießchen bei 200 Grad in 12 Minuten fertig sind, gab es auch für die zweite Runde keine langen Wartezeiten. Allerding musste ich dafür in der Vorbereitung auf Holzspieße zurückgreifen, denn Stahlspieße sind es ja wie gesagt nur vier – ein doppelter Satz wäre doch sehr wünschenswert. Wie auch immer: zartes Fleisch, gut gegrilltes Gemüse, krosser Speck – der Ergebnis überzeugte unsere Gaumen.
Hört sich bis dahin doch alles recht gut an, oder? So gut ist es dann aber doch nicht, denn man muss Fleisch und Gemüse richtig klein schneiden, ich habe kleinere Stücke geschnitten als ich es sonst eigentlich mache und trotzdem musste ich die Spießchen eng zusammen quetschen, damit sie auf das Gestell überhaupt drauf passen. Natürlich wird dadurch nicht alles rundum kross, denn wo die Spieße aneinander kleben, kommt natürlich keine Hitze direkt hin. Drehen ist auch nicht einfach, denn nimmt man die heißen Metallspieße herunter, kann man sie nur ziemlich schlecht wieder drauf legen, ohne dass die äußeren außen runter fallen. Die Abstände der "Bögen" in die man die Spieße einlegt sind einfach zu eng.

Durch das Bügelgestell steht der Grillrost auch sehr hoch auf der Platte und das Fleisch streift fast oben am Rand des Airfryer, wenn man die Schublade schließt. Natürlich könnte man die Spießchen auch direkt auf den Rost legen, aber wozu ist dann der gewellte Bügel nach oben nötig? Erschließt sich mir alles nicht so richtig.

Da fällt mir ein, was ich noch ausprobieren könnte, um dem Grillrost doch noch eine Daseinsberechtigung zu geben: Burger – einen Teil oben auf dem Rost, den anderen darunter direkt auf die Grillplatte legen. Quasi „zweistöckig“ grillen. Ich lasse euch dann wissen, ob das geklappt hat.
Bei der Reinigung ist wieder alles in Butter: ab damit in die Spülmaschine.


SINNVOLL ODER UNNÜTZ?

Oder anders gefragt: werde ich das Grillzubehör behalten oder zurückschicken und mein Pfand zurück bekommen?


Wenn ich könnte, würde ich die Grillpfanne behalten und den Rost zurückschicken, da es in diesem Test aber „ganz oder gar nicht“ heißt, werde ich beides behalten, zumal ich ja auch weniger bezahlen muss, als die Grillpfanne alleine bei einem Kauf kosten würde. Diese hat mich durchaus überzeugt und ich kann mir noch so einige andere Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel dem Aufbacken von Brötchen oder Mini-Baguettes, dem Überbacken von Toast etc. vorstellen. Die Größe der Pfanne reicht auch für einen sinnvollen Einsatz in unserem Haushalt aus und ich finde es nicht schlecht, den Airfryer damit zusätzlich nutzen zu können, auch wenn der Garkorb mal in der Spülmaschine ist.

Ich bin lediglich der Meinung, dass die Grillpfanne zum UVP von 39,99 Euro (günstiger habe ich sie im Netz nicht gefunden) im Preis-Leistungsvergleich eine Spur zu teuer ist und ziehe daher einen Stern ab. Den Grillrost würde ich mir dagegen nicht kaufen und empfehle ihn auch nicht weiter. Obwohl die Idee an und für sich gut ist, ist er doch viel zu klein für eine bequeme Verwendung mit ausreichenden Mengen. Was ich noch probieren werde sind selbstgewickelte Grillfackeln, die ja nicht so dick sind und die ich dann auf zwei Etagen grillen werde. Ansonsten sehe ich allenfalls in einem Zwei-Personen- oder Singlehaushalt einen Nutzen im Rost, der Preis ist mit 9,99 Euro auch nicht allzu hoch, so dass ich nicht ganz unten in die Sternekiste greife, zweieinhalb Sterne vergeben würde und auf zwei abrunde.

Für beides zusammen gibt es nach Adam Riese also 3 Sterne und eine mittelprächtige Empfehlung.

Die Backform


Übrigens: wer noch keinen Airfryer besitzt, die Anschaffung eines normalen (nicht dem XXL) erwägt und bei einem Bundle zugreifen möchte - es gibt solche entweder mit dem Grillrost oder mit der Backform. Letzteres ist definitiv die bessere Wahl, denn die Backform ist ausgesprochen nützlich und vielseitig. Ich habe in ihr den Eierlikörkuchen gebacken, den ihr in meinem vorletzten Blogeintrag zum Rezeptekasten anschauen könnt oder auch ein Buttermilchbrot. Außerdem lässt sie sich super auch für die Zubereitung von Ratatouille und anderen geschmorten Sachen sowie kleine Aufläufe verwenden.

Buttermilchbrot
 

Liebe Grüße
Eure Kerstin