Freitag, 18. April 2014

ICH DARF BLITZDINGSEN - LUMEA COMFORT DIE ERSTE



Hallole, ihr Lieben…


… zurzeit bin ich fleißig am Bloggen, nicht wahr? Es gibt aber auch so viel zu Erzählen, mir winkt gerade so richtig das Testerglück. Nach zwei „kleineren“ Produkten (BECEL und Nivea Deo) möchte ich mich heute mit dem ersten Teil eines Langzeittests befassen, bei dem ihr mich über 3 Monate verteilt immer mal wieder begleiten dürft.

Habt ihr den Film „Men in Black“ gesehen und kennt das „Blitzdings“, mit dem die Agenten Jay und Kay das Gedächtnis Uneingeweihter löschen? Ich darf jetzt auch blitzdingsen – nur dass mein Gerät nicht das Gedächtnis, sondern den Haarwuchs löschen soll.

Bei den Konsumgöttinnen wurde mir überraschend die Ehre zuteil, das Philips Lumea Comfort Haarentfernungssystem zu testen, das mit IPL-Technologie (Intense Pulse Light) arbeitet. Hier wird ähnlich wie bei einer Laserbehandlung Lichtenergie ins Haar und von dort vom Melanin direkt in die Haarwurzel geleitet. Diese wird dadurch sanft verödet, so dass keine neuen Haare mehr produziert werden können und das Haar dauerhaft entfernt wird.








WER KANN`S NUTZEN

Je dunkler das Haar, desto mehr Melanin, je mehr Melanin, desto besser funktioniert es. Sehr helle Haare haben kaum bis kein Melanin und leider ist damit diese Methode nicht wirksam.
Genau anders herum verhält es sich mit der Hautfarbe: je blasser man ist, desto besser wirkt IPL auf die Haare ein. Frauen mit sehr dunklem Hauttyp dürfen IPL gar nicht anwenden, auf dunklen Muttermalen oder Tätowierungen ist die Anwendung ebenfalls tabu – im Ernstfall kann es hier sogar zu Verbrennungen führen.

Weitere Gegenanzeigen sind: in der Schwangerschaft und Stillzeit (warum auch immer), in der Nähe von den Augen, bei Hautirritationen und Hautkrankheiten jeglicher Art, bei der gleichzeitigen Einnahme bestimmter Medikamente (vor allem solcher, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen) oder grundlegender extremer Lichtempfindlichkeit.

Dies alles trifft bei mir nicht zu, ich habe derzeit auch noch eine vornehme Winterblässe (hört sich doch besser an als „ich bin käseweiß“) und keine Muttermale an den Stellen, an denen ich testen will und die ich später noch einzeln ausführen werde.



HANDHABUNG

Vor einigen Jahren hatte ich ein Gerät von Remington, das auf der gleichen Funktionsweise basierte und mit dem ich alles andere als zufrieden war. Ich werde immer mal wieder das Lumea-Comfort-Gerät damit vergleichen, weil sich ein Vergleich in meinem Fall natürlich automatisch aufdrängt.

Das Remington-Gerät hatte die Form einer großen Laserpistole. Es gibt auch Lumeas in dieser Form, die ich mir nicht unbedingt zulegen würde, da das Gerät damals relativ unhandlich war. Wenn man es drehen wollte, um bestimmte unebene Hautregionen zum Beispiel am Knie oder den Fußgelenken gut abzudecken, musste man sich ziemlich verrenken. Zudem war es auch relativ schwer.

Das Lumea Comfort liegt dagegen sehr gut in der Hand. Es sieht eigentlich aus wie eine überdimensionierte PC-Maus, ist dabei nicht zu groß: ich kann es auch mit meinen eher kleineren Händen gut umfassen. Durch diese Form bin ich auch bequem in der Lage, es in die Richtungen zu drehen und zu wenden, die am praktischsten sind.

Vorne befindet sich die Lichtquelle, die wie eine schmale, gelb gefärbte Scheibe aussieht. Diese Lichtquelle muss man auf die Haut drücken. Liegt sie nicht gut und dicht auf, wird der Lichtimpuls nicht ausgelöst – so wird auch vermieden, dass Licht ins Auge dringt, was ziemlich ungesund wäre. Gesperrt wird diese Auslösung übrigens auch auf zu dunkler Haut bzw. Hautstellen, Sicherheit ist also gewährleistet.

An der Unterseite befindet sich die Belüftung des Geräts, die eine Überhitzung verhindert, an der Oberseite die Taste für die Auslösung des Lichtimpulses. Diese ist groß und leichtgängig, es ist kein Kraftakt, auch über eine längere Zeit zu blitzdingsen.

Schön wäre es, wenn dieses  Gerät kabellos funktionieren würde, damit man nicht so ortsgebunden ist. Gibt es aber nicht, das Netzkabel, das hinten am Gerät eingesteckt wird ist allerdings lang genug, dass man es sich in der Nähe einer Steckdose gut bequem machen kann. Es gibt zwar ein kabelloses Lumea-Gerät, aber in Pistolen-Form und beim Lumea Comfort handelt es sich um das kleinste und leichteste Gerät der Serie, was diesen Nachteil wieder ausgleicht.

Schade finde ich dagegen, dass im Lieferumfang keine Aufbewahrungstasche dabei ist. Lumea Comfort ist ja nicht gerade billig (UVP 249,99 Euro), da wäre doch eine Aufbewahrungsmöglichkeit gratis kein großer Aufwand, nachdem das bei jedem Haarglätter für 20 Euro inklusiv ist.





ALLES UNTERHALB DER NASE

ist behandelbar und hier befinden sich ganz grob gesagt meine „Testzonen“. Lumea Comfort ist speziell für Frauen entwickelt, was nicht heißt, dass Männer nicht auch blitzdingsen dürfen. In der sehr ausführlich und verständlich geschriebenen Bedienungsanleitung heißt es: „Das Gerät ist ausschließlich zum Entfernen … unterhalb der Wangenknochen vorgesehen.“
Interessant finde ich (wenn es mich persönlich auch nicht betrifft), dass Männer NICHT im Gesicht blitzdingsen dürfen, wobei das nicht weiter erklärt wird.

ZONE 1 ist wohl die von den meisten Frauen als wichtigste Zone erachtete – die Beine. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich hier nicht so viel Testmaterial habe. Meine Beine sind zwar ellenlang und waren früher auch ziemlich behaart, da ich aber seit Jahren hier epiliere, ist von der Haarpracht kaum noch etwas vorhanden. Nun ja, ich versuche trotzdem mal, mit Lumea auch den letzten hartnäckigen Haaren den Garaus zu machen.

ZONE 2 befindet sich unter den Achseln. Ich gehöre leider nicht zu den elfenhaften Wesen, die auch ohne Deo und in den schweißtreibendsten Situationen nie müffeln. Von daher sind es nicht nur ästhetische Gründe, warum ich keine Haare unter den Armen haben möchte, sondern auch olfaktorische: im Haar setzt sich Schweiß ab und der beginnt dann zu miefen. Haar weg, gutes Deo und das Problem ist gelöst. Bis dato rasiere ich mit Gilette Venus alle zwei bis drei Tage, was an und für sich unter der Dusche kein Aufwand ist. Ganz haarlos zu bleiben oder nur alle paar Wochen etwas zu machen müssen wäre aber natürlich noch praktischer.

ZONE 3 befindet sich dort, wo im Sommer die Haarbüschel frech an den Seiten der Bikinihose hervor lugen. Die Bikinizone ist meine ganz persönliche Problemzone, bei der ich mir vom Lumea am meisten erhoffe. Epilieren geht dort nämlich nur für Masochisten, was ich nicht bin. Und sowohl Enthaarungscreme als auch Rasur vertrage ich an dieser Stelle nur sehr schlecht, leide danach unter heftigen Pickeln und entzündeten Stellen, was dann auch nicht viel besser aussieht als eine hübsche Flechtfrisur.

ZONE 4 betrifft nicht jede Frau, aber so manche mit dickem dunklen Kopfhaar wie bei mir kann es vielleicht nachempfinden: auch im Gesicht sprießt dann gerne mal das eine oder andere dicke dunkle Haar. Interessanterweise bekomme ich gerne mal unter dem Kinn aber nur auf der linken Seite eine Art Mini-Ziegenbärtchen, an der Oberlippe sind es die Mundwinkel, über denen hin und wieder ein paar dunklere Haare mich zwar nicht zur Jahrmarktsattraktion machen, aber doch stören. Ich rücke diesen mit der Pinzette zu Leibe, aber „alles unterhalb der Wangenknochen“? Warum nicht auch hier das Lumea testen J ?

LETZTES WOCHENENDE

habe ich mein Testgerät erhalten und am letzten Sonntag zum ersten Mal eingesetzt. In den ersten zwei Monaten soll man das Lumea alle zwei Wochen anwenden, so dass übermorgen in einer Woche der nächste „Termin“ ist. Ein wenig Geduld muss man also schon aufbringen.

Da dieser Eintrag hier schon ziemlich lang geraten ist und ich eure Konzentration nicht überbeanspruchen möchte, ende ich an dieser Stelle und berichte demnächst vom ersten Einsatz und der Wirkung danach. Was Fotos betrifft: ich werde euch keine Bilder von Achselhöhlen und schon gar keine von meiner Bikinizone zumuten – „Vorher-Nachher“-Fotos wird es also nicht geben, da hoffe ich auf euer Verständnis und euer Vertrauen, dass ich euch auch ohne solche Bilder keinen Quatsch erzähle.

Bis zum nächsten Mal und frohe Ostern für euch alle

Kerstin