Samstag, 11. Januar 2014

FÜR YASA CAT und natürlich für alle anderen, die es interessiert

und noch einmal handelt es sich um kein Produkt, das ich hier vorstellen möchte, sondern um eine ganz persönliche Sache.

Sabine alias Yasa Cat meinte nämlich in einem Kommentar zu meinem letzten Blogeintrag zum Best Blog Award, sie würde gerne meine Malerei anschauen. Und dieser Bitte komme ich gerne nach, auch wenn ich leider schon länger nicht mehr dazu gekommen bin, etwas zu malen und deswegen nur mit älteren Werken aufwarten kann.



Wenn ich denn male, male ich am Liebsten Landschaften und Blumen, mit Menschen oder Tieren habe ich es nicht so. In meinen Anfängen habe ich mich sehr viel Landschaften in Irland gewidmet. Ich liebe Irland von Landschaft und Kultur her und wenn ich bis jetzt auch leider nicht hin gekommen bin, habe ich wenigstens malend davon geträumt: auf dem ersten Bild hier seht ihr ein altes Cottage in der Grafschaft Galway (Originalgröße 50X40cm)



Ein weiteres Bild aus dieser Serie: der Lough Leane, auch Lower Lake genannt im Killarney Nationalpark.
(Originalgröße 60X50cm)

Wie ich meine Motive finde? Ich male nach Fotos, entweder aus dem Netz oder aus Bildbänden. Dabei muss mir ein Foto geradezu ins Auge springen und ich dazu auch sofort einen Bezug finden. Ich habe schon versucht, Landschaftsfotos nachzumalen, die mir sehr gut gefallen haben, bei denen ich aber nicht sofort das Gefühl hatte "Das kann ich umsetzen" - das wird dann nix. Ich kopiere keine Vorlagen ab, sondern zeichne das Gröbste mit Bleistift vor und beginne dann frei zu malen.

Auch andere Landschaften haben dabei ihren Reiz - hier zum Beispiel eine mediterrane Szene aus einem spanischen oder italienischen Ort (Originalgröße 70X80cm):



Eine weitere Landschaft, die mich zum Malen inspiriert ist die Toskana (Originalgröße 50X40cm):



Ich habe mich seinerzeit für Acryl entschieden, das im Vergleich zu Öl diverse Vor- und Nachteile hat, die Vorteile überwiegen für mich persönlich aber.

Acryl trocknet schnell. Der Vorteil ist, dass man bei einer trockenen Malweise nicht lange warten muss, bis es weiter gehen kann. Der Nachteil: bei Nass-in-Nass-Technik zum Beispiel bei Hintergründen muss man sehr schnell arbeiten. Und man muss sich auch vor Beginn im Klaren darüber sein, dass man ein paar Stunden freie Zeit am Stück hat, man kann nicht schnell mal für eine halbe Stunde eine Pause machen, wenn man die Farben nicht trocken übereinander legen möchte.

Acryl reinigt sich leichter. Ich kann den Geruch von Terpentin nur schwer ertragen, Pinsel mit Ölfarbe lassen sich aber nur so reinigen, Acrylfarben sind mit Wasser zu entfernen. Auch die Verdünnung von Acrylfarben bei transparenteren Schichten geht einfach mit Wasser. 

Warum manche Menschen sich für Ölfarben entscheiden hat aber auch seine Berechtigung: Ölfarben haben eine stärkere Leuchtkraft. Nimmt man allerdings hochertige Künstler-Acrylfarben, ist der Unterschied nicht allzu groß. Ich habe mit Reeves-Farben angefangen, die nicht schlecht sind, um sich einmal auszuprobieren. Später bin ich dann auf die um Einiges teureren Farben von Schmincke, Daler Rowney, Winston & Newton und Solo Goya umgestiegen. 

Wer sich überlegt, das Malen einmal auszuprobieren: versucht es einfach. Mit einem Anfängerbuch für Acrylmalerei findet ihr die ersten Anregungen, aber lasst euch nicht in eine Schema pressen. Ich habe nur ein einziges Mal eine Schritt-fürSchritt-Anleitung befolgt, das Bild wurde nicht schlecht, aber das war weder ich noch hat es mich vom Hocker gerissen oder mir viel Spaß gemacht. Erst als ich danach frei zu malen begann, machte es mir Freude und von Bild zu Bild wurde es auch besser. Für den Anfang braucht ihr nur eine kleine Tischstaffelei (erste Bilder malt man sowieso besser in kleinerem Format), ein paar spitze Acrylpinsel und flache Borstenpinsel (bitte kein Schulmal-Set kaufen, damit habt ihr keine Freude, sondern nur Ärger) und die genannten Reeves-Farben in einem Set mit den wichtigsten Tönen - Acrylfarben lassen sich auch super mischen. Eine Palette? Braucht man nicht, ich nehme zum Beispiel gerne Kunststoffdeckel von Streichkäsebechern (die kann man danach wunderbar wegwerfen) oder alte kleine Teller. 

Übrigens: man muss nicht nur große Bilder malen - auch wenn bei mir die Bude voll hängt *g*
Für den 70. Geburtstag meiner Mama hatte ich die Tischdeko gemacht, die Tischkarten waren Mini-Blumenbilder auf Mini-Staffeleien, der Name wurde unten an der Staffelei mit einem Papierstreifen angebracht - das war der Renner :-) 
































Mal ein ganz anderes Thema, ich hoffe, es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie ein Produktbericht - habt ihr noch Fragen dazu, immer her damit: ich freue mich über jede und jeden Kommentar von euch. 

Liebe Grüße
Kerstin

PS: wenn jemand meint "Würde mir Spaß machen, aber ich war schon in der Schule nie gut in Kunst" - ich konnte zu Schulzeiten machen, was ich wollte, ich kam nie über einen Dreier hinaus ;-)